Bubespitzle – ob das heutzutage noch politisch korrekt ist?!
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Online Marketing vor der Haustüre
“50 % meines Werbebudgets ist hinausgeworfenes Geld. Niemand kann mir allerdings sagen, welche 50 % das sind.” So sprach einst Henry Ford. Würde er 2012 noch unter uns weilen, dann würde er sicherlich zu Protokoll geben, dass der Prozentsatz, der in Online-Werbung bzw. Marketing fließt, nicht zu den 50% Hinausgeworfenen zählt.
Trotzdem ist es für viele Entscheider schwierig die Tragweite inklusive der ganzen Fachbegriffe der Digitalen Medien zu fassen und wichtige und richtige Entscheidungen zu treffen. Sie sind einfach überfordert, denn diese Medienkompetenz wird nirgendwo gelehrt.Wann macht eine Facebook-Seite Sinn und wann nicht? Wie werde ich bei Google gefunden? Warum und wie funktioniert regionale Bannerwerbung? Und wie und was kommuniziere ich eigentlich bei Social Media Plattformen?
Was macht der regionale Marketeer also? Er googlet nach Seminaren, Foren und Workshops. Meist ist der Preis dann hoch, drei- oder gar vierstellig und es sind Reisen quer durch die Republik ist die angesagten Metropolen notwendig. Schon ist der gute Vorsatz wieder ad akta gelegt.
Doch Rettung naht. Mit dem Wobla-Expertenforum bieten der Brose Baskets Business Club und Stadtmarketing Bamberg e.V. am 24. Januar 2012 für nur 20.- € (VVK 18.- €) einen interessanten Abend rund um Online- und Social Media Marketing. Quasi ein Muss für alle Interessierten aus der Region, die sich mit dem Thema erstmalig auseinander setzen möchten. Dann werden diejenigen hoffentlich weniger, die mit Stolz geschwellter Brust sinnlose Facebookprofile mit Firmennamen und 7 Fans aus dem Familienumfeld pflegen und von sich behaupten, sie seien ganz groß mit dabei.
Ich freu mich auf die Beiträge von Michael Ehlers und Co.
Mehr Infos unter: www.wobla-expertenforum.de
Die Jugend online´t
Heute habe ich einen wirklich interessanten Vortrag vom Herrn Dammler von Icon Kids & Youth in der Stechert Arena in Bamberg lauschen dürfen. Die Mediengruppe Oberfranken, ihres Zeichens auch mein Brötchengeber, lud zum großen Meet & Greet mit dem Highlight-Vortrag zum Mediennutzungsverhalten der Jugend.
Wichtig war zu Beginn zu erfahren, dass die heutige Jugend nicht schlechter und nicht besser sind als frühere Jugendgenerationen auch. Jeder war mit 16 mal besoffen und der Zeitpunkt des ersten Beischlafs bleibt auch über Jahrzehnte hinweg konstant. Jedoch hat die heutige Jugend ganz klar ein Problem mit der Orientierung. So könne man heute in über 40o Fachrichtungen Ausbildungsberufe machen, es fehlt das klar schwarz und weiss vergangener Generation und selbst die Eltern blicken heutzutage bei den Anliegen nicht mehr durch und können keine Hilfestellung mehr bieten. So schafft sich die Jugend in Online-Communities die Ordnung, die sie in der realen Welt vermissen. Das Medium Online ist prägend und die heutigen jungen Generationen gehen damit durchs Leben.
Herr Dammler hat uns Medienmenschen plakativ vor Augen geführt, wo wir ansetzen müssen, um die jungen Generationen nicht zu verlieren und weiterhin unseren regionalen Informationsauftrag über alle Medien hinweg erfüllen können. Die Bildersprache und dementsprechende Ankerpunkte spielen hierbei, in der an Angeboten immer mehr zunehmenden Informationswelt, ein entscheidenden Rolle. So hat ein Online Angebot gerade einmal zwei Sekunden Zeit um zu Überzeugen, bevor es der User mit einem Klick “dismissed”. Ähnliches gilt für die Tageszeitungen, die neben den Bildern auch durch verständliche Artikel die jungen Generationen wieder ins Boot holen muss.
Wir haben viel zu tun, aber befinden uns auf dem richtigen Weg. Die Zukunft im Medienumfeld wird sehr spannend, aber wir von der Mediengruppe Oberfranken sind bestens aufgestellt um hier erfolgreich zu bestehen. Let´s rock´n´roll!
