Motivation statt Revolution


Im Moment muss ich täglich aufs Neue gegen einen Mix aus Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit ankämpfen. Nicht unbedingt die beste Voraussetzung, um riesige Vorsätze zu fassen. Deshalb habe ich dies auch nicht getan. Gelinde gesagt, mangelte und mangelt es mir einfach an Motivation.

Andere sind mir hier mehrere Schritte voraus und waren sogar derart motiviert, einen ganzen Tag zum Thema Motivation zu organisieren. “Boah”, denke ich mir, das könnte doch mein Weckruf für 2014 sein. Das 10. Wobla Expertenforum mit dem schönen Titel “MOTIVAT!ON – Ihr ganz persönlicher Kick-Off 2014“. Das klingt doch schon mal gut – das schau ich mir gerne an.

Ich bin schon gespannt, herauszufinden wie mein Kick-Off aussehen wird. Ich werde von einem Zauberer namens Jörg Alexander lernen, dass wir uns öfter täuschen lassen und einer Illusion hingeben, wie uns lieb ist. (Ja, ich glaube fest an die 5. Brose Baskets Meisterschaft in Serie, ehrlich!). Dr. Stephan Frädrich wird nach diversen Pro7 Top Models nun endlich mir erklären, wie ich mit dem Günter-Prinzip meinen inneren Schweinehund überwinde. Dabei wäre allerdings noch zu klären, ob das böse Tier auf den Namen Günter hört oder es einen Günter-Superhelden gibt, der ihm den Garaus macht. Bis zum 1. Februar muss ich mich mit dieser Fragestellung wohl noch quälen.

Ein neues Buch

Neuen Lesestoff bekomme ich auch noch vorgestellt: “Der Fisch stinkt vom Kopf” schreibt Hein Hansen in seinem Besteller-to-be. Und Irgendwie erinnert mich dieser Ostfriese verdammt an Michael “Big Social Mike” Ehlers. Vom Verfasser der Social Media Revolution geht es zum Referenten über Social Media Motivation. Wie gewinne ich mehr Facebook-Fans und wie motiviere ich sie treue und aufmerksame Follower zu sein? Von Elmar Rassi erwarte ich im wahrsten Sinne des Wortes “einen rassige Vortrag”, der in Zeiten einer gewissen Facebook-Müdigkeit und Überfrachtung sicher hochspannend wird.

Ich bin auf jeden Fall dabei, vielleicht treffe ich ja den ein oder anderen von Euch und wir starten anschließen Topmotiviert durch – off- und online. Karten gibts ab 59.- Euro unter www.wobla-expertenforum.de. Und wer keine Lust hat, mit Tupperware anzureisen, für den gibt’s für ein paar Euro mehr sogar Catering – hoffentlich Fischkopflos.

Noch mehr Motivation gefällig?

Ach ja, und wer so schön motiviert war und bei Facebook oder im Blog dem Post ein “Like” oder Kommentar gegeben hat (oder er noch geben wird), der kann einen iPod Shuffle 3. Generation mit 4 GB Speicher gewinnen. Netterweise haben FMS Computer (www.fms-computer.de), ein Apple Premium Reseller in der Kettenbrückenstraße 1 in Bamberg und das Institut Michael Ehlers, so ein cooles Ding zur Verfügung gestellt. (Teilnahmeschluss: Mittwoch 29.01., der Rechtsweg ist ausgeschlossen ebenso wie eine Barauszahlung.)

 

Rezession: Jabra Solemate Mini


Mit der Soundqualität der On-Board-Lösungen meiner mobilen Geräte war ich stets unzufrieden – egal ob ich Musik hören oder etwas in der Mediathek ansehen wollte. Zwar liegen auf meinem Schreibtisch zwei hochwertige Kopfhörervarianten von Teufel und Marshall (In-Ear), aber manchmal möchte ich auch in den schnellen und problemlosen Soundgenuss kommen, ohne mein Ohr zu belegen. Und alles möglichst mobil!

