Spaß und Spiel

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I declare open the games…


Viel Spaß schien Queen Elizabeth an Abend der Eröffnungsfeier nicht zu haben, zumindest wenn man nach ihrem Gesichtsausdruck urteilen mag. Vielleicht war es die vorgerückte Stünde, vielleicht das Fehlen ihrer Palasthunde, der Sprung aus dem Heli mit Daniel Craig oder das laute Rock und Pop Spektakel, dass mit der traditionellen Garden Party im Buckingham Palace nicht viel gemeinsam hatte. Spaß hatte aber wohl der Rest der Welt an dieser grandiosen Eröffnungsfeier. Bunt, laut, rockig, cool, geil! Kein Vergleich zu dem steifen und langweiligen Zeremoniell in Peking vor vier Jahren. Gebannt blieb man am Fernseher kleben und staunte Minute für Minute über die atemberaubende Choreografie, die witzigen Ideen und den latent vorhandene Britischen Humor. Well Done!

> ZDF Mediathek: Sehenswerter Kurzfilm 007 holt die Queen ab und bringt sie ins Station.

> SZ Fotoblog zur Eröffnungsfeier mit klasse Bilder.

Die Olympischen Ringe wurden geschmiedet, 007 stürzt sich mit der Queen aus dem Heli ins Olympiastadion hinaus, echte Tiere, Mr. Bean am Keyboard, geile Mucke von Prodigy bis zum Schlussakkord von Paul McCartney als die ganze Welt “hey Jude” zu singen schien.  Die Wohl beeindruckendste Show in der modernen Menschheitsgeschichte haben die Briten gestern abgeliefert und es hat riesen Spaß gemacht das heitere Treiben zu verfolgen. Es stellt sich nur die Frage, wo war Borat in seinem grünen Einteiler?

In Bezug auf Bekleidung wurde beim Einmarsch der Nationen einiges geboten. Deutschlands sportliche Ausgehuniformen bleiben gewöhnungsbedürftig, erinnern sie doch durchaus an Papers boys & girls mit dem blauen und rosa Plastiklook. Schlimmer trat das britische Olympiateam ins Rund, ein Mix aus Amorkostüm ohne Flügel, 80iger Jahre Tennis-Chiq und römischen Toga-Look. Da waren die Royals oben auf der Ehrentribüne doch um einiges eleganter und stilvoller gekleidet, allen voran die Queen. Ebenso modisch ganz groß für mich der Auftritt von David Beckham, als wohl bestangezogenster Skipper der See-(Fluß)fahrtsgeschichte und die Olympioniken aus Indien mit ihren kräfigen gelben Turbans.

Leryn Franco

Hübsch anzusehen waren aber nicht nur die Stoffe, sondern auch in die Inhalte, die damit verpackt wurden. Italien hat sich als die Nation präsentiert, die in der Summe die hübschesten Athletinnen besitzt. Neben auffällig vielen gut aussehenden Kampfsportfrauen kam die Miss Fahnenträgerin London 2012 eindeutig aus Paraguay: Leryn Franco. Bildhübsch und zielsicher beim Speerwurf. Deren Name steht sicherlich auf einigen der 150.000 Kondome, die es nach Berichten im Olympischen Dorf für die W(B)ettkämpfe geben soll.

Let the games begin – auf dem Parkett, dem Rasen und in den Laken!

johnf2

Twitteraschung


Dieses Foto mit nebenstehenden Text habe ich vergangene Woche nach dem Check-In ins JOHN F. Hotel in Berlin bei Path gepostet und via Twitter verbreitet.

Wenige Minuten später erreichte mich folgende Twitter-Nachricht:

ARCOTELHotels ARCOTEL Hotels
@emdzei – ja vielen Dank! Zum schlafen das Bett & zum entspannen der Sessel? :) Tollen Aufenthalt Ihnen! Beste Grüße ARCOTELHotels Team 

Ich war überrascht und auch erfreut über den direkten Dialog. Eine wahrlich positive Userexperience und das Hotel wird mir positiv in Erinnerung bleiben. Einfacher und effektiver Kundendialog und CRM.