Komissar Plattfuß rockt
Es ist Sonntagmorgen, draußen ist es ein ungemütlicher Mix aus naß, trist und grau. Somit erscheint es logisch, dass man den hervorgehobenen ON-Knopf auf der Fernbedienung drückt und ein wenig Amüsement auf dem LED Display sucht. Zwischen wöchentlichen Fußball-Talk, der gefühlten dreihundertachtunsiebzigsten Spiegel TV Reportage zum D-Day bin ich schnell beim Helden meiner Kindheit hängen geblieben: Bud Spencer als Komissar Rizzo aus Neapel alias Kommissar Plattfuß.
Unglaublich, selbst nach zwanzig Jahren hat haben die Comedy-Action-B-Movie-Krimis nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Hat man sich als Junge über die Zacks, Puffs und Pengs gefreut, die relative unbrutal Gewalt dargestellt haben, amüsiert man sich heute eher an den ulkigen Charakteren und dem damaligen Zeitgefühl. Da huschen unzählige Italiener, die nicht selten an bekannte Bamberger Pizzabäcker erinnert, mit Halbglatze, Gelharren, Schnurrbart, Brusthaar und weit geöffneten Slimline-Hemden durchs bild von denen jeder einzelne eigentlich eine Comedy Sendung bekommen müsste. Dazu gibt es ständig tonnenweise Spaghetti zu futtern, die Actionssequenzen sind von bestes Handwerkszeug ohne computeranimierte Special Effekts. Den Fiat 500 gibts noch in der Originalversion und auch beim Rest der Schlitten von CW-Wert Optimierung keine Spur. Die Krawatten sind viel zu kurz, die Hemden viel zu getreift, die Sakkos viel zu bunt, die Sonnebrillen viel zu groß. Es geht um Rauschgift oder Diebstahl, Bud Spencer bewegt sich ständig mit dem charakteristischen Haha-Lächeln zwischen der Polizei und Camorra-Welt und Gangsterwelt besaß vermeintlich noch Ehre und Stil, was sich nicht nur in italienischen Designklassikern der Automobilgeschichte widerspiegelt.
Ich liebe sie diese Filme, egal ob Kommissar Rizzo in Neapel, in Marsaille, in Hong Kong oder in Kairo ermittelt. Dafür lass ich gerne jeden unsäglich aufwendigen mit Superstars besetzten Blockbuster aus Hollywood saußen und fröhne dem Hau-Zu Charme mit ersten elektronischen Musikklängen dieser Zeit. Denn gegen den noch freizügig qualmenden Bud Spencer sind Chuck Norris, Bruce Willis oder Tom Cruise doch nur androgyn wirkende Actionabklatsche ohne echte männliche Werte.
Filmkritik: The Social Network
Diesen Morgen durfte ich im Rahmen eines Social Media Events im Bamberger Cinestar unter der Federführung von Michael Ehlers dem Filmgenuss von “The Social Network” fröhnen. Es ist ein durchaus unterhaltsames Werk aus der Feder von Aaron Sorkin, genau das richtige für einen Sonntag Morgen, an dem man gerne vor dem Fernseh gammelt und sich ohne große Transferleistungen berieseln lässt. Regisseur David Fincher zeignet Mark Zuckerbergs Cinderella Story in nette Bilder und die Harvard-Stimmung mit all ihren perfiden auswüchsen wird gut dargestellt. Hauptdarsteller Jesse Eisenberg erinnerte mich von genialen getue ein wenig an einen Freund hier in Bamberg, der ein ähnliches Genie ist, nur wohl weit weniger reich werden wird, dafür den weit besseren Modestyle besitzt.
Es geht rasant los und das Storyboard führt relativ schnell über ein paar Klippen hinweg – inkl. obligatorisch-tragischer Love Story – auf die Erschaffung von Facebook. Trotz etlicher Schmunzler, für die vor allem das Nerd-Gehabe vom Zuckerberg-Darsteller verantwortlich ist spart der Film nicht an Kritik um Macht, Geld und Erfolg. So ist der gesamte Rahmes des Films diverse Anwaltssitzungen um Vergleiche um Ideenklau und Ausbootung ehemals bester Freunde. US-Superstar Justin Timberlake bleibt in seiner Rolle als Napster Gründer und Living la vida loca Fetischist relativ blass, hat es aber auch schwer sich neben Eisenberg zu profilieren.