Guter Sound bei wenig Volumen

Dem Amazon Cyber Monday ist es geschuldet, dass ich mir die Jabra Solemate Mini (Jabra Website) bestellt habe. Statt 99.- € UVP wurden diese für 59.- € angeboten und zu diesem Preis habe ich zugegriffen. Dafür gibt es eine kleine Soundbox mit ordentlich Bumms (natürlich in Relation zur Größe). Es ist fast ein wenig verwunderlich, wo der Solemate Mini diese Kraft aus den 125 x 53 x 60 mm Abmessungen her nimmt. Bluetooth und NFC machen das verbinden mit dem Notebook und dem Smartphone super einfach. Die gummierte Oberfläche und der gerillte Fuß – in dem sich auch noch versteckt ein normales Anschlusskabel mit Klinkensteckern befindet – sorgen auch auf schrägen und glatten Oberflächen für einen sicheren Stand.

Klein und mobil

Der Sound ist gut, um Klassen besser als die Lautsprecher am Smartphone oder selbst hochwertige eingebaute Notebook-Speaker. Wirklich toll dabei ist, dass man den Jabra Solemate Mini einfach überall mit hin nehmen kann. Egal ob man draußen im Freien ein wenig Musik genießen möchte oder man sich unabhängig von der Soundquelle in der Wohnung bewegt. Einfach nur die kleine Box mit in die Küche,  ins Bad oder ins Schlafzimmer mitnehmen und ununterbrochen weiterhören.

Zudem kann der Jabra Solemate Mini auch noch als wirklich funktionale Freisprecheinrichtung verwendet werden. Insgesamt macht das Produkt einen wirklich sehr hochwertigen Eindruck, angefangen von den Verpackungsmaterialien bis hin zur Gehäusehaptik. Einzig eine Titelsteuerung fehlt, aber das ist mein Speakern dieser Kategorie auch kein absolutes muss und bisher in der Praxis nicht negativ aufgefallen.

Insgesamt ein nettes Spielzeug für jeden, der irgendetwas zwischen On-Board- und High-End-Sound sucht und dabei nicht ständig Kopfhörer tragen möchte.

Plakative Wahl


Es ist Wahl. Und wer die Wahl hat, der hat bekanntlich die Wahl. Wir, die Bürger, haben die Wahl eine Partei oder politische Köpfe zu wählen. Und die haben die Wahl bei den Plakaten, die uns allerorts in zigtausender Ausführung begegnen. Zeit auch mal diese Wahl an Motiven und gestalterischen Elementen unter die Lupe zu nehmen – möglichst frei von der eigenen politischen Einstellung.

Blasse SPD

Die SPD leidet in Bayern auf Landesebene ja schon fast traditionell an einer gewissen Farblosigkeit – mit der Gefahr zunehmender Bedeutungslosigkeit. Und hatte Bambergs OB, Andreas Starke, damals noch mit knalligem Orange auf klassischem Schwarz-Weiß punkten können, so wirkt die aktuelle Bezirkstagskampagne doch recht blass. Fahle Farben, dazu teilweise fast schon grimmig-ernste Gesichter auf weißem Hintergrund tragen nicht unbedingt zu mehr Profil und Kontrast der Roten bei. Hallo Herr Schwarz, lächeln Sie doch mal! Schade, denn eigentlich sind die Plakate von der Aufmachung her ganz cool und modern umgesetzt. Auf den großen “Wesselmännern” wirken die fünf Lokalpolitiker wie die Reunion der Boygroup NSYNC bei den MTV Video Music Awards. Eine klasse Idee, alle zur Wahl stehenden Personen auf einem Medium vereint darzustellen und per Button dem Betrachter zu erklären, wen er eigentlich wo wählen kann. Da verliert man bei den anderen Parteien durchaus den Überblick.

