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Best Practise Online: McDonalds


Eben bin ich auf ein Best Practise Beispiel der klassischen Bannerwerbung in Zeitungsportalen gestoßen. McDonalds bewirbt auf http://www.sueddeutsche.de seine regionalen Produkten für die Fast-Food-Restaurants. Nicht nur, dass die Tüte Pommes in äußerst leckerer Manier dargestellt ist, auch die ruhige Animation ist angenehm und informativ sowie der Call to Action, der die Kampagne auf eine McDonalds Microsite verlängert.

Dort gibt es dann, grafisch und technisch ebenso äußerst ansprechend, weitere Multimedia Infos zur Qualität der angebotenen Produkte. Sports, Zitate, Detailinfos, Interviews. Danach kennt der Konsument dank bester Useability die Kartoffel, das Rindfleisch, den Salat oder den Weizen besser als seinen eigenen Ehepartner.

Egal ob McDonalds Fan oder nicht. Es lohnt sich auf jeden Fall auf die McDonalds Qualität Seiten zu surfen und auch der Rest der McDonalds Website ist ziemlich gut gemacht.

FC Bayern 0 – Shitstorm 1


Einen PR Gag hat der FC Bayern da also geplant. Ein neuer Spieler sollte exklusiv via Facebook vorgestellt werden und das Fan-Volk hat fleißig “gefällt mir” geklickt. Blöd, dass am Ende der bis dahin eigentlich gut durchgeplanten Social Media Kampagne kein Messi, Ronaldo oder Xavi enthüllt wurde. Bestenfalls noch ein Konterfei des jeweiligen Facebook-Users oder eben nichts, da die Server maßlos überlastet waren.

Ein sogenannter Shitstorm war die Folge, die Medien sprachen gar von PR-Desaster. 1.300 negative Einträge in kurzer Zeit wurden registriert. Dabei darf man durchaus fragen, wie viele Fanseelen Verein, Spieler und Trainer nach der Gladbachpleite verbal zum Fußballteufel gewünscht haben. Sicherlich deutlich mehr und durchaus noch schärfer in der Wortwahl.

Wer schreibt der bleibt – das Geschriebene auf der Pinnwand wird lange ein Dokument des Kampagnenresultats bleiben. Dennoch konnte der FC Bayern München rasch mehr als 21.500 neue Facebook Fans gewinnen. Und die Marke, die Institution hat mehr zu bieten als einen Social Media Auftritt. Zu viele attraktive Elemente hat dieser Club zu bieten, als dass ein nachhaltiger Schaden zurück bleiben könnte. So schnell wie nach dem nächsten Sieg die Fangesänge wieder durch die Allianz Arena hallen, so schnell wird auch diese Aktion wieder vergessen sein. Die Halbwertszeit im Sport ist traditionell sehr kurz. Gemessen an der realen Gesamtfananzahl, kann der FC Bayern München die paar Verärgerten durchaus verkraften. Uli Hoeneß hat hier auf Jahreshauptversammlungen schon mehr rot-weißes Porzellan zerbrochen. Am Ende heißt es dann doch wieder “mia san mia”, oder glaub jemand wirklich dass rote Fans in merklicher Anzahl nun plötzlich Sechziger werden?

Die Aktion hat zwei Dinge bewiesen. Zum einen funktionieren exklusive Inhalte sehr gut um Crowd Sourcing zu betreiben. Ob die Fans bei der Stange bleiben, hängt von der weiteren Contentstrategie ab. Zum anderen darf man Social Media aber auch nicht im Gesamtzusammenhang überschätzen. Es gab schon schlimmere Katastrophen bei deutschlands Premiumclub. Die verpasste Meisterschaft 2011 schmerzt deutlich länger und intensiv, als eine in die Hose gegangene Social Media Aktion.

Die Wahrheit liegt dann doch auf dem Platz und nicht im Netz.

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“Starke” Onlinepräsenz


Zuerst einmal vorneweg, ich möchte hier keine Wahlkampfhilfe leisten und möchten Sie bitten diesen Beitrag auch politisch neutral zu betrachten. Natürlich habe ich auch eine politische Meinung, doch die hat hier nichts verloren. 


Wahlkampf auf hohem Niveau

Beruflich bin ich nah an den Digitalen Medien, ja geradezu darin verhaftet. So begegnen mir bei meinen Surfausflügen viele Onlineauftritte: Gute, weniger gut, schlechte, indiskutable und welche, die wirklich Brechreiz auslösen. Die komplette Bandbreite eben. Vor wenigen Tagen habe ich eine Onlinepräsenz entdeckt, die mich wirklich begeistert hat – sowohl vom Konzept, wie auch von der grafischen und technischen Umsetzung her. Umso mehr, weil sie aus Bamberg stammt.

www.starkes-bamberg.de ist die Hauptseite für die Wiederwahlkampagne des aktuellen Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke. Einfach, einprägsam, interessant, fesselnd. Dazu eine sinnvolle Verknüpfung mit diversen Social Media Kanälen, vom Twitter-Feed des OB bis hin zu Flickr Fotoalben.

Weitere Micrositen mit klasse Ideen.

Nicht nur die Hauptseite weiß mich zu überzeugen, auch die verknüpften Mircosites www.der-starke-weg.de und die interaktive Seite www.starke-fragen.de, welche auch stand-alone mühelos Inhalte transportieren. Während sich hinter erster URL bildgewaltig und übersichtlich, im interaktiven Zahlenstrahl, die vergangenen und zukünftig geplanten Leistungen des Kandidaten verbergen, können Interessierte Bürger dem amitierenden OB auch 140 Zeiten Ihre Frage stellen, die der Politiker dann wenige Zeit später direkt mit einem stilvollen Kurzvideo beantwortet. Schöne Idee, zum einen wegen Projekte und Visionen plakativ und einfach verständlich kommuniziert, wie auch schon die 10 Ziele auf der Hauptseite, zum anderen zeigt der Kandidat Bürgernähe im aktuellen Zeitgeist und erreicht somit auch die Digital Natives, die sonst eher Pirat sein möchten.

Um auch korrekt zu bleiben, möchte ich die federführende Agentur hier außen vor lassen. Im Impressum der Website kann jeder selbst nachsehen.

Wenn Sie zeitgenössischen Screendesign selbst erleben möchte, dem empfehlen ich den Klick auf folgende Seite, selbst dann wenn Sie einem anderen politischen Lager angehören oder politisch völlig desinteressiert sind: