Emdzei


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Ensminger raus! Jetzt aber wirklich…


ensminger_trikotIn Chris Ensminger tritt ein 2.09m großes Urgestein ab. Kaum ein anderer Spieler hat so viel polarisiert wie der US-Amerikaner in 14 Jahre Bundesligabasketball. Von den eigenen Fans vergöttert, von den Mitspielern geschätzt, von den Gegnern gefürchtet, von den anderen Fans mit “Ensminger raus” verhöhnt. Oder in nüchternen Zahlen 14 Jahre Beko BBL, 2 Deutsche Meisterschaften, 485 Beko BBL-Spiele, 5.438 Punkte, 4.093 Rebounds und 565 Assists.

Mitbegründer des Freak City Feelings

Er war einer der Protagonisten, der Freak City in seiner gesamten Ausprägung mitbegründet und maßgeblich geprägt hat. Selbstbewusst hat ganz Bamberg seine Ellenbogen extrabreit getragen, um so zu sein wie “Ense”.  Stolz habe ich damals eine T-Shirt-Eigenkreation mit “Verteidigungsminister” und seinem Konterfei getragen. Unvergesslich wie er Bamberg auch in unsicheren TSK/GHP-Zeiten stets die Treue hielt. Genial wie er zusammen mit Steffen Hamann jahrelang die Achse des Bösen auf den Parketten der deutschen Arenen und einer unserer Helden beim unvergleichlichen langen Weg zum ersten Titelgewinn im Jahr 2005 war.

“Ensminger raus”

Lange haben wir getrauert, als er zugunsten des Talents Tim Ohlbrechts geopfert werden musste. Zugestimmt haben wir, als Manager Wolfgang Heyder später zugab, dass sie ein großer Fehler war. Glücklich muss er gewesen sein, als er auch die Herzen der schlimmsten Anti-Ensminger Fans in Magenta im Sturm erobert hat. Beeindruckt darf er sein, dass “Ensminger raus” mittlerweile eine ganze Fangeneration mit einem Fünkchen Anerkennung benutzt – personenunabhängt, als geflügeltes Wort.

Danke Chris

Danke Chris für die Begeisterung am Bamberger Basketball, die Du in mir entfacht hast. Danke, dass Du uns am Kampfgericht noch alle mit dem Namen kanntest. Danke, dass Du uns vor jedem Spiel begrüßt und nach jedem Spiel verabschiedet hast. Danke, dass Du uns immer frohe Weihnachten gewünscht hast. Danke, dass Du ein großer Teil Freak City warst. Symbolisch hänge ich zu Deinen Ehren ein goldenes Trikot mit der Nr. 4  unter mein Blog-Hauptmenü und wünsche Dir alles Gute an der Seitenlinie in Gotha.


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Gigantenduell


halbfinale-bamberg-muenchen

Im Beko BBL Halbfinale kommt es zum Duell der Giganten. Die überragende globale Sportmarke FC Bayern München fordert die in den letzten Jahren überragende deutsche Basketballmarke Brose Baskets herhaus. Zweimal konnte der Emporkömmling aus der Landeshauptstadt bereits ein Ausrufezeichen gegen den amtierenden Meister setzten, vielen ist dabei noch die schmerzliche Niederlage im Pokalwettbewerb in der Stechert Arena in bester Erinnerung, die den ersten nationalen Nichttitelgewinn für Bamberg seit drei Jahren nach sich zog.

Die Bayern zogen ganz souverän mit 3-0 gegen den das Euroleague Top16 Team von ALBA Berlin ins Halbfinale ein, Bamberg durchlief eine schwierige und intensive 3-1 Serie gegen das unorthodoxe Phoenix Hagen, die viel Mühen und Nerven gekostet hat. Überhaupt scheinen die Franken diese Saison durch viele Stahlbäder gegangen zu sein. Zeit, einen kleinen Ausblick auf diese gigantische Serie zu wagen:

Headcoaches

Fleming vs. Pesic Senior, das Who-is-who der in Deutschland tätigen Trainer trifft aufeinander. Hier der smarte US-Amerikaner, der die letzten drei Jahre national alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab. Dort der megaerfolgreiche Trainerpatriarch mit Welt- und Europameistertiteln. Zwar ist die Entwicklung der Bayern unter dem Serbe beeindruckend, bei seinen großen Erfolgen hatte Pesic jedoch stets Team mit Weltklasseakteuren zur Verfügung. Ein Umstand, der in München momentan nicht der Fall ist. Für Fleming hingegen war es bisher keine einfache Saison. Gefühlt alle drei Wochen musste der Übungsleiter eine neue Formation einstellen – Schuld waren Verletzungen, Fehlgriffe und Disziplinlosigkeiten. Dennoch hat er mit seiner Mannschaft Platz 1 und den ultimativen Heimvorteil in allen Entscheidungsschlachten errungen. Das spricht für ihn.

Fazit: Ausgeglichen

Aufbau

Renfroe, Gavel, Goldsberry, Schmidt vs. Hamann, Rice, Halperin, Greene, Zipser

Im Viertelfinale waren Bayerns Guards die Erfolgsgranten. Hamann (8.0 ppg, 3.3 apg |Playoffs) spielte auf wie zu besten Bamberger Zeiten, Halperin erinnerte sich wieder an seine eigene Qualität und Rice war kaum zu stoppen. Gegen seinen Scoring-Punch half kein Mittel, pro Spielminute auf dem Feld erzielte der quirlige Spielmacher im Schnitt einen Punkt (18.7 ppg in 19:26 Min. | Playoffs). Eine wirklich sensationelle Ausbeute. Gerade gegen solche schnellen, penetrierenden und scorende Spielmacher  tat sich Bamberger Verteidigung gegen Hagen schwer. Immer wieder waren Lücken in der Verteidigung auszumachen, die Bell und White gerne nutzten. Bambergs Herz und Seele ist Gavel (15.o ppg, 3.5 apg | Saison). Der Bamberger Verteidigungsminister muss seine Kameraden besser organisieren als  zuletzt. Um Druck auf die Bayern-Verteidigung auszubauen muss er Slowake auch selbst immer wieder Punkten, nur so kann Bamberg ein effektive Inside-Outside-Game etablieren. Gelingt es Bamberg zudem Halperins (8.3 ppg, 3.0 apg | Playoffs) Wirkungskreis einzuschränken, Goldsberry mit einer wichtige Rollen einzubringen und Rice unter MVP-Form zu halten, dann wäre das ein Schlüssel zum Erfolg.

Fazit: Ausgeglichen

Flügel

Jacobsen, Tadda, Nachbar, Walsh (?) vs. Benzing, Thomas, Jagla

Bambergs Kapitän Jacobsen (13.5 ppg, 5.3 rpg, 46% 3er | Playoffs) hat in der ersten Playoff-Runde wieder einmal gezeigt, wie wichtig er als Führungsspieler ist, als er etliche Big Shots sicher verwandelt hat. Auch Nachbar (18.3 ppg, 5.0 rpg | Playoffs) schien seine Freude am Zug zum Korb wiederentdeckt zu haben und war trotz unterirdischer Quote (17,4 % | Playoffs) von der Dreierlinie ein wichtiger Erfolgsgarant. Zeigt er auch gegen Bayerns Lange keine Angst zum Korb zu gehen, dann wird er eine gute Serie spielen. Ein Erfolgsgarant gegen Berlin war sicherlich auch Benzing (10.0 ppg. 4.3 rpg |Playoffs) auf der Gegenseite. Gelingt es Bamberg den, eher als soft verschrienen, Nationalspieler zu zermürben, dann wäre das ein wichtiger strategischer Erfolg. Auf Münchener Seite könnte der athletische Thomas (8.3 ppg | Playoffs) ein Zünglein an der Waage sein. Zwar hat er schon fast traditionell keine guten Playoff-Serien gegen Bamberg, aber Pesic könnte versuchen mit ihm die These “White men can´t jump” zu bestätigen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Walsh (12.2 ppg, 6.6 rpg, 46% 3er | Saison), der in der Hauptrunde eine wichtige Scoringoption für Bamberg war und auch in den Play-Offs helfen könnte. Ob er fit wird und wenn ja, welche Rolle ihm dann angedacht sein wird, steht jedoch noch in den Sternen. Insgesamt ist Bamberg, mit oder ohne Walsh, ob der Erfahrung und des Scoring Punches besser besetzt.

