Emdzei


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Neues Schmuckstück


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Beim ehemaligen Mahrs Bräu Keller am Oberen Stephansberg tut sich was. Die Renovierung am Äußeren des Gebäudes sind bereits im fortgeschrittenem Stadium und durchaus gelungen. Ich bin gespannt auf das fertige Objekt, das nach den gescheiterten Biergarten- und Hotelplänen (Bericht von inFranken.de – 2011) nun wohl dem reinen Wohnzweck dienen soll.

 

Bild: BR/Bauriedl


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TV-Kritik: Bamberger Reiter


Bild: BR/Bauriedl

Lange haben die Krimi und Bambergfans auf den gestrigen Abend gewartet. Voller Vorfreude und mit einem gesunden Maß an Spannung ließen sie sich auf den oberfränkischen Sofas und Sessel nieder, um ab 20:15 Uhr zur Prime Time dem BR-Heimatkrimi “Bamberger Reiter” zu frönen.

 

Geringer regionaler Bezug

Zwar hatten die Darsteller um Komissar Peter Haller alle schön brav den oberfränkischen Zugenschlag gepaukt, aber viel mehr Stimmung aus dem so herrlichen Bamberger Mikrokosmos, der so viele schöne Episoden dargeboten hätte, wurde leider nicht transportiert. Ohne Namen zu nennen, kann ich zwar auch Amour Fous zu dritt im katholischen Bamberg bestätigen, aber dass es eine typische Westernreiter-Szene in der Region gibt, ist mir nicht bekannt. So war es am Ende dann doch eher ein Krimi im Nischenreitermillieu anstatt einer mit typischen Bamberger Lokalkolorit. So hätte der Film auch irgendwo in Nordrein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern oder in Texas spielen können.

Da reichte es auch nicht, dass auch einem alten braunen VW Passatlimousine lokale Ökosprüche aus den 80igern prangerten. Oder dass die reizende Buchhändlerin nach einer Liebesnacht mit dem Komissar in einem der wunderschönen Treppenaufgänge der alten Bamberger Bürgerhäuser steht.

Es hätte ein durchaus besonderes Krimi-Machwerk entstehen können, hätten sich die Macher noch ein wenig mehr auf die städtebauliche Schönheit Bamberg und dem Treiben der Menschen eingelassen anstatt Rosamunde Pilcher in Burgebrach drehen zu wollen. Zwar wurde im anschließenden Making-of der Regisseur zitiert, dass er sich eben nicht von dieser beeindruckenden Kulisse vereinnehmen lassen wollte um die Story nicht in den Hintergrund zu stellen, dennoch fragt sich der geneigte Einwohner “warum nicht?”. Wo war der omnipräsente Klerus? Wo waren die typischen Marktfrauen? Wo war die bekannte Brauereikultur? Wo war die attraktive Studentenstadt? Wo war das prächtige Weltkulturerbe?

 

Ein neuer Plot muss her

So wie dargestellt sind wir nicht, meine lieben Rundfunkgebührenbezieher. Wenn schon Oberfranken, dann bitte auch richtig. Voll und ganz und ohne Kompromisse. Andere Heimatkrimis, wie “Sau Nr. 4″ oder “Erntedank” machen es vor. Es wird also Zeit für einen neuen Bamberger Krimi-Plot. Wie wäre es wenn Citymanager Klaus Stieringer von gedungenden Verbrechern eines nationalen Braukonzern  mit dem Schlenkerla Braumeister verwechselt wurde? Anschließend stehen sowohl die  Bamberger Grünen, wie auch die lokale Brauerprominenz um die Michls und Kalbs der Stadt in Verdacht? FT-Starreporter Wehner und Stieringer-Spezl Ehlers ermitteln auf eigene Faust und decken weitere Machenschaften auf. Die Bamberger Brauereien werden erpresst und ein zwielichtiger regionaler Baulöwe hat auch noch seine Finger im Spiel. Plötzlich fehlt von den beiden jede Spur und die Komissare Dechandt und Dotterweich stehen mächtig unter Druck. Die Bockbiersaison steht bevor, zwei Berliner Touristen sind nach einem Brauereibesuch tödlich vergiftet worden und die Erpresser drohen mit weiteren Anschlägen auf das Bamberger Bier und seine Konsumenten.

In diesem Sinne, frohes Ermitteln!