Dass dazu Christian Ude noch “Wort” – einiges andere und immer mehr – hält, ist mittlerweile ja hinlänglich bekannt und zudem als Kampagnenplot auch noch kopiert. Da gab es sicherlich schon bessere Ideen, aber immerhin hebt er sich damit von der Masse ab und erzielt Aufmerksamkeit – etwas, was der Partei in Bayern ohnehin abgeht. Man redet also wieder über die SPD.

P.S. Heyder hält Ball, ob’s ein geplanter Gag war?

Triebhafte FDP

Liberal ist ja eigentlich ein geflügeltes Wort im Parteiprogramm. Ob Jobst Giehler so liberal ist sein “gepimptes” Plakat geil zu finden, wage ich anzuzweifeln. Dennoch ein nettes Fundstück an der Löwenbrücken und die Brüste sind völlig kritiklos. Ohne derartige Verschönerungsarbeiten sind die Wahlplakate ordentlich, aufgeräumt und stilvoll. Gute Portraits haben noch keinem Politiker geschadet. Die markanten Störer in der Signalfarbe gelb sowie edlem Dunkelblau sorgen für ein zeitgemäßes und stimmiges Erscheinungsbild. Nur bei der Rasterung des Drucks scheint etwas mit dem Grauverlauf im Bildhintergrund schief gegangen zu sein – ein kleiner Schönheitsfehler. Habe ich schon erwähnt dass mit QR-Codes ohne Mehrwerte nerven? Nein, aber jetzt! Bei Gelegenheit kläre ich gerne mal über die allgemeine Nutzung auf – total überschätztes digitales Element.

Die gut getroffenen Minister Martin Zeil und Co. dagegen mögen es mit mehr Pep. Aber muss es wirklich ein rosa hinterlegtes Post-It sein? Das erinnert mich ja noch mehr an die 0815-Werbung eines Textildiscounters als an Guido Westerwelle. Dennoch ein insgesamt kritikloser Auftritt.

Grün mal schwarz-weiß

Na Sowas! Die Ursula präsentiert sich sportlich und umweltpolitisch voll korrekt auf dem Fahrrad. Das kommt durch und durch sympathisch rüber, wirkt das Bild doch eher wie ein Retro-Hain-Ausflugsschnappschuss aus dem privaten Familienalbum als offensichtlich gestellte Wahlwerbung. Irgendwie menschlich, nett und zum anfassen – könnte auch irgendwie meine Mama sein.

Etwas bunter – farblich und inhaltlich –  mögen es die Landesgrünen dann aber doch. Die durchaus auffälligen Nahaufnahmen von Kindern, Schweinen und anderen Mitbürgern, mit witzigen Slogans unterlegt, haben durchaus Charme. Schnauze voll von Antibiotika – echt tierisch gut.

Wahlsieger CSU

Die CSU und Bayern, das ist schon eine echte Erfolgsstory in den letzten Jahrzehnten. Und auch dieses Jahr haben sie bei den Plakaten vor allem eines gemacht: nichts falsch. Die Portraits wirken gut, die Hintergründe je nach Wahl mal verschwommen aus der Region, mal der Bundestag. Klar, einfach und seriös kommt der Auftritt rüber. Einzig Melanie Huml sollte nochmal mit ihrem Grafiker in media res gehen. Beherzigt man die Schlagworte auf dem Plakat und geht mal “näher dran”, dann stechen doch ein paar Grafiksünden ins Auge. So viel Photoshop braucht die Ministerin doch gar nicht. Sie wirkt auch so adrett und sympatisch. Ich hab’s dann lieber fränkisch natürlich als im Madam-Tussauds-Wachsfigurenlook. Und sehe nur ich einen Gamsbart im Bild? Das Format mit den auffälligen Brückenbannern ist übrigens wirklich gut.

Wirklicher Gewinner aller Wahlwerbungsklassen ist für mich der Landesvater Horst Seehofer und die Landespartei. Klasse, der braucht noch nicht einmal einen Namen: “BAYERN, Unser Ministerpräsident.” Schon ist allen klar, wer hier Chef im Land ist. Es scheint undenkbar, dass sich daran etwas ändern könnte. Die Wahl scheint bereits entschieden. Wunderbar die Motive mit spielenden Kinder mit dem Claim “Zukunft”, den Isarpicknickern in der “Heimat” oder der traditionellen Blasmusik zum Thema “Zusammenhalt”. Da harmonieren Motive und Message und es wird sich kaum einer finden, der hier nicht zustimmend “ja, irgendwie scho’…” nicken kann.