Zum Schluss hin endet der Film ein wenig zu schnell, man stellt sich emotional noch auf gut 30 Min. Kino ein, als schon der Abspann über die Leinwand rollt und man sich fragen muss, ob man evtl. kurz eingenickt sei. So bleibt “The Social Network” leider nicht mehr als eine Mini-Biopic in ansprechend gezeichneten Bildern und einer letztendlichen Schuldzuweisung an die Adresse des Facebook Chefs, dem im letzten Satz attestiert wird, dass er zwar kein Arschloch sei, jedoch alles unternehme sich so zu benehmen. (Foto: photobucket.com)
Neuer Lesestoff
Der Bundespräsident, männlich bitte.
Vor wenigen Tagen ist unser Bundespräsident a. D. Horst Kohler zurück getreten. Noch bin ich mir im Zweifel, ob ich darüber enttäuscht sein soll wegen mangelnder Standfestigkeit oder er einfach die richtige Konsequenz aus dem aktuelle Politikgebaren gezogen hat, in dem es scheinbar nur noch um Diffamierungen und persönlichen Angriffe anstatt die gemeinsame Aufgabe geht das Land zu regieren und sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.
Das muntere Kandidatenroulette dreht sich unaufhörlich in den Medien; Wolfgang Schäuble, Margot Käßmann, Christian Wulf, Ursula von der Leyen bis hin zu solchen absurden Vorschlägen wie Franz Beckenbauer. Auffällig dabei, das offensichtlich sowohl in der Bevölkerung wie auch im führenden politischen Lager zwei Frauen dominieren, es sogar eine klare Favoritin in Ursula von der Leyen gibt.
Ich hielte diese Besetzung mit zwei relativ jungen Frauen an der Spitze des Staats im internationalen Geflecht für problematisch. man mag mir nun Chauvinismus und Intoleranz vorwerfen, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Als Akademiker mit den Kernkompetenzen interkulturelles Management habe ich viel Einblick in die Unterschiede zwischen Kulturkreisen gewinnen können. So gibt viele Kulturbereiche in der Welt in denen Maskulinität und Senioritätsprinzip vorrangig und oft die einzig akzeptierte Gesellschaftsordnung sind. Man denke nur daran Angela Merkel müsste bei Afghanischen Stammesfürsten überzeugen oder Ursula von der Leyen soll in Japan deutsche Interessen vertreten. Die Welt tickt vielerorts einfach anders als in Deutschland wo die Gleichberechtigung zum Glück schon weit vorgeschritten ist, da muss man nicht einmal weg über den Globus schauen, solche Sitten fangen schon an der Donau an.
Für die Deutsche Außendarstellung und die internationale Diplomatie wäre es sicherlich förderlich, wenn man hier mit entsprechendem staatsvertretenden Personal reagieren könnten. Ergo in Kulturen in denen Frauen noch eine untergeordnete Rolle spielt, eben das Pendant als Bundespräsident entsendet. Letztendlich ist es nicht die Rolle des Bundesrepublik Deutschland die Gleichberechtigung der Geschlechter in die Welt hinaus zu tragen und unsere Wertevorstellungen in andere Kulturen zu tragen, sondern vorrangig die Interessen des Landes zu vertretenen.
Aus diesem Grunde bin ich persönlich gegen Ursula von der Leyen, die sicherlich sehr gute Arbeit auf der Regierungsbank macht, sondern für einen männlichen obersten Vertreter des Staates um alles Kulturen gerecht zu werden. Man möglich mir dies bitte nicht als frauenfeindlich auslegen.
Halbfinale ohne alte Freunde
Während der gerade laufenden Play-Offs der Beko Basketball Bundesliga wird es mal wieder Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme – vor allem nach dem gestrigen Spieltag der einige Favoriten überraschend in den Vorzeitigen Sommerurlaub geschickt hat.
Die heimischen Brose Baskets haben sich bereits souverän gegen die Telekom Baskets Bonn um den ehemaligen Bamberger Centerhelden Chris Ensminger glatt mit 3-0 durchgesetzt. Das ist umso höher zu werten, da Bonn als besser platziertes Spiel zweimal das Heimrecht hatte, Bamberg jedoch die Nervenstärke bewies dort beide mal knall mit zwei Punkten Differenz zu gewinnen und die entscheidenden Big Points zu setzen. Die Pause tut den Mannen um den überragenden Topscorer Suput (18.3 ppg) gut, den Kapitän Jacobsen quälte sich nach seiner langen Verletzung noch sehr durch das Viertelfinale. Besonders positiv ist zu vermerken, dass in jedem Spiel andere Akteure in die Bresche gesprungen sind und auch einer geschlossenen Teamleistung herausstachen. Mal Kampfkoala Worthington, mal Centertalent Pleiß, mal der zweiköpfige Spielmacherdrachen Goldsberry & Gavel. Das Halfinale kann kommen, die Favoritenrolle darf man nun gerne Annehmen, denn statt dem Meister aus Oldenburg wartet ein Außenseiter.