 

Weiterführende Links:

“Bamberger Reiter” auf der BR-Website

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Brotzeit am Land: Geisfeld vs. Roßdorf


Brotzeit auf dem Lande ist in Bamberg ein beliebter Zeitvertreib, egal ob Afterwork oder als keiner Wochenendausflug. Fährt der geneigte Städter in Bamberg Ost mit dem Auto oder dem Drahtesel, auf den gut ausgebauten Radwegen, an der Muna entlang Stadtauswärts liegen die Ortschaften Geisfeld und Roßdorf am Forst gleich hinter dem beschaulichen Waldstück und vor der Hügelkette mit dem prägnanten Kälberbergsender.
Beschaulich geht es dort zu, aber auch zünftig. Denn dort befinden sich meine beiden Lieblingsgaststätten im Umland, zu denen ich traditionell mit Familie und Freunden schon seit Kleinkindertagen pilgere. Zeit, beide Ort der Geselligkeit mit einer Prise Landluft unter die Lupe zu nehmen: Brauerei Sauer versus Brauerei Krug.

Bier:

Sowohl in Roßdorf wie auch in Geisfeld vertraut man auf Selbstgebautes in Kleinmengen. Beide Biere schmecken süffig und gut, so wie eben ein oberfränkisches Landbier schmecken muss. Kein Wunder, dass die Einheimischen mit den klassischen grau-blau-verzierten  Tonkrügen am Ausschank stehen und sich das frische Gebräu literweise direkt vom Fass abfüllen lassen.
Kleiner Vorteil bei der Brauerei Sauer in Roßdorf: Hier kann man sich noch die oder andere Bügelflasche frisch aus dem Lagerkeller mit nach Hause nehmen. Ein Angebot, das ich immer gerne annehmen und nicht zu Unrecht wurde die Brauerei mit dem European Beer Star ausgezeichnet.

Brotzeit und Essen:

In Geisfeld gibt es m. E. den allerbesten Ziebeleskäs weit und breit. Genau richtig in der Konsistenz mit der richtige Anzahl und Größe der cremigen und gestockten Bestandteile im Quark. Wer weiß, wie gerne und häufig ich Ziebeleskäs konsumieren, der weiß auch dass dies ein echter Ritterschlag für die Brauerei Krug ist. Einfache Handwerkskunst und ohne viel Schnick-Schnack mit frischem Brot und Butter. Sau lecker! Auch die anderen kleinen Brotzeiten schmecken echt und gut.
In Roßdorf gibt es den zweitbesten Ziebelskäs im Umland, dafür noch weit mehr Auswahl an schmeckenden warmen Speisen wie z. B. ein echtes Pfannenschnitzel mit Riffelpommes. Wer also etwas mehr Hunger mitbringt, der sollte den Weg nach Roßdorf antreten. Enttäuscht wird er dort keinesfalls, denn beide Gasthäuser bieten eine echte oberfränkische Küche ohne Michelin-Führer-Ambitionen, wo es einfach noch richtig schmeckt – fast so wie bei Muttern.

Ambiente:

Uriger geht’s in Geisfeld zu, das klassische Dorfgasthaus mit allen Protagonisten die man sich so vorstellen kann. Da gibt es einen einfachen alten aber sehr gepflegten Gastraum, ein Vorzimmer im Windfang mit Stammtisch und die gemütlich Terrasse. Auch nach dem vierten Bier findet man sich noch tip-top zurecht. Besonders witzig das Schild an der Türe mit den Öffnungszeiten: „Sonntag: nach dem Gottesdienst“. Ab und zu, wenn man Glück hat, führt ein Stammgast noch seine dralle Blondine, Stil “Hot MILF”, aus und auch irgendwie vor. Er unscheinbar, sie eine ansehnliche Erscheinung die dies meist mit riesen Dekolleté und kurzer oder knallenger sonstiger Bekleidung mehr als nur akzentuiert. Dazu schein sie mit allen halbwegs attraktiven männlichen Gästen unterschwellig auf Flirtkurs zu sein. Ich glaube, das ist ein Rollenspiel der beiden.

Die Brauerei Sauer ist ein wenig hochwertiger aber nicht ungemütlicher eingerichtet. Im Innenhof sitzt man wunderschön im Freien und für die Kids gibt’s einen kleinen Spielplatz vorne dran. Die Gaststätte mit nicht mehr ganz moderner Holzvertäfelung biete viel Platz und ist trotzdem immer rappelvoll. Statt draller Blonden gibt es einen echten, alten Schankwirt, der dem „Schlenkerla“ von der Gangart her alle Ehre machen würde. Kein Freund großer Worte oder Freundlichkeit ist, aber irgendwie perfekt dazu passt. Dafür sind die restlichen Bedienungen umso freundlicher und es geht irgendwie emotionaler als in Geisfeld zu.