Persönliche Piraten

Die Netzfreibeuter fahren eine recht interessante Strategie. Sie mischen lokale Gesichter mit Thesen der Landespolitk. Eine durchaus pfiffige Idee, vor allem wenn man bedenkt, dass nur ein Teil der Parteienwerbung mit wirklichen Inhalten verknüpft ist. Die lokale Identifikation der affinen Zielgruppe scheint so “Du auf Du” vom Punk bis zum Schlipsträger durchaus möglich. Nur einen mit Augenklappe hab ich vergeblich gesucht.

Bild-Zeitung wählen?

Parolen statt Portraits heißt es bei der Bild-Zeitung, ähh… nein, es ist doch Die Linke. Mit der Anmutung der täglichen Schlagzeilen der großen Deutschen Boulevardzeitung versucht die Linkspartei vor allem Themen relevant und ihre Positionen hierzu deutlich zu machen. Insgesamt besteht mir dann aber doch zu viel akute Verwechslungsgefahr mit den täglichen Aufstellern der Zeitungskioske. Kreativ ist anders und zudem verspielen die Linken den psychologischen Effekt von sympathischen Gesichtern. Haben die eigentlich überhaupt welche in Bayern?

Frei in der Natur

Durchweg ordentlich der Auftritt der Freien Wähler. Transparente Störer mit modernem Schriftbild lassen eine zeitgemäße Partei vermuten. Dass die Kandidaten auch noch mitten im Kornfeld vor der Altenburg-Kulisse stehen transportiert Heimatverbundheit. Insgesamt kommen die Plakate etwas blaustichtig daher, aber vielleicht auch schon die geheime Koalitionsangebot-Botschaft an die CSU.

Wer? Was?

Da muss man erstmal drauf kommen. Lange dachte ich an einen rennitenten CSU’ler, der sich nicht mit dem Corporate Design seiner Partei anfreunden kann. Irgendwann erkennt man dann fast ungläubig, sofern man es nah ans Plakat schafft, dass es sich um einen Dr. Franz Eibel handelt. Und wenn man dann noch die Lupe dabei hat, könnte man bemerken, dass es sich nicht um einen neuen Zahnarzt in Bamberg handelt, sondern um den Kandidaten einer Partei: Alternative für Deutschland. Durchaus etwas Neues, Namen und Partei gut zu verstecken.

***

Insgesamt gelingt es keiner Partei das Gesamtkunstwerk Bayern so sehr für sich einzuvernehmen, wie der CSU – traditionell und authentisch, aber nicht altbacken. Die beste Wahlwerbung, die ich bisher dieses Jahr gesehen habe stammt von Horst Seehofer selbst. Im klasse Videoclip erklärt der Ministerpräsident in einer alten Küche vor seiner Brotzeit Bayern. Authentischer geht’s nicht – auch wenn alles natürlich nach einem genauem Plot abläuft, es wirkt auf den Betrachter jedoch nicht so. Den 1:31 Minuten langen Clip gibt’s bei YouTube: Horst Seehofer und seine Vision für Bayern: hautnah und direkt.

Das allerwichtigste aber zum Schluss. Egal, welche Parteienwerbung am meisten überzeugt, Leute geht’s wählen und nutzt das Privileg der Demokratie in unserem schönen Land.

Habemus Spielerkader


big_20130801_loeb_wright07_-_KopieDas Wünschen, Motzen und Fantasieren der Fans hat es ein Ende. Der Kader beim viermaligen Serienmeister Brose Baskets ist komplett. Er ist bei näherer Betrachtung nicht nur erneut hochklassig besetzt und wieder logisch zusammengebaut, nein er ist auch durchweg interessant und macht Luft auf die Saison.