Braunschweig hat überraschend deutlich den noch amtierenden Meister aus Oldenburg mit 3-1 bezwungen. Es freut mich für die Mannen um Manager Braun, weil sie vor der Saison – im Gegensatz zu vielen anderen, wie auch dem Viertelfinalgegener – einen Deutschen Weg gegangen sind. Mit Machowski steht ein junger deutscher Trainer an der Seitenlinie, auf dem Feld befinden sich mit Schaffartzik, Idbihi und Mittmann gleich drei deutsche Führungsspieler die sich hervorragend geschlagen haben. Bei Oldenburg hingegen haben vor allem die auslämdischen Stars Gardner und Paulding enttäuscht.
Für den nächsten Paukenschlag haben die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt gesorgt. Sie haben den Titelfavoriten von ALBA Berlin entsorgt. Nach dem Trainerwechsel vom exzentrischen Didin zum ehemaligen Meistermacher Herbert herrscht in Frankfurt ein neuer Wind und neuer Teamgeist. Der stets ein wenig als Loser-Player abgestempelte Allen (17.3 ppg) führe die Skyliners zu einem deutlichen 3-1 gegen ALBA und selbst die eine Niederlage kam erst in Verlängerungen in der o2-World zustanden. In Berlin in der Katzenjammer groß, das Team hat sich aber auch wirklich indisponiert präsentiert und im entscheidenen Spiel schienen nur Hamann und Chubb nicht das vorzeitige Ausscheiden akzeptieren zu wollen, während Top-Stars wie Jenkins und McElroy in der Serie auf ganzer Linie enttäuscht haben. Pavicevic hat zwar bereits die Jobgarantie bekommen, aber es deutet sich ein großer und auch notwendiger Umbruch an. Zwar war man sensationell im Europapokalfinale gegen Valencia gestanden, jedoch musste man im Pokal und Meisterschaft als Etat-Spitzenreiter und Vorzeigeclub frühzeitig die Segel streichen. Nach dem Chaos um die europäischen Stars Bajramovic und Golemac, die beide aus disziplinarischen Gründen den Verein verlassen mussten, passt das geschehende – auch nach der Schriedsrichterdiskussion von Berliner Seite – irgendwie ins katastrophale Gesamtbild.
In der letzten Paarung stehen sich noch die BG Göttingen und die Eisbären aus Bremerhaven gegenüber. Hier steht es aktuell 2-2. Egal wer sich hier durchsetzt, für beide Teams wäre das Halbfinale ein sensationeller Erfolg. Der unkonventionelle Spielstil von Patrick hat die Göttinger vor kurzen zum Eurochallenge Sieg geführt, die Bremerhavener waren vergangene Saison sportlich bereits abgestiegen und kamen nur auf Umwegen mit einem guten Trainer Spradley und einem guten Konzept um Publikumsliebling Gibbs zurück.
Es bleibt und es wird spannend! Kleiner Tipp am Rande, Sport1 (ehemals DSF) überträgt viele Spiele live.
Understatement.
Unmöglicher Antrag
Vor geraumer Zeit habe ich breits schon mal ein paar Zeilen über das heutige Thema geschrieben. Über die Irrungen und Wirrungen beim Versuch die Unterlagen von der Corvinus Universität Budapest an der hiesigen Universität in Bamberg beim allmächtigen Prüfungsausschuss einzureichen. Jeder Normalsterbliche denkt sich nun sicherlich, dass dies doch kein Problem darstellen sollte. Prüfung schreiben, Zeugnis einreichen, fertig. Dem naiven Gutmenschen wird an der Bamberger Uni schnell jegliche Illusion geraubt – Bürokratie in ihrer reinsten Form bestimmt das Geschehen.
So muss man nicht nur vor dem Aufbruch ins Ausland schriftlich darlegen ob die Fächer von Inhalt, Umfang und Prüfungsart mit den örtlichen übersteinstimmen, sondern dies muss man nach Rückkehr nochmals durch die jeweiligen Resortleiter bestätigen lassen. Warum? Ich weiss es nicht, könnte ja sein, dass mittlerweile ein Professor seine Meinung geändert hat, aber dann wäre es ja eh bereits zu spät. Nun ja, man fügt sich in sein Schicksal und klappert nochmal alle Lehrstühle ab bzw. beauftragt wegen diverser Verpflichtungen einer 40 Stunde Arbeitswoche (ohne Überstunden zur berücksichtigen) verlässliche Freunde damit. Läuft… denkt man, bis man die SMS bekommt, dass diese relativ unbedeutenden Unterlagen zum Abzeichnen nur von einem höchstpersönlich abgegeben und abgeholt werden dürfen, es sei denn mit schriftlicher Vollmacht und Ausweiskopie. Ähm ja, der Sinn und Zweck dieser Prozedur ist mir bis dato verborgen geblieben. Es gibt schlichtweg keinen, außer Schikane. Von größeren Fälschungswellen für Fremdstudenten um deren Notenbild heimlich zu verändert, ist mir zumindest nichts bekannt.
Aber man tut auch das, ein paar Vollmachen und Ausweiskopien und denkt sich, jetzt müsste das Thema baldigst erledigt sein. Pustekuchen! Hier zieht der Lehrstuhl mal eben 500m weiter ins Nebengebäude um und ist für Monate, dort gibt es einen Professorenwechsel und niemand weiß wer seine heilige Unterschrift auf die Auflistung setzten darf. Darf es der neue Professor oder muss man den alten wieder aus der Rente zurückholen lautete die Gretchenfrage meines planlosen Gegenüber? Fast konnte ich ein wenig Panik verspüren. Wie dem auch sei, es dauert… Tage, Wochen, Monate. Und dazwischen muss man ständig beim Prüfungsamt um Fristenaufschub bitten und betteln, weil es zu Verzögerungen kommt nicht nicht im Einflussbereich von einem selbst liegen.
Ein Anruf, die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich denke, endlich alles paletti, aber nein, sie verstehe das universitätseigene Dokument nicht. Ich solle doch bitte in die Uni kommen und es ihr erklären. Lästig, aber ich bin ja nett und so habe ich also meinen Arbeitsplatz für eine Stunde verlassen um dort nichts weiter zu tun, als mit einem blauen Textmarker nochmal die beiden Spaltenüberschriften zu markieren. “Ach so, jetzt verstehe ichs”, gückt mich die gute Frau an – schön für sie. Ich verstehe sie mittlerweile nicht mehr, diese Hochschulwelt.
Endlich, alle Unterschriften sind am richtigen Ort, man hat sich offensichtlich doch für den aktuellen Lehrstuhlinhaber zur Unterschrift entschieden und auch der Umzug scheint erfolgreich geschafft. Eine echte Odysee durch sämtliche Instanzen, neigt sich vermeintlich dem Ende. Voller Vorfreude und Selbstzufriedenheit gehts zum Prüfungsausschuß, ich zücke das Paket und ein Mitarbeiter schaut mich verdutzt an. “Der Ausschuß, hat vor wenigen Wochen gewechselt, Sie müssen jetzt zum neuen Vorsitzenden der Prüfungskommission.” Neeeeeiiiiiinn!!! Er konnte mir gerade noch sagen wer das ist, wo ich diesen finde, dafür reichte es schon nicht mehr. Herzlichen Dank, Servicewüste Uni Bamberg. Zum Glück gibts noch ein paar ehemalige Kommilitonen, die mir per Handy weiterhalfen: Anderes Gebäude, einige Straßen weiter, ganz hinten rechts im Erdgeschoss. Ich also meine Sachen wieder eingepackt und mich auf den Weg dorthin gemacht. “Prüfungsausschuß Zi. F354″, prangert es auf einem Zettel an der Sekrtatiatstüre. Na gut, Aufzugknopf gedrückt und mit dem altersschwachen Gefährt in den dritten Stockt gefahren. Endlich die Türe des besagten Zimmers ist nah, ich drücke die Klinke und… mist… es bewegt sich nichts. Verschlossen! Ich fühle mich im falschen Film, suche nach Hinweisen – da, ein weiterer Zettel. “Einreichung von Unterlagen nur Mo. und Mi. 10 – 12 Uhr”. Ja, ich fühle nicht nur so, ich bin im falschen Film. Nun ja, also habe ich die Unterlagen jetzt wieder hier neben mir am Schreibtisch liegen und bin gespannt wie lange ich noch dazu brauche, damit diese Dokumente endlich beim Prüfungsausschuss landen. Keep you updated.