Tragödienfaktor:

Vor vielen Jahren hat sich der Chef der Brauerei Krug beim Reinigen der Waffe selbst erschossen. In Roßdorf gibt es keine berichtenswerte Tragödien dieses Ausmaßes. Die einzige, die ich dort jemals mitbekommen haben war, dass eine mutmaßliche Heiratsschwindlerin mit stark sächselnden Akzents dort ununterbrochen auf “ihr” ca. 80-jähriges, den Tränen nahe, einheimisches Bauern-Opfern einredete. Es ging um Geld, Erbe, Grundstücke und dass ihr schon bewusst war, dass seine Kinder sie nicht sonderlich mochten. Der Abend war durchaus unterhaltsam und interessant.

Anfahrt:

In circa 10 Minuten schafft man es in Bamberg ins Auto einzusteigen und die jeweiligen Türen der Gaststätten zu gehen. Man muss sich nur vor Geisfeld entscheiden ob man lieber geradeaus in den Ort fahren möchte oder man die Muse besitze das Steuer nach links zu reißen und Richtung Roßdorf abzubiegen. Falls man zu Wochenbeginn doch mal die Ruhetage verwechselt ist man demnach auch schnell am jeweils anderen Ort und braucht sich nicht lange zu ärgern.  Lediglich hinsichtlich der Kreativität der Fahrtwege bietet Roßdorf am Forst mehr Auswahl wieder nach Bamberg zu kommen. Das ist vor allem bei der An- und Abreise mit dem Rad durchaus nicht unerheblich, wenn man mit vollem Magen nicht mehr den Berg hinaus nach Geisfeld strampeln will.

Was es sonst noch zu sagen gibt:

Besonders gelungen sind die neuen Sanitären Anlangen inkl. Wickeltische in beiden WCs sowie Kinderspielflächen in Roßdorf. Zudem gibt es dort, wenige Meter weiter im schönen Dorf auch noch den Felsenkeller der Brauerei Sauer,  aber irgendwie zieht es mich immer in den herrlichen Garten am Stammhaus.

Fazit:

Einen klaren Gewinner kann man nicht ausmachen. Irgendwie gewinnen immer beide Brauereigaststätten gegen den Rest im Umland, auch weil hier das Preis-Leistungsverhältnis noch passt und ich mich dort einfach wohl fühle. “Never change a winning team” und so halte es auch ich mit mir und dem Brotzeitmachen auf dem Lande. Wo es letztendlich hingeht ist meist eine, im wahrsten Sinne des Wortes, Bauchentscheidung. Richtig schmecken tut es sowieso, dort oder da. Absolut empfehlenswert!

Im Web:

www.brauerei-krug.de
www.brauerei-sauer.de 

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Spezi Keller vs. Wilde Rose Keller


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Heute lest Ihr den Auftakt zu einer neuen Serie aus Bamberg und der Region. Ich werde regelmäßig zwei Orte oder Einrichtungen der selben oder ähnlichen Gattung vergleichen und meine Erfahrungen widerspiegeln und Empfehlungen geben. Den Anfang machen, was sonst, die beiden beliebtesten Bamberger Bierkeller.

Bamberg ist mit Fug und Recht das Mekka der fränkischen Biergartenkultur. Statt auf einem flachen Stück Land, haben sich die Bierschankflächen direkt auf den kühlenden Kellern der Brauereien angesiedelt, deshalb heißt es in Bamberg auch „wir gehen auf den Keller.“

An der Spitze der Keller in der Domstadt stehen der Spezial Keller und der Wilde Rose Keller, die beide Rücken an Rücken am Hang des Kaulbergs beheimatet sind. Es ist schwierig einen eindeutigen Platzhirsch auszumachen, beide haben ihre überzeugten Fanlager. Deshalb möchte ich hier einen kleinen Vergleich anstellen.

Bier:

Grundsätzlich schmeckt das fränkische und insbesondere das Bamberger Kellerbier eh besser als alle andere Biere dieses Planeten. Mir schmeckt das Bier auf dem Spezial Keller einfach einen kleinen Tick besser. Woran es liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht ist es einfach der gewohnte Blick in Herrn Löhrs Gesicht oder das Lächeln von Katarina Löhr hinter der Theke und dieses herrliche Klappergeräusch, wenn die Geldstücke in der urigen metallenen Spezialkassette aufschlagen.

Essen:

Ich bin ein bekennender Ziebeleskäs-Fan. Somit muss diese Brotzeit auch Benchmark für den Vergleich sein. Auch hier schmeckt es mir auf dem Spezial Keller einen Hach besser als nebenan. Dafür gibt es dort die besseren Alternativen wie Zwetschgenbamers, Emmentaler vom Rad oder leckere Riffelpommes von einer mehr als kernigen Thekenfrau. Optisch den Anmut eines kräftigen fränkischen Brauers mit Starkstromfrisur, die Freundlichkeit eines DDR-Grenzers am Checkpoint Charly und im Kommandotons eines Obersturmbannführers, wenn sie laut „ainmaal Bommmäääs!!!“ in die Küche plärrt. Das muss man erlebt haben, einfach Kult, einfach herrlich!

Noch mehr Essen:

Der nüchterne Eisautomat, versteckt in der hinteren Ecke am Spezial Keller ist vielleicht nett gemeint, aber es geht nichts über die Süßigkeiten- und Limotheke des Wilde Rose Kellers. Da wo es knusprige Brezn, Gummischlümpfe und andere Kleinsüßigkeiten liebevoll abgepackt in nostalgischen Papiertüten gibt.

Ambiente:

Jeder Keller hat sein ureigenstes Ambiente. Natürlich ist der Spezi Keller bekannt für seine tolle Aussicht auf den Vierkirchenblick und über Bambergs Innenstadt. Da geht einem immer wieder das Herz auf und man singt innerlich frei nach OB Starke „Bamberg ist die schönste Stadt der Welt“. Aber auch die vielen Bäume und die typischen Biergartentische, flankiert von der alten verzierten Holzbühne am Wilde Rose Keller haben ihren Reiz. Vorteil Spezi Keller.

Was es sonst noch zu sagen gibt:

Bei den sanitären Anlagen hat klar der Wilde Rose Keller die Nase vorne, besonders beeindruckt bin ich vom eigenen Spuckbecken im Herren-WC, wenn man doch mal ein paar zu viel getrunken hat. Gleiches gilt für den großen Spielplatz und auch die Parkplatzsituation. Am Spezi Keller laufen junge Kellner durch die Reihen, bei denen der Gast bestellen kann. Das dauert aber erfahrungsgemäß meist länger, als wenn man sich auf den Weg nach vorne zum Ausschank oder der Ausgabe macht.  Am Wilde Rose Keller laufen hingegen alte Damen mit Leiterwagen durch die Reihen, die das benutzte Geschirr abräumen. Es muss jeder selbst wissen, was er bevorzugt.

Fazit:

Es gibt zwei Gewinner und keinen Verlierer. Viel mehr ist es Tagesform abhängig, welchen Typ Keller man gerade bevorzugt. Ob man am meist sehr vollen Spezial Keller Geselligkeit am Tisch mit anderen sucht oder man mehr Chance auf Privatsphäre am Wilde Rose Keller hat. Summa summarum ist es schon ein Luxusproblem sich hier entscheiden zu müssen.


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Schöne neue Foyerwelt


Wer ab und zu der schönen Bamberger Altstadt frönt und zu Fuß durch vom Zinkenwörth hinaus an den Mühlen vorbei hinaus zur Judenstraße schlendert, dem ist sicherlich aufgefallen, dass am Hotel Nepomuk Bauarbeiten im Gange sind.
Hier zu da stehen war noch Baugeräte und Säcke voller Baumaterial, aber man sieht bereits, dass hier tolle Arbeit geleistet wurde und Bamberg um ein Schmuckkästchen reicher erscheint.

Wo noch vor wenigen Wochen ein tristes, graues Tor auf eine Garage hinwies, leuchtet jetzt das helle, einladende Licht des neuen Eingangs und Foyers. Daneben, hinter den großen, bis zum Boden reichenden Fenstern erstreckt sich nun eine Showküche mit herrlichem Blick auf das Wasserschloss Concodria samt kleinen Tafelsaal, wo gestern ein dutzend Menschen sichtlich Spaß am kulinarischen Genuss hatten.

Ein Spaziergang über die Mühlen lohnt sich also, um die Neuerung am mitten im Wasser stehenden Hotel- und Restaurant zu bestaunen. Es ist schön geworden und schmiegt sich mit seinem Baustil aus Tradition und Moderne herrliche in die Umgebung ein.

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