Der Fußball, nachdem er eine fünfminütige Partie mit Manolo “dem Terrier” gepielt hat.

Sex sells… a lot!


Heute habe ich ein wirkliches Best Practise Beispiel für gelungende und ansprechende Online Werbung gefunden. Die Mode Brand Jack & Jones macht sich rührenderweise Sorgen um die männliche Fitness und möchte uns mit einem ansprechenden Online-Fitness-Programm so in Form bringen. Ganz zufällig möchten sie damit auch noch ihre körperbetont geschnittenen Produkte an den Mann (im wahrsten Sinne des Wortes bringen). Zu beginnt der Kampagne steht dieses kleine Video, in dem die Marke auf unerwartete Nebenwirkungen ihrer neuen Männermode hinweist und zugleich ihre ganz eigene Art der “Social Responsibility” verbreiten.

Animiert vom dort dargestellten Worst Case, darf sich der geneigte Mann dann im Jack & Jones Fitness Club (< unbedingt klicken!) dann ran ans Werk machen und kommt nicht nur ob der körperlichen Übungen ins Schwitzen. Die leicht bekleidete, brünette Fitness Trainerin , die über den Bildschirm hüpft und uns audiovisuell mehr als anspricht, trägt deutlich zum Seelenheil jedes männlichen Wesens bei – und das in vier verschiedenen Stilrichtungen.

Insgesammt eine wirklich gelungene Online Kampagne, bei der die Zielgruppe (Mann) “passgenau” angesprochen wird (so wie sie es eben gerne hat) und ein netter Zusatznutzen suggeriert wird. Sex sells… a lot!

 

Einwurf zum Torerfolg


Deutschland – England, Frank Lampard trifft zum 2:2 – jeder sieht´s nur der Referee aus Uruguay nicht. Statt Ausgleich  und einer möglichen Wende, steht es bald 4:1 für die “German Panzers” gegen die “Three Lions”. aus dem vereinigten Königkeich. Diese und andere Szenen machen eines klar, die FIFA darf sich technischen Hilfen nicht mehr verschließen. Wie sämtliche Sportarten ist auf der Fußball komplexer, schneller und – wegen der Unsummen, die damit verdient werden – auch unfairer geworden. Das aktuelle Ausmaß ist von den Unparteischen kaum noch fehlerfrei zu beherrschen. Klare Abseitstreffer von Tevez oder die Leugnung des Handspiels von Luis Fabiano sind hier nur die prominentesten Beispiele.
Die Lösungen sind da, nur muss die FIFA endlich ihre antiquierten Standpunkte aufgeben und ähnliches wie im Eishockey oder Tennis zulassen: Der Chip im Ball und den nachträgliches Videobeweis.
Für mich ist völlig unverständlich, wie selbst ehemalige Weltklassespieler vor einem Millionenpublikum im TV gegen diese technischen Hilfsmittel beratungsresisten sind. Diesbezüglich werden immer wieder Tatsachenentscheidungen und der Charakter des Spiels probagiert. Mir leuchtet es beim besten Willen nicht ein, wie ein Torchip, der dem Schiedsrichter anzeigt ob der Ball über der Linie war oder ein Videobeweis, mit dem Spieler nachträglich bei groben Unsportlichkeiten nun auch konsequent zu Rechenschaft gezogen werden, den Charakter des Spiels zerstören. Ganz im Gegenteil, sie fördern den sportlichen Wert, da real erbrachte sportliche Leistungen nicht mehr durch subjektive Falschbewertungen zunichte  gemacht werden und die Fairness, da sportliches Verhalten nicht mehr dem unsportlichen unterliegt.
Wer dennoch weiterhin auf diesen unverständlichen Standpunkten beharrt, der muss sich fragen lassen, ob seine Auffassung vom Fußball explizit Vorteilsnahmen durch Ungerechtigkeiten behinhaltet und wo hierbei der Charakter bleibt.