Spielerkader

Zack Wright (PG), John Goldsberry (PG), Daniel Schmidt (PG), Anton Gavel (PG,SG), Jamar (SG) Smith, Karsten Tadda (SG/SF), Casey Jacobsen (SF), Rakim Sanders (SF/PF), Novica Velickovic (PF), Sharrod Ford (PF/C), Johannes Richter (PF/C), Philipp Neumann (PF/C), Maik Zirbes (C)

Erfolgstrio bleibt

Bamberg ist es gelungen das wichtige Erfolgstrio um Anton Gavel, John Goldsberry und Casey Jacobsen eine weitere Saison zusammen zu halten. Es scheint, dass um die drei herum alles passiere könnte – die vergangene Saison lässt grüßen – und dennoch schafft es dieser erfahrene Haufen die Mitspieler mitzureisen und den Fokus auf wichtige Ziele zu lenken. Ein wohl einmaliges “Führungsspielertrainertrio”.

US-Balkan-Power-Duo

Dazu gesellt sich der letzte Saison als Rostlaube gekommene und als V8 Hot Rod in die Sommerpause verabschiede Sharrod Ford, der nicht zuletzt wegen seiner überragenden Play-Off-Serie und dem entscheidenden Block gegen Oldenburgs Dru Joyce nachhaltig positiv in Erinnerung blieb. Gleich zwei Jahre kann der athletisch Amerikaner mit dem sicheren Händchen aus der Distanz die Jungcenter Philipp Neumann und Maik Zirbes am Brett unterstützen. Komplettiert werden die großen Position abermals von einem großen Namen. Nachdem Boki Nachbar jetzt das rot-blau gestreifte Trikot des großen F.C. Barcelona trägt, wird der jugoslawische Nationalspieler Novica Velickovic in seine Fußstapfen treten. Der ehemalige “Rising-Star”-Gewinner der Euroleague in den Farben von Partizan Belgrad stand bereits im glänzenden Trikot der Königlichen von Real Madrid vor einer ganz großen Karriere bevor ihn schwere Verletzungen zurück warfen. Zuletzt kämpfte sich der Serbe, der wegen seinem tänzelnden Zonenverhalten und dem lockeren Handgelenk, als Mischung aus Peja Suput und Boki Nachbar gilt, in seiner Heimat bei Mega Vizura mit 14.6 Punkte und 5.5 Rebounds im Schnitt wieder zu europäischer Klasse zurück und darf in Bamberg den schon fast traditionellen Balkan-Power Forward spielen.

Neuer Spielmacher mit Qualitäten

Im Backcourt hat Headcoach Chris Fleming bei seinen Verpflichtungen auf die bisherigen Schwachstellen reagiert: Rebound, Verteidigung am Flügel und Killerinstinkt. Mit dem neuen Spielmacher Zack Wright (Foto) kommt ein erfahrender Lenker vom russischen Top-Team Spartak St. Peterburg der u. a. Februar MVP-der russischen Liga war. Der bosnische (!) Nationalspieler gilt als physisch extrem starker Spielmacher mit überragenden Verteidigungsqualitäten und klasse Ballverteiler. Nicht zu seinen stärker gehört der Distanzwurf, jedoch scheint dies der Spielmacher auch zu wissen und wirft nur äußerst selten von der Dreierlinie. Dafür lesen sich andere Statistiken vielversprechend: 11.4 Punkte, 3.6 Rebound, 5.5 Assists und 1.6 Ballgewinne bei 67% (!) Wurfquote aus dem Zweierbereich standen hier zu Buche.  Zudem wurde er von einem Magazin als einer der 50 am besten angezogenen Sportler in Europa gewählt. Ein Blick in seinen Instagram-Account und die gelungene Website kingzeko.com gibt durchaus Hinweise auf einen gewissen Style.

