Meine Nikon V1 und Zubehör haben, nach ein wenig Suche, ein neues cooles Zuhause von der finnischen Marke Golla gefunden. “Izzy” ist eine nahezu maßgeschneiderte Fototasche in leuchtend gelb.
Außen beschichtet und wasserabweisend, innen aufteilbar inklusive Reißverschlußfach und dabei vor allem nicht zu groß. Genau richtig für eine Systemkamera mit Zubehör wie Blitz, zweites Objektiv und Speicherkarte.
Archiv der Kategorie: Kunst und Kommerz
Karoliebe
Tukurdesque
Ulrich Tukur ist zweifelsohne einer der allerbesten deutschen Schauspieler. Egal ob als TV Kommissar mit Gehirntumor im Tatort, als skrupelloser Stasi-Mann bei Das Leben der Anderen oder vielen weiteren herausragende TV- und Kinoproduktionen, Tukur bleibt durch seine Rollen stets nachhaltig in Erinnerung.
Nur wenige wissen, dass neben der Schauspielerei seine Liebe der Revue- und Tanzmusik der 1920iger – 50er Jahre gilt. Davon konnte, nein durfte sich Bamberg zu Beginn dieser Woche überzeugen. Zusammen mit seinen skurril wirkenden Rhytmus Boys schmetterte der Schauspielstar mit Klavier, Elektroorgel und Ziehharmonika ein herrliches Stück nach dem anderen, irgendwie zwischen Melancholie, Beschwingtheit und Klamauk. Unterbrochen von hervorragenden und aberwitzigen, teils grotesken Bühnenspieleinlagen mit schier unbeschreiblichen Albernheiten. Wunderbar leicht, aber gar nicht seicht und dennoch schwer zu begreifen und schon gar nicht zu beschreiben. Grandios!
Selten ist es zu beobachten, dass bei einem Konzertereignis Menschen jeglicher Generation und sozialen Milieus einhellig die Köpfen im Rhythmus bewegten – von der Omi mit Krücken bis hin zum jungen Studenten. Das Quartett hat es auf jeden Fall geschafft generationsübergreifend zu begeistern und mit ihren Theatereinlagen die Lachmuskeln des Publikums aufs äußerste zu strapazieren.
Note: 1 mit *
Beoachtungen aus der Mediaberatung
Ich blicke nun auf fast ein Jahr Mediaberatung in der fränkischen Provinz zurück. Darf ich mich vorstellen, ein verwunderter, teils frustrierter und vollen Ideen und Visionen steckender Berater für Cross- und Online-Media. Es gibt in der Tat Unternehmen, die zwar über eine stattliche Mitarbeiterstab verfügen, jedoch im Bereich Marketing und vor allem Online schwach auf der Brust wie Mena Suravi sind.
Sie sind teilweise auch versaut und desillusioniert von der Fülle an mehr oder weniger seriösen Media-Angeboten. Da werden zahlen kolportiert die fernab jeder Realität sind, da werden Kunden in Jahrespakete genötigt, da werden wissentlich ungeeignete Medien aufgeschwatzt, um eine möglicht hohe eigene Provision einzustreichen. Medienberater steht auf den meisten Visitenkarten und klingt bei genauerem Hinsehen manchmal wie blanker Hohn. Allein mit 50-60 regionalen Media-Angebote sind örtliche Geschäftsleute jeden Monat konfrontiert. Man muss sich schon fragen, wie es die Geschäftsleute hier eigentlich noch schaffen ihrem eigenen Business nachzugehen.
Dabei wird häufig mit Mondpreisen und Megarabatten argumentiert, viel zu wenig wird die Frage nach dem gestellt, was der Kunde in seiner spezifischen Situation eigentlich braucht. Viel zu wenig wird Mediaberatung mit Marketingfachwissen angeboten. Viel zu wenig wird miteinander an individuellen Gesamtkonzepten gearbeitet, stattdessen gibt es ein Hauen und Stechen, dass jeden Buds Spencer Film zum Kindergeburtstag mutieren lässt. Unsere Kunden müssen sich auf die Beratung verlassen können, eine Beratung die Zielgruppen, Kommunikation- und Mediawirkung berücksichtig; eine Beratung die nicht beim Sales aufhört, sondern fortlaufend eng begleitend mit kontinuierlicher Erfolgsanalyse ist. Zumindest einen grauen Peter muss man jedoch auch vielen Geschäftsleuten zuschieben. Sie sind teils noch zu sehr im klassischen Denken”columns x mm and forget” verhaftet und möchten sich oft selbst kaum Gedanken um ihre eigene kommunikative Außenwirkung machen.
Diese sollten sich auch die vielen Verkäufer machen, welche Erwartungshaltung sie als MedienBERATER bei den potentiellen Kunden wecken. Dass viele Kunden überrascht sind, dass sie eine Analyse und Beratung erhalten anstatt ein “los machen sie das” zeigt, dass viel falsch läuft.
Sex sells… a lot!
Heute habe ich ein wirkliches Best Practise Beispiel für gelungende und ansprechende Online Werbung gefunden. Die Mode Brand Jack & Jones macht sich rührenderweise Sorgen um die männliche Fitness und möchte uns mit einem ansprechenden Online-Fitness-Programm so in Form bringen. Ganz zufällig möchten sie damit auch noch ihre körperbetont geschnittenen Produkte an den Mann (im wahrsten Sinne des Wortes bringen). Zu beginnt der Kampagne steht dieses kleine Video, in dem die Marke auf unerwartete Nebenwirkungen ihrer neuen Männermode hinweist und zugleich ihre ganz eigene Art der “Social Responsibility” verbreiten.
Animiert vom dort dargestellten Worst Case, darf sich der geneigte Mann dann im Jack & Jones Fitness Club (< unbedingt klicken!) dann ran ans Werk machen und kommt nicht nur ob der körperlichen Übungen ins Schwitzen. Die leicht bekleidete, brünette Fitness Trainerin , die über den Bildschirm hüpft und uns audiovisuell mehr als anspricht, trägt deutlich zum Seelenheil jedes männlichen Wesens bei – und das in vier verschiedenen Stilrichtungen.
Insgesammt eine wirklich gelungene Online Kampagne, bei der die Zielgruppe (Mann) “passgenau” angesprochen wird (so wie sie es eben gerne hat) und ein netter Zusatznutzen suggeriert wird. Sex sells… a lot!
Endlich…
Im Herbstkatalog 2008 habe ich bei Eddie Bauer ein schönes Jäckchen erspäht – gewachst und dunkelgrün. Also gleich online gegangen, Bestellvorgang in gefühlten 19 Schritten abgeschlossen und vor dem finalen klick lapidar darauf hin gewiesen worden “Angebot ausverkauft”. Wohlgemerkt war das bereits im August!
Nun ja, ein Jahr später blättere ich wieder den Eddie Bauer Katalog durch und entdecke freudestrahlend erneut die gleiche Jacke. Wieder habe ich mich umgehend an Online-Bestellportal gemacht, bin die gefühlten 19 Schritte gegangen und siehe da, vor dem letzten Klick kam wiederum die ernüchternde Nachricht “Angebot ausverkauft. Wiederum im August.
Mittlerweile ist es 2010, wir schreiben den August und ich werfe mal wieder den obligatorischen Blick in den US Klamottenkatalog. Auf Seite 32 finde ich wiederum, im Seitenlayout seit zwei Jahren unverändert, diese Fieldjacke unter der Artikelnummer 169281X für konstante € 169, die als perfekt für einen langen Spaziergang angespriesen wird. Nach einigen Stunden des überlegens, ob ich den dritten Versuch wagen sollte und ob ich den dritten Korb des Warenkorbs verkrafte, habe ich mich dann doch mutig entschlossen den Bestellprozess in Angriff zu nehmen. Kummuliert machten das dann gefühlte 57 Schritte. Diesmal hat zu meiner großen Freunde sogar der letzt Klick funktioniert, ohne jegliches Zurückweisen des Online-Interface. Ich freu mich schon, aber diese jäh durch eine E-Mail unterbrochen wird, dass der Artikel meiner Begierde momentan nicht Lieferbar sei. Ich müsse 3-4 Wochen warten. Uff…
Und heute war es endlich soweit, nach gut 3 Jahren des versuchten Jackenkaufs – mittlerweile habe ich ca. 6 andere Modelle erworben und wieder zum Anbieter wegen Nichtgefallens zurück gesandt – kam endlich die Lieferung im dünnen Pappkarton. Jetzt kann ich endlich aufbrechen zu den langen Spaziergängen, wie probagiert. Ende gut, alles gut.
Trifft voll ins Schwarze
Hier haben die Kreativen mal alles richtig gemacht. Eine schöne, sympathische und witzige Werbung mit treffenden Inhalt und eine tolle Abwechslung zu Marcell Davis von 1&1 und Ottos Fleisch aus dem Toaster, die mir den letzten Nerv rauben.
Business-Spam :-)
Seltsame Sortimentspolitik
Bamberg, 13. Januar 2010 und draußen herrscht strenger Winter. Überall liegt die weiße Pracht und in der Nacht zuvor wurde in der örtlichen Sternwarte mit -17 Grad C Deutschlands Rekordminusgrade gemessen.
Just inmitten einer solchen Gesamtsituation bin ich nun eben auf die absurde Idee gekommen meine Handschuh-Armada um ein weiteres Paar erweitern zu wollen.
Absurd? Jawohl Absurd! Bisher dachte ich auch, dass es nicht viel mehr als den gesunden Menschenverstand benötigt der einen dazu nötig Anfang Januar, mitten in den Wintermonaten, einen Handschuhkauf zu projektieren. So ging ich als fröhlich durch die Tore einer großen Bekleidungsartikelkette und habe mich auf die Suche nach den Winterartikeln gemacht. Nach ein paar Runden erfolgloser Suche nahm ich dann etwas verwirrt die Hilfe des Fachpersonals in Anspruch und trug nett und freundlich mein Anliegen vor.
“Winterartikel, haben wir nimmer, da ist keine Saison mehr. Jetzt ist Fasching und Frühjahr.” Wie vom Donner gerührt stand ich vor dieser überschminkten Mitvierzigerin und meine Augen fixierten halb verzweifelt, halb ungläubig ihren viel zu dominanten Liedstrich. Ich stand nun also da, im dicken Parka, mit Wintermütze und Schneestiefeln und kam mir plötzlich so deplaziert vor. Draußen herrschten klirrende -5 Grad und der Schnee knarrte bei jedem Schritt, und die Bekleidungsfachfrau erzählt mir das jetzt Fasching und Frühling Saison hat? Hilfesuchend um mich blickend konnte ich jedoch nur unzählige dick vermummte Menschen grimmig ihrer Wege ziehen sehen, keinen einzigen habe ich erspäht, der zum Indianerschmuck oder zur Caprihose griff.
Nein, ich ticke doch noch richtig, wer hier total falsch tickt ist die Bekleidungsindustrie! Man muss sich schon Fragen welche strategisch planenden Vollpfosten mitten in der Winterhochsaison sämtliche, speziell hierfür geschneiderten Bekleidungsartikel aus den Regalen verbannen! Wann soll ich das Zeug denn sonst benutzen? Im goldenen Herbst bei +20 Grad?!?
Pommes grün-weiß
Wer kennt sie nicht, die geschwungenen goldenen Bögen mit der schwarzen “McDonalds” Schrift und dem prägnanten Slogan “I´m loving it” darunter. Jeder von uns hat die Schnellrestaurants dieses Fast Food Riesen wohl schon in drei oder gar vierstelliger Häufigkeit besucht und sich an den ganz eigenen Flair der Brand gewöhnt und diesen lieben oder hassen gelernt. McDonalds, das ist rot-weiß und das nicht nur wegen der Pommes, dazu das gelbe M-Symbol, welches eben an just diese, frisch aus der Fritteuse erinnert.
Ist? Nein war! Denn nach den Trends mit gesunden Produkten inkl. Heidi Klum Lächeln und der genialen Zielgruppenerweiterung dank McCafé, wird McDonalds jetzt richtig grün. Das agressive rot ist raus, das hoffnungsvolle grün drin. Die Fastfood-Kette will damit Ihr grünes Engagement und den Respekt vor der Umwelt in den Vordergrund rücken.
Ob Fast-Food in dieser Größenordnung nun tatsächlich nachhaltig und ökoligisch sinnvoll ist, sei dahin gestellt. Ebenso ob wie der Wechsel vom bekannten auf den neuen Farbcode bei den Konsumenten ankommt. Es mögen sich nun einige Ökoaktivisten vom Grün blenden lassen, ebensogut kann es auch sein, dass so manch testosteron-gesteuerter Burger-Liebhaber jetzt lieber bei Burger King seine männliche Essprozedur zelebriert.
Mutig aus Branding-Gesichtspunkten ist der Schritt allemal, “never change a winning team” wurde hier vordergründig ad absurdum geführt, jedoch liegt dieser fast schon radikale Wechsel absolut im Trend der Zeit, wenn die ganze Welt über Klimakatastrophe und nachhaltiges Wirtschaften redet. Einen ersten Eindruck von McDonalds grün-weiß gibts im Flagship Restaurant am Flughafen in München und die fixen Franzosen haben auch schon mal ihren kompletten Webauftritt (www.mcdonalds.fr) auf das neue Design angepasst.
Ich persönlich finde, egal ob grün oder rot, Hauptsache die Pommes schmecken weiterhin so lecker und die Refill-Anlage spuckt genug Coke Light aus.






