Wie alle Jahre wieder erfreue ich mich auch in diesem wieder den unzähligen Glühweinständen, die sich Bude für Bude durch die Bamberger Innenstadt aneinander reihen: Vom Weihnachtsmarkt am Max-Platz durch die Fußgängerzone bis hin auf die obere Brücke nahe des Alten Rathauses. Meine priviligierte Bürolage in zentraler Lage läd natürlich dazu ein am Nachmittag mit den lieben Kollegen und am Abend mit alten und neuen Freunden die Qualität der kulinarischen weihnachtslichen Angebote zu testen. Ja, so sieht man mich derzeit häufig an den Glühweinständen, sind sie doch die Kommunikations-, Kontakt- und Nachrichtenzentralen des kleinen Bamberger Mikrokosmos in der Vorweihnachtszeit. Man fachsimpelt über das letzte Spiel der Brose Baskets, lauscht den Nachbarn beim Bericht zum derzeitigen Kurzarbeitsstatus bei „die Bosch“ und freut sich über die dick eingepackten Engel die mit einem anstoßen und einem ein schönes Lächeln schenken.
Zum Abschluss möchte ich es mir nicht nehmen lassen, meine ganz persönliche Hitliste der heißen Weihnachtsgetränke hier kund zu tun. Relativ unbeeindruckt hat mich der € 2,00 Heidelbeer-Pott vom Feinkost Müller am Gabelmoo, ebenso das 0,50 € teurere Gesöff am Cador. Richtig lecker fruchtig hingegen präsentiert sich das heiße Feucht an der Bamberger Futterkrippe für € 2,00 inkl. Gewürzspekulatius und für einen halben Euro mehr tut´s auch der legendäre „Karl Friedrich“ am hippen Riffelmacher-Stand. Am liebsten greife ich jedoch zur Feuerzangenbowle nebenan am Cador, der ordentliche Schuß Stroh-Rum und das sich live aus dem Metallkonstrukt hinein karamelisierende brennende Zuckerstück sind seine € 3,00 wirklich wert. Mein Außenseitertipp für alle die fahren müssen oder denen die Schlange am Glühweinstand viel zu lange ist, der soll einfach rein ins Cador und für € 1,50 eine rießige, sensationell leckere heiße Schokolade „to go“ ordern und sich damit ins Getümmel der Glühweinanhänger stürzen.
In diesem Sinne, prost!
Glühwein mit Außenseiter
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Circus der Plüschtiere
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Pommes grün-weiß
Wer kennt sie nicht, die geschwungenen goldenen Bögen mit der schwarzen „McDonalds“ Schrift und dem prägnanten Slogan „I´m loving it“ darunter. Jeder von uns hat die Schnellrestaurants dieses Fast Food Riesen wohl schon in drei oder gar vierstelliger Häufigkeit besucht und sich an den ganz eigenen Flair der Brand gewöhnt und diesen lieben oder hassen gelernt. McDonalds, das ist rot-weiß und das nicht nur wegen der Pommes, dazu das gelbe M-Symbol, welches eben an just diese, frisch aus der Fritteuse erinnert.
Ist? Nein war! Denn nach den Trends mit gesunden Produkten inkl. Heidi Klum Lächeln und der genialen Zielgruppenerweiterung dank McCafé, wird McDonalds jetzt richtig grün. Das agressive rot ist raus, das hoffnungsvolle grün drin. Die Fastfood-Kette will damit Ihr grünes Engagement und den Respekt vor der Umwelt in den Vordergrund rücken.
Ob Fast-Food in dieser Größenordnung nun tatsächlich nachhaltig und ökoligisch sinnvoll ist, sei dahin gestellt. Ebenso ob wie der Wechsel vom bekannten auf den neuen Farbcode bei den Konsumenten ankommt. Es mögen sich nun einige Ökoaktivisten vom Grün blenden lassen, ebensogut kann es auch sein, dass so manch testosteron-gesteuerter Burger-Liebhaber jetzt lieber bei Burger King seine männliche Essprozedur zelebriert.
Mutig aus Branding-Gesichtspunkten ist der Schritt allemal, „never change a winning team“ wurde hier vordergründig ad absurdum geführt, jedoch liegt dieser fast schon radikale Wechsel absolut im Trend der Zeit, wenn die ganze Welt über Klimakatastrophe und nachhaltiges Wirtschaften redet. Einen ersten Eindruck von McDonalds grün-weiß gibts im Flagship Restaurant am Flughafen in München und die fixen Franzosen haben auch schon mal ihren kompletten Webauftritt (www.mcdonalds.fr) auf das neue Design angepasst.
Ich persönlich finde, egal ob grün oder rot, Hauptsache die Pommes schmecken weiterhin so lecker und die Refill-Anlage spuckt genug Coke Light aus.