Killerinstinkt gesucht

Weniger in der Modebranche, dafür mehr auf dem Feld punkten soll Jamar Smith. Der US-Guard wurde als Wunschspieler bereits frühzeitig an Land gezogen und soll dem Backcourt endlich wieder den Scoring-Punch verleihen, der mit dem Abgang von Brian Roberts in die NBA verloren ging und letzte Saison kaum adäquat ersetzt wurde. Genau wie der ehemalige Bamberger kommt Smith über die Scout Rooney-Verbindung aus Galil Gilboa und soll in entscheidenden Situationen den Ball sicher im Korb platzieren. Mehr als 15 Punkte pro Partie bei einer Dreierquote von über 46% in Israelischer Liga und Balkan Liga kumuliert sind vielversprechende Werte, die für seine Rolle im Team sprechen.

Sprungwunder mit IQ

Noch nicht offiziell präsentiert, aber lt. gut informierten Quellen fix ist auch Jamar Smith’ Mannschaftskollege Rakim Sanders. Zwar mag der Vergleich mit Bambergs ehemaligen Starspieler P.J. Tucker ein wenig zu hoch gegriffen sein, doch der Spielertypus geht klar in diese Richtung. Der junge Sanders ist ein überathletischer Forward, der auf beiden Flügelpositionen einsetzbar ist. Er gilt mit hohem Basketball-IQ gesegnet und denkt auf dem Feld nicht nur für sich, sondern für die komplette Mannschaft. Bei Gilboa hat er sich mit Saisonwerten von 12.7 Punkte und 4.7 Rebounds pro Partie bei fast 40% Dreierquote verdient gemacht. Nicht nur die Fans dürften sich auf seine Windmill-Dunking-Qualitäten freuen, sondern auch Casey Jacobsen über die Entlastung am Flügel.

Fazit: Bast scho

Nimmt man alle Puzzleteile zusammen, dann ergibt sich ein starke Mannschaft für die Beko BBL und die Euroleague, die die Konkurrenz des FC Bayern München, von ALBA Berlin und den EWE Baskets Oldenburg nicht fürchten braucht. Die Schwachstellen der abgelaufenen Saison wurden alle gut adressiert und im entwicklungsfähigen Team findet sich eine gesunde Mischung aus Erfahrung und aufstrebenden Import-Spielern, die die nächsten in der Reihe von Kyle Hines, Brian Roberts, Marcus Slaughter und P.J. Tucker sein könnten, wenn es darum geht in Bamberg den großen Durchbruch zu schaffen. Nicht zuletzt bleibt auch noch Raum für die Eigengewächse und deutschen Talente, um ihnen Raum für den nächsten Entwicklungsschritt zu geben. Statt der Verpflichtung eines ausländischen Centerspielers, setzt Bamberg auf der “Fünf” auf die talentierten Maik Zirbes und Philipp Neumann, die den nächsten Schritt machen sollen. Chapeau!

Foto: Brose Baskets / Daniel Löb

GNTB: Germany‘s next Top-Basketballclub 2013


Leider (Hmmm?) waren die Protagonisten der Brose Baskets und der EWE Baskets Oldenburg schneller fertig als erwartet. Somit ist das neue Basketball- und Lifestyle Magazin RED seiner Zeit hinterher, ebenso wie mein nachfolgender Beitrag. Dennoch möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten, es wäre ja gut möglich gewesen, dass wir uns heute zu Spiel 4 getroffen hätten. 

Alle Jahre wieder ist es soweit. Mit großem Brimborium, einer riesigen Tüte Spannung und Fans am Rande eines Nervenzusammenbruchs wird Germany‘s next Top-Basketball-Team gesucht. Von den insgesamt 18 Bewerberclubs haben es acht in die engere Auswahl geschafft. Jetzt, am Ende stehen sich nach einem harten Wettbewerb, in dem auch die eine oder andere Träne floss, noch genau zwei Kontrahenten im Finale gegenüber. An dessen Ende wird Top-Juror Jan Pommer den begehrten Titel in einem Blitzlichtgewitter an Casey oder Rickey überreