Was wäre wenn?


In dieser Saison wurde der Kader der Brose Baskets heftig wie nie diskutiert. Während der Saison waren die Leistungen, hinter den Erwartungen vieler Anhänger zurück blieben und das Verfehlen von zwei sportlichen Zielen in der Euroleague und im Pokal ausschlaggebend. Doch lasst uns zurück blicken. Für viele ist die Transferperiode fast der spannendste Saisonabschnitt und auch ich habe hier in diesem Blog mein Vorstellungen unter der Überschrift “Wünsch Dir was” kund getan. Jetzt, wo zwei Drittel der Saison vorüber sind, möchte ich einen Blick auf “meine” ausgewählten Spieler werfen: Wo sie spielen, wie sie sich dort schlagen und mit den von Bamberg unter Vertrag genommenen Akteuren vergleichen.

Nachdem Jamar Smith bereits sehr schnell als Neuzugang präsentiert wurde, waren folgende Akteure meine Picks für den Brose Kader 2013/14

  • Curtis Jerrells – PG – jetzt Olimpia Milano – dafür im Kader Zack Wright, später Jared Jordan
  • Reggie Redding – SF – jetzt ALBA Berlin – dafür im Kader Rakim Sanders
  • Bostjan Nachbar – SF – jetzt FC Barcelona – dafür im Kader Novica Verlikovic, dann Damir Markota, dann D’or Fischer
  • Drew Gordon – PF – Dinamo di Banco Sassari  - dafür im Kader Sharrod Ford

Curtis Jerrells

Sagen wir es gleich vorne Weg, Curtis Jerrells war wahrscheinlich finanziell nie in der Reichweite der Brose Baskets, dennoch hat der Trainerstand mit Zack Wright einen Spielertyp verpflichtet, der ähnliche war. Ein athletischer Spielmacher, der zum Korb ziehen und seinen eigenen Wurf kreieren konnte. Das hat nicht so funktioniert, wie man es sich in Bamberg gewünscht hat und jetzt zieht mit Jared Jordan ein völlig anderer Playmaker-Typ, ein Pass First Point Guard, die Fäden im Spiel.

Curtis Jerrells ist Spielmacher beim italienischen Spitzenclub Olimpia Milano und seine seine Armani-bedrückten Farben zu einem starken zweiten Platz in der Euroleague Top16 Gruppe E geführt. Dabei bringt es der US-Amerikaner, der an einen Pit-Bull-Terrier erinnert auf 11.0 Punkt und 2.3 Assists in 24 Min. Spielzeit bei den Euroleague-Partien. 43 % Dreierquote und seine Spielweise hätte uns rein sportlich sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Mit ihm würde Jared Jordan wohl noch am Rhein spielen.

 

Reggie Redding

Angeblich war Bamberg bereit vergangene Saison eine ordentliche sechsstellige Ablösesummer an Tübingen zu überweisen, damit der variable Forward an die Regnitz wechselt. Dort hat man dankend abgelehnt und Matt Walsh fand den Weg ins Brose Trikot. Jetzt ist der junge US-Boy frischgebackender Pokalsieger und spielt seine starke Saison mit wiedererstarken Albatrossen aus Berlin. Mit 12.0 Punkten, 4.3 Rebounds und 3.6 Assists ist der All-Rounder einer der Erfolgsgaranten in Berlin.

Über seine Alternative Rakim Sanders dürfen wir uns nicht beklagen, zu viele Big Point und zu viele Highlights hat er uns gezeigt. Dennoch wäre Reggie Redding vielleicht die weniger athletische, dafür konstantere Alternative gewesen. “High Risk, high Reward” darf man wohl über die Verpflichtung des Brose-Forwards schreiben und aktuell scheint es sich wirklich auszuzahlen, auch weil er immer wieder auf die Position vier ausweichen kann, während Reggie Redding eher ein klassischer “Swingmen”, für die zwei und die drei, ist. Irgendwie eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

 

Jerrells und Nachbar sind mit ihren Clubs Favoriten auf das Euroleague Final Four, Redding und Gordon diese Saison bereits nationaler Pokalsieger geworden.

 

Bostjan Nachbar

Der Slowene wurde letzte Saison erst hoch gejubelt, dann stark kritisiert und letztendlich doch zurecht gefeiert. Der ehemalige NBA-Spieler war der wirkliche MVP der Finalserie und oft nicht zu verteidigen. Seine spielerische Klasse, sein Spielwitz, seine Schlitzohrigkeit und sein butterweicher Wurf fehlen diesen Jahr auf den großen Positionen. Mit dem FC Barcelona führt er mit 12-1 Siegen überlegen die Top16 Gruppe E der Euroleague an und hat sicherlich gute Chancen auf das Final Four. Internetberichten zur Folge kommt Boki dort auf eine Million Euro netto Jahressalär, wohl eine Nummer zu groß für Bamberg. M it 7.1 Punkte und 3.3 Rebounds ist der ehemalige Brose-Flügel ein wichtiger Rollenspieler in dem von Stars gespickten katalanischen Traditionsclub.

Bamberg selbst hatte zwar versucht mit Novica Velickovic und Damir Markota wieder eine ähnliches Element im Kader zu implementieren, beide waren jedoch eher glücklos, bestenfalls Mitläufer und sind schon lange nicht mehr im Kader. Bostjan Nachbar wäre spielerisch sicher ein deutliches Upgrade zu den beiden genannten gewesen. Jetzt kümmern sich Sharrod Ford, Rakim Sanders und Elias Harris um die große Flügelposition.

 

Drew Gordon

Keine guten Erinnerungen haben die Bamberger an diesen Namen. Der 23-jährige Innenspieler hat mit Sassari die ambitionierte Europasaison mit einem bitteren Beigeschmack beendet. Mit einen 2.05 m verbucht der agile Forward/Center 9.4 Punkte, 5.2 Rebounds und 0.9 Blocks in 18 Min. Spielzeit pro Partie. Wie Reggie Redding ist auch Drew Gordon Pokalsieger geworden, allerdings in Italien. Bevor er in Sardinien angeheuert hat, stand seine Zeit bei Banvit in der Türkei unter keinem guten Stern.

Der deutsche Meister hat Sharrod Ford weiter verpflichtet und auf die Defensiv- und Reboundschwäche zu Saisonbeginn nochmal mit der Verpflichtung den 2.11 m Hünen D’or Fischer reagiert. Den Centerspieler möchte mittlerweile niemand mehr aus dem Brose-Kader weg denken und mit Sharrod Ford spielt einer variablerer Spieler auf der langen Position, der auch einen guten Wurf (40 %) von der Dreierlinie besitzt.

 

Wäre man nun mit den Wünsch-Dir-was-Verpflichtungen besser oder schlechter gefahren? Diese Frage kann abschließend nicht gerecht beantwortet werden. Finanziell wären einige Akteure wohl nicht finanzierbar gewesen und auch charakterlich hätten wohl nicht alle zu Trainer Chris Fleming gepasst. Alle haben mit ihren aktuellen Team durchweg großen Erfolg. Der direkte Vergleich erscheint schwierig, weil es zu viele Kaderbewegungen gab und es in der Rollenverteilung keine 1:1 Planplätze mehr gibt. Fakt ist, dass einige verpflichtete Alternativen zu Saisonbeginn nicht wie erhofft eingeschlagen sind, Fakt ist auch, dass viele der aktuellen Spieler Leistungsträger sind enormes Entwicklungspotential besitzen. Der in Bamberg ansässige Franke wird wohl ein einfaches “bast scho” über die Lippen bringen.

Albakiller a. D.


Gavels Verletzung im Gepäck ist das einzige Zählbare, war die Brose Baskets im Gepäck aus Ulm nicht nach Franken genommen haben. Kein Pokal, keine Ende der Diskussionen um den aktuellen Kader. Die Enttäuschung in Freak City sitzt tief und dass sogar der FT in aller Deutlichkeit kritische Worte abdruckte, ist ein Beleg für die ungenügende Mannschaftsleistung im Halbfinale. Erneut ist der Meisten von ALBA Berlin deutlich in die Schranken gewiesen wurde, das “Albakiller”-Label hat sich damit endgültig in den Ruhestand verabschiedet, a. D. quasi.

Der “Europäer” fehlt

Es fehlt in einer Gewissen Art und Weise der Schuss Genialität und Qualität, den Bamberg in den vergangenen Jahren im Kader hatte. Es mag durchaus platt klingen, aber die Komponente eines Spieler mit europäischem Spielwitz und Spielkultur geht Bamberg, seit dem gescheiterten Novica Velickovic-Reha-Experiment 2013/14, ab. In den letzten Jahren standen hierfür Namen wie Peja Suput und Boki Nachbar, die aus jeder Situation durch Basketball-Know-how oder individuelle Klasse eine Lösung aus dem Hut zaubern konnten, die den Gegner überrascht hat. Jetzt gibt es zwar insgesamt ein Plus an Athletik, aber gegen starken Defensivreihen scheit man als Mannschaft zu oft zu schnell mit dem Latein am Ende zu sein.

Gavel einzige Konstante

Nur Anton Gavel bildet von den Leistungsträgern hier eine positive Ausnahme. In jedem Spiel nimmt der die Rolle des Führungsspielers bereitwillig an und übernimmt Verantwortung auf beiden Seiten des Spielfeldes.  Ihm fehlt jedoch der verlässliche Side-Kick. Zu oft scheint der gebürtige Slowake in Drucksituationen auf sich alleine gestellt. Was wäre Batman ohne Robin und Alfred, was Colt ohne Howie und Jody, was das A- ohne das Team? Diese verlässlichen und konstant in Erscheinung tretenden zweiten und dritten Leistungsträger, mit denen Bamberg zu einer gefährlichen Hydra mutierte, fehlen aktuell.

Spannung scheint garantiert

Es ist durchaus spannend, wie sich dieser stark US-athletisch geprägte Kader bis zu den und in den Play-Offs entwickelt. Eine Prognose wäre geradezu töricht, zu groß erscheint die mögliche Varianz. Jetzt, Ende März sind anderen Spitzenteam im direkten Duell wohl einen Schritt weiter und smarter auf dem Feld. Kantersiege gegen Nicht-Topteams dürfen nicht darüber hinweg täuschen. Ein erster Test werden die kommenden 14 Tage, wenn das Team ohne sein Herz Anton Gavel in die Beko BBL-Schlachten ziehen muss. Wann, wenn nicht jetzt, wäre der Raum für weitere Spieler ihren Anspruch zu untermauern Führungsspieler und Leistungsträger zu sein.

Eine neue Heimat für die Zeitschriften


Lange habe ich vermieden einen Zeitungsständer zu erwerben. Zum einen fand ich diese Objekt stets etwas altbacken, zum anderen verlagere ich mich immer mehr auf den digitalen Konsum am Tablett oder Smartphone. Trotz aller Anstrengungen, haben sich diverse Magazine langsam aber sich im italienischen Couchtisch gestapelt und in mir eine Verlangen nach “Verräumen” ausgelöst.

Gewissenhaft das Internet durch gestöbert fiel die Wahl auf den Koziol “Milano”. Eine modernen und zugleich klassischen Zeitungsständer aus der Odenwalder Kunststoff-Designerschmiede. Farblich passt das Grau perfekt zum Schöner Wohnen Farbton “Manhattan” im Wohnzimmer. Und mit ca. 35 – 40 € Straßenpreis ist die Investition in eine schöne neue Heimat für die Zeitschriften durchaus moderat.

Koziol Onlineshop: Zeitungsständer “Milano”


haas-stadtrat

Spitzenkandidaten für die Bamberger Stadtratswahl (li. Spiegel) in den Haas-Säälen unter Beobachtung der FT-Redakteure M. Wehner und G. Glössner (re. Spiegel)

GNTS – Germany’s next top smartphonecase


Mein Smartphone ist mir ziemlich wichtig und wenn ihm etwas passieren würde, dann würde mich das mittelschwer treffen. Ergo versuche ich es stets in “Plastikwatte” zu packen, damit es all seine Einsätze, auch die robusten wie Sandkerwa, gut übersteht.

Zwei Komponenten

Bisher habe ich immer auf die Otterbox gesetzt. Außen Hartschale, innen Silikon. Extrem “rugged”, aber nicht immer ganz so elegant. Deshalb habe ich mich auch nach einer Alternative “für den Business-Einsatz” umgesehen und bin auch den relativ neuen Hersteller Spigen gestoßen. Zwar scheint das Case etwas weniger Hülle zu bieten, dafür sieht der Zweikomponentenbausatz schlanker und chiqer aus. Die Gummierte Hülle, die guten Grip liefert, wird von einem Rahmen aus Hartplastik umrandet, der sehr stabil wirkt und in verschiedenen Farben zu haben ist. Die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und die Spaltmaße sind hervorragend. Das Smartphone sitzt bombensicher im Case.

The Galaxy neo Hybrid is designed to highlight the curves of the Galaxy S4. It fits precisely onto the phone for a natural and sleek look. – spigen.com

Protections meets Style

Wer also ein Smartphone Case sucht, das Schutz und Stilfaktor vereint, der ist bei Spigen mit der “Neo Hybrid” gut aufgehoben und muss bei Amazon knapp 22 Euro berappen. Ich selbst habe mir mittlerweile auch noch die komplett schwarze Variante zugelegt weil mit das Gesamtpaket so gut gefällt. Daumen hoch!

Jordan – his assistness


Foto: Beko BBL

Foto: Beko BBL

Aufsteigender weißer Rauch von der Brose Arena hätte heute gut ins Bild gepasst. Zum einen durfte Wolfgang Heyder “Habemus Spielmacher” verkünden, zum anderen gab es die vergangenen Tage wohl viele rauchende Köpfe um den letzte Kaderplatz für den Kampf um Titel zu besetzen. Die Wahl viel auf Bonns Spielmacher Jared Jordan und damit auf die Variante “Nummer sicher”. Nachdem sich die sportliche Leitung im Sommer noch hier und da verkalkuliert hat wird man mit ihm kaum Überraschungen erleben. Unisono gilt der 1.88 m lange US-Amerikaner als bester purer Point Guard der Liga, der wie kein anderer das Spieler seiner Mannschaft leiten und beeinflussen kann. Damit schließt er ein Vakuum bei den Brose Baskets. Sein Vorgänger Zack Wright hat dies, bei aller spielerischen Qualität, nicht im erforderlichen Maße abrufen können.

Es ist ja bekannt gewesen, dass wir uns nach der Trennung von Zack Wright auf der Suche nach einem neuen Aufbauspieler befunden haben, um uns im Kampf um die deutsche Meisterschaft bestmöglich zu verstärken. In Jared Jordan haben wir die Idealbesetzung für die vakante Position gefunden. – W. Heyder

Neuer Impuls für das Bamberger Spiel

Unter Jordans Regie, sollte sich der knirschende Sand im Bamberger Uhrwerk merklich lindern. Mit seiner überragenden Übersicht ist er in der Lage die hervorragenden Shooter wie Gavel, Jacobsen oder Smith in der richtigen Situation zu bedienen und auch die Frontcourt-Asse Fischer, Ford, Zirbes und Harris dürfen sich über rege Zuspiele in luftiger Höhe freuen. Dass dabei auch Jordan selbst einen guten Wurf von der Dreierline (37,4 %) besitzt, eröffnet nochmals neue Räume für seine Mitspieler. Insgesamt ist der ehemalige Bonner einer der effektivsten Spieler in der Liga, auch weil er neben seiner herausragenden Assistrate (7.8 apg) mehr als ordentlich beim Rebound (3.6 rpg) zupackt und damit so manchen Center in der Liga hinter sich lässt.

In der Verteidigung wird dem 29-jährigen manchmal eine gewisse Robustheit abgesprochen. Hier in Bamberg steht ihm mit Gavel  ein überragender Verteidiger zu Seite und hinter ihm warten die beiden Abräumspezialisten Ford und Fischer als Versicherung in der Zone.

Quelle: Brose Baskets + edit

Foto: Brose Baskets + edit

Headcoach Fleming hat nun alle Strippen gezogen, um die Brose Baskets für den Kampf um beide nationalen Titel zu rüsten. Jetzt gilt es das Potential auch in Erfolge umzumünzen. Mit Jordan und Goldsberry hat der Übungsleiter nun gleich zwei erfahrene verlängerte Arme auf dem Spielfeld. Beide wissen genau, wie der Beko BBL Playoff-Hase läuft und der Neuzugang ist heiß auf seinen ersten nationalen Titel.

Beko-BBL Stats 2013/14:
10.0 Punkte, 3.6 Rebounds, 7.8 Assists
pro Spiel

Bonner Schriftverkehr

In Bonn hingegen bläst man, trotz rheinischen Karneval, Trübsal. Es ist die Rede von einem aufgezwungen Spielerwechsel, der eine neue Dimension im Gebaren der Beko BBL Klubs untereinander einläutet. Telekom Baskets Präsident Wiedlich erhebt diese Vorwürfe in einem offenen Brief, relativiert jedoch mit den Worten, dass die Sache zwar unüblich erscheine, jedoch nicht ungesetzlich sei. Die Trauer über den Wechsel seines wichtigsten Akteurs ist nachvollziehbar sollte durch eine stattliche Ablösesumme versüßt worden sein. Als Ersatz haben die Magentafarbenen bereits Eugene Lawrence verpflichtet.