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Blau-weiße Ankleidezimmerromantik
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Andere Länder, andere Sitten
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Unmöglicher Antrag
Vor geraumer Zeit habe ich breits schon mal ein paar Zeilen über das heutige Thema geschrieben. Über die Irrungen und Wirrungen beim Versuch die Unterlagen von der Corvinus Universität Budapest an der hiesigen Universität in Bamberg beim allmächtigen Prüfungsausschuss einzureichen. Jeder Normalsterbliche denkt sich nun sicherlich, dass dies doch kein Problem darstellen sollte. Prüfung schreiben, Zeugnis einreichen, fertig. Dem naiven Gutmenschen wird an der Bamberger Uni schnell jegliche Illusion geraubt – Bürokratie in ihrer reinsten Form bestimmt das Geschehen.
So muss man nicht nur vor dem Aufbruch ins Ausland schriftlich darlegen ob die Fächer von Inhalt, Umfang und Prüfungsart mit den örtlichen übersteinstimmen, sondern dies muss man nach Rückkehr nochmals durch die jeweiligen Resortleiter bestätigen lassen. Warum? Ich weiss es nicht, könnte ja sein, dass mittlerweile ein Professor seine Meinung geändert hat, aber dann wäre es ja eh bereits zu spät. Nun ja, man fügt sich in sein Schicksal und klappert nochmal alle Lehrstühle ab bzw. beauftragt wegen diverser Verpflichtungen einer 40 Stunde Arbeitswoche (ohne Überstunden zur berücksichtigen) verlässliche Freunde damit. Läuft… denkt man, bis man die SMS bekommt, dass diese relativ unbedeutenden Unterlagen zum Abzeichnen nur von einem höchstpersönlich abgegeben und abgeholt werden dürfen, es sei denn mit schriftlicher Vollmacht und Ausweiskopie. Ähm ja, der Sinn und Zweck dieser Prozedur ist mir bis dato verborgen geblieben. Es gibt schlichtweg keinen, außer Schikane. Von größeren Fälschungswellen für Fremdstudenten um deren Notenbild heimlich zu verändert, ist mir zumindest nichts bekannt.
Aber man tut auch das, ein paar Vollmachen und Ausweiskopien und denkt sich, jetzt müsste das Thema baldigst erledigt sein. Pustekuchen! Hier zieht der Lehrstuhl mal eben 500m weiter ins Nebengebäude um und ist für Monate, dort gibt es einen Professorenwechsel und niemand weiß wer seine heilige Unterschrift auf die Auflistung setzten darf. Darf es der neue Professor oder muss man den alten wieder aus der Rente zurückholen lautete die Gretchenfrage meines planlosen Gegenüber? Fast konnte ich ein wenig Panik verspüren. Wie dem auch sei, es dauert… Tage, Wochen, Monate. Und dazwischen muss man ständig beim Prüfungsamt um Fristenaufschub bitten und betteln, weil es zu Verzögerungen kommt nicht nicht im Einflussbereich von einem selbst liegen.
Ein Anruf, die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich denke, endlich alles paletti, aber nein, sie verstehe das universitätseigene Dokument nicht. Ich solle doch bitte in die Uni kommen und es ihr erklären. Lästig, aber ich bin ja nett und so habe ich also meinen Arbeitsplatz für eine Stunde verlassen um dort nichts weiter zu tun, als mit einem blauen Textmarker nochmal die beiden Spaltenüberschriften zu markieren. „Ach so, jetzt verstehe ichs“, gückt mich die gute Frau an – schön für sie. Ich verstehe sie mittlerweile nicht mehr, diese Hochschulwelt.
Endlich, alle Unterschriften sind am richtigen Ort, man hat sich offensichtlich doch für den aktuellen Lehrstuhlinhaber zur Unterschrift entschieden und auch der Umzug scheint erfolgreich geschafft. Eine echte Odysee durch sämtliche Instanzen, neigt sich vermeintlich dem Ende. Voller Vorfreude und Selbstzufriedenheit gehts zum Prüfungsausschuß, ich zücke das Paket und ein Mitarbeiter schaut mich verdutzt an. „Der Ausschuß, hat vor wenigen Wochen gewechselt, Sie müssen jetzt zum neuen Vorsitzenden der Prüfungskommission.“ Neeeeeiiiiiinn!!! Er konnte mir gerade noch sagen wer das ist, wo ich diesen finde, dafür reichte es schon nicht mehr. Herzlichen Dank, Servicewüste Uni Bamberg. Zum Glück gibts noch ein paar ehemalige Kommilitonen, die mir per Handy weiterhalfen: Anderes Gebäude, einige Straßen weiter, ganz hinten rechts im Erdgeschoss. Ich also meine Sachen wieder eingepackt und mich auf den Weg dorthin gemacht. „Prüfungsausschuß Zi. F354″, prangert es auf einem Zettel an der Sekrtatiatstüre. Na gut, Aufzugknopf gedrückt und mit dem altersschwachen Gefährt in den dritten Stockt gefahren. Endlich die Türe des besagten Zimmers ist nah, ich drücke die Klinke und… mist… es bewegt sich nichts. Verschlossen! Ich fühle mich im falschen Film, suche nach Hinweisen – da, ein weiterer Zettel. „Einreichung von Unterlagen nur Mo. und Mi. 10 – 12 Uhr“. Ja, ich fühle nicht nur so, ich bin im falschen Film. Nun ja, also habe ich die Unterlagen jetzt wieder hier neben mir am Schreibtisch liegen und bin gespannt wie lange ich noch dazu brauche, damit diese Dokumente endlich beim Prüfungsausschuss landen. Keep you updated.
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Blau

Fotoshooting mit einer leeren Flasche Wodka SKYY.
Weitere Bilder hier.
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Herzlichen Golfburtstag

Heute, am 3.11. um 9:37 Uhr – ein knappes halbes Jahr nach Bestellung – war es endlich soweit, ich führ als mehr oder minder stolzer Besitzer meines neuen fortbewegungstechnischen Gebrauchsobjekts mit der Typenbezeichnung Volkswagen Golf VI TSI vom Hof des Autoladens meines Vertrauens.
Sieht gut aus, fühlt sich gut an. Ich mag sie, die ein wenig grimmig dreinblickende Optik des Golfs, die das Böse auf der Straße hinter einem widerspiegelt. Dabei gilt natürlich rauhe Schale, weicher Kern, weil ich selbstverständlich trotz der kantigen Scheinwerfer immer noch nett und freundlich am Steuer bleibe. Zumindest dann, wenn ich mich bald durch die ganzen Sonderfunktionen, Schalter, Lämpchen und Displays gepaukt habe und ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich mit dem Auto spazieren fahre und nicht umgekehrt. Schöne klare Linien, klassisch-funktionell, ohne überflüssigen Schnick-Schnack und störende Elemente. Tolles Automobildesign und das alles noch auf gehobenen Ambienteniveau wie es vormals nur Automobilen aus München oder Stuttgart vorbehalten war. Super praktisch für mich und mein 1,5 l Pepsi Max Flaschen sind die großen, extra hierfür dimensionierten Seitenablagen und als Clou gibts zwischen den beiden Cupholdern in der Mittelkonsole noch einen integrierten Flaschenöffner. Na dann Prost, natürlich alkoholfrei!
Netter Zufall im Laufe des heutigen Tages, dass just gegenüber meines Parkplatzes im Hain der Urahn der Golfdynastie in gleicher Farbgebung seinen Parkplatz einnahm. Da musste ich natürlich gleich mal die Gelegenheit zum Generationentreffen nutzen, was meine Kollegin dann auch bildtechnisch dokumentiert hat.
Und noch ein Lächeln geschenkt bekommen. :-)

Hatte ich schon mal erwähnt dass ich auf Osteuropäerinnen stehen?!
Überraschende Abendgrüße aus Budapest von Olga (SVK) und Evhenia (UKR) bekommen – ach wie ich die Donaumetrolope und das dortige Leben doch vermisse…
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Ein neues Lächeln geschenkt

Wenn Freunde gehen, dann ist es schön, wenn sie Bleibendes hinterlassen. Mein bester Freund Steffen bricht heute seine Zelte in Bamberg ab und wird fortan als Germanys Next Top Zahnarzt in einer der Elitepraxen des Landes in Memmingen sein implantologisches Kunsthandwerk ausüben. Er geht, das stimmt mich natürlich traurig, denn wir können nun nicht mehr Abends kurz zum Fastfoodtempel unseres Vertrauens düsen um dort unsere Sozialstudien zu betrieben oder durch Bambergs Altstadt schlendern und uns über Lebenswerte und Lebenswertes austauschen.
Bleibendes hinterlassen, das hat er auf jeden Fall getan – emotional und auch materiell. Beschränkt auf letzteres ist die meine neue Zahnkrone aus Keramik, welche heute fachmännisch ihren Weg in meinen Mund fand, eindeutiges Indiz. Glücklich hat er mich gemacht, dass ich nun endlich wieder ein komplett natürliche wirkende Zahnreihen mein Eigen nennen kann, und ich wette mit Euch, dass niemand errät welcher Zahn quasi fake ist.
So wünsche ich meinem Frisurgenossen und Freund im Geiste einen guten Start im Allgäu und freue mich, dass er mir zum Abschied noch ein bleibend neues Lächeln geschenkt hat. Danke Steffen.
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