Vor einiger Zeit bin ich durch den Hübscher in der Bamberger Innenstadt geschlendert und mir viel bei den Bestsellern gleich ein durchaus ungewöhnliches Buchcover auf: Weiß, mit schwarzer stilisierten Scheitelfrisur und ebenso schwarzen Balkenschnurrbart, der sich bei genauerem Hinsehen als Titel entpuppte: Er ist wieder da. Man muss kein diplomierter Historiker sein um binnen weniger Sekundenbruchteile zu kombinieren, dass es sich bei der Hauptfigur des Buches nur um Adolf Hitler handeln könnte. Doch dieses Buch ist anders, ich habe kurz den Klappentext gelesen, mehrmals geschmunzelt und gelacht und entschlossen die Hörbuchversion dem Bestsellers von Timur Vernes zu erstehen.
Der Inhalt ist wirklich witzig und bissig erzählt. Hilter erwacht etwas benommen im heutigen Berlin und muss sich in der jetzigen Zeit mit seiner eigenen historischen Figur zurechtfinden. Eine durchaus bittere Satire auf die heutige Zeit aus der Sicht des ehemaligen Führers. In der Blitzreinigung Yilmaz wird er dabei, ob mangelnder Geschichtskenntnis, als Stromberg aus Switch (dor gibt es eine Hitler-Auswanderer-Parodie) gefeiert. Er legt Frau Künast eine Partnerschaft seiner Idee und der Grünen nahe, da der Ostkrieg ja eigentlich auch keine anderen Ziele hatte, wie eine Autarke Energieversorgung, so wie das jetzt mit Windkraft und Solarzellen funktioniert Der NPD wird ordentlich der Marsch geblasen, wie unsinnig deren Programm aus seiner Sicht ist und wird nach einem anschließenden Überfall durch die deutsche Politik zum nationalen Paradeopfer rechter Gewalt hochstilisiert. Er hält der Gesellschaft und der Politik einen Spiegel vor und bei den nicht ausbleibenden Sympathien für Hilters Ansichten über die Welt 2012 muss man sich immer wieder zwingen vor Augen zu halten, dass hier der größte Verbrecher der Menschheit durch Christian Maria Herbst spricht.
Das Buch ist auf jeden Fall ein netter Zeitvertreib. Wenn man mit dieser Art von Satire kein Problem hat, dann bekommt man als Leser oder Zuhörer ein paar Stunden unterhaltsamen Spaß.