Fazit: Vorteil Bamberg 

Center

Ford, Zirbes, Neumann, Ogilvy (?) vs. Troutman, Homan, Roberts

Am Brett treffen echte Schwergewichte aufeinander. Troutman (13.0 ppg, 5.9 rpg | Saison) ist ein All-Beko-BBL Teamer, Ex-Bayer Ford hat eine Mordsserie (18.5 ppg, 6.3 rpg | Playoffs) gegen Hagen gespielt. Beide Athleten packen nicht nur am Brett ordentlich zu, sondern verfügen auch über einen sicheren Distanzwurf und können das Spiel weit machen. Die Münchener haben daneben äußert robust zu Werke gehenden Kanten aufzubieten, während der Meister mit erfrischender jugendlicher Naivität dagegen halten kann. Zirbes und Neumann haben bereits bewiesen, dass sie es mit jedem Gegner in der Zone aufnehmen können. Dark Horse könnte Bambergs Aussi-Center Ogilvy (10.6 ppg, 3.6 rpg | Saison) werden. Falls er den Vorzug vor Walsh bekäme und einmal zwei Minuten Einsatzzeit ohne Verletzung übersteht, dann könnte er die hölzernen Insidespieler der Bayern mit seiner Schnelligkeit das ein oder anderen mal überrumpeln. Im Worst-Case wären es fünf weitere Fouls um den Wackelkandidaten Homan (53 % FW | Saison) getreu dem Motto “Hack da Ho” an die Freiwurflinie zu schicken.

Fazit: ausgeglichen

 

Schlussendlich dürfen die Brose Baskets durchaus selbstbewußt in das Duell gehen. Das Team ist in der Tiefe einen Deut besser besetzt als die Münchener und immer noch der amtierende Titelverteidiger. Zudem ist Bamberg ob der Niederlagen gewarnt und hat den Heimvorteil auf seiner Seite. Es wäre keine Überraschung, wenn dieser am Ende einer weiteren intensiven und hart umkämpften Serie zum Tragen käme. Damit darf es unterm Strich dann gerne anstatt des bayerischen “pack´mers” auf gut fränkische “die hau´mer wech” heißen.

Euer Kosmonaut


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Gerupfter Feuervogel


Unsere Mannen der Brose Baskets stehen im Halbfinale. In einer immens intensiven Serie am Rande des Nervenzusammenbruchs, hat die die Qualität und Routine gegen die “irren” Hagener mit 3 – 1 zugesetzt.

Betrachtet man aufmerksam die Bilanz von insgesamt 16 gespielten Vierteln in der Play-Off Serie, dann hat Bamberg davon 5 für sich entschieden, Hagen deren 4, die restlichen 7 waren allesamt relativ ausgeglichen. Das sagt viel über die Serie. Es waren aber immer wieder brutale Bamberger Läufe, in der die Brose-Akteure ihre ganze Klasse ausspielen konnten zur rechten Zeit um dem Tabellenachten in drei Spielen den Todesstoß zu verpassen.

Ruhiger gespielt

Gestern, im entschiedenen Spiel in der neuen Trendheimspielstätte “Ischehölle” haben Flemings Mannen gleich zu Beginn klar gemacht, wer das bessere Team ist. Vom 11-34 Rückstand haben sich Davin White, David Bell und Co. nie mehr erholt. Endlich hat sich der Serienmeister nicht von der Hagener Hektik anstecken lassen sondern konsequent die Systeme und den Vorteil am Brett ausgespielt.

Die großen Vier

Sharrod “Wackelkopf” Ford war kaum zu stoppen, wenn er konsequent  Lust dazu hat der Herr der Bretter zu sein. Wer hätte zu Saisonbeginn gedacht, dass der US-Amerikaner uns mit 18.5 ppg, 6.5 rpg und 2.0 bpg durch diese Serie trägt?!
Überhaupt waren des die großen Vier, die Bamberg ins Halbfinale gebracht haben.  Neben dem besagt Ford über die Serie auch die erfahrenen Spieler Nachbar (18.3 ppg, 5.0 rpg – trotz desolater 3er-Quote von 17%!), Gavel (16.8 ppg, 4.5 apg) und Jacobsen (13.5 ppg, 5.3 rpg).

Fokus aufrecht erhalten

Gegen die den FC Bayern München ist es notwendig, auf der Leistung der letzten Partie aufzubauen. So unbequem Hagen als Gegner auch war, muss man schon attestieren, dass die Bayern eine Nummer größer sind. Die doppelte Pesic-Truppe um Spielmacher Tyrese Rice (18.7 ppg, 4.3 apg im Viertelfinale) wird kaum weniger Dampf machen und versuchen diese und weitere Schwachstellen im Bamberger Spiel zu nutzen. Umso wichtiger wäre es für die Franken mit einer vollen 6er-Ausländerrotation in die Halbfinalserie zu gehen. Bei Matt Walsh muss durchaus Skepsis angebracht sein, aber wenn A.J. Ogilvy fit wäre, hätte Bamberg einen langen Mann mehr gegen die FCB-Centergarde.

Nachdem der Feuervogel jetzt zusammen mit dem Albatross in die Urlaub flattern darf, heißt das Motto jetzt erzwungener Lederhosen-Striptease für Hamann, Homann und Konsorten.


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Bambergs Superstar Nummer 1


Jim Wade

Jim Wade in der Saison 1971/72 im Trikot des FC Bamberg. Damals, als meine Eltern noch echte Freaks waren. Der erste Bamberger Superstar – lange vor Sweet, Andres, Hamann, Jacobsen, Hines, Tucker und Gavel.

Diskjockey und Opel GT-Fahrer

Das Spielergeschäft verlief damals noch relativ einfach. Jim Wade war G.I. in der örtlichen amerikanischen Militärbasis, der erste Trainer Robert Lewis Sergant in der US Army. 1977 endete die Ära des Hobby DJs Wade in Bamberg, der am Ende das Basketballparkett mit den Plattentellern tauschte und Wade’s Star-Disco in der Hallstadter Straße betrieb. Sportwagen und Sportstars gehörten auch in der Provinz zusammen wie Bamberg und der Basketball. Alles zwar eine Nummer kleiner als Günther Netzer und sein Ferrari in Mönchengladbach, aber Jim Wade sorgte in seinem Opel GT mit dem amtlichen Kennzeichen BA – AA 12 auch in Franken für ordentlich aufsehen. Gerüchten zur Folge lebte der US-Star damals auch sonst mit bis zu 4.000.- DM Monatsgage durchaus luxuriös.  

Verrückte und kreative Fans

Bamberger FansVerrückt waren die Bamberger schon damals, regelmäßig pilgerten 2.000 Zuschauer auf das Gelände der U.S. Base um sich in der John F. Kennedy Halle bis unters Hallendach zu stapeln und den lokalen Idolen zuzujubeln. Jim Wades Edelfans standen stets direkt an der Türe zu Umkleidekabine und das Idol vieler Bamberger musste sich an den Spieltage durch eine ganze Menschentraube kämpfen bevor er nach circa 5 Metern das Spielfeld erreichte. Sozusagen ein echter Star zum Anfassen. Dabei hätte man gut und gerne die doppelte oder dreifache Kartenmenge unter die Leute bringen können. Die Kreativität vieler Bamberger war indes groß, wenn die offiziellen Karten bereits vergriffen waren.  Spieltag für Spieltag robbten sich etliche “Schwarzseher” unter dem Zaun der US-Army durch um dann durch offene Toilettenfenster und andere Lücken dort irgendwie in die Halle zu gelangen und ordentlich Rabatz zu machen. Freak City ist also kaum eine Erfindung der letzten Jahre, auch wenn das berühmte “FC Bamberg ei ei ei…” verloren ging.

P.S. Damals bedeutete “FCB” am Trikot noch etwas “Gutes”.


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Die Post – zu doof zum Briefe versenden


Gestern haben wir versucht eine Dienstleistung der Post in der Provinz in Anspruch zu nehmen. Unserer lieben Freundin Jule wollten wir etwas vom kleinen Sand am Main ins große Berlin schicken. An sich hätte dies kein Problem darstellen dürfen, wenn nicht die Inkompetenz der Mitarbeiterin in dem kleinen, verrauchten Büro dem im Wege gestanden hätte.

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So bekamen wir heute überraschend Post. Aktuell weiß ich nicht ob ich mich über so viel Blödheit aufregen oder einfach nur lauthals lachen soll.

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Liebe Post, wir werden jetzt zukünftig nicht mehr nur die Postsache richtig herum auf den Tresen legen (wie in diesem Fall bereits passiert), sondern zusätzlich farbige Post-It’s mit dem Bemerkungen “Achtung Vorderseite: Da muss es hin!” und “Vorsicht Rückseite: Da kommt es her!” anbringen.

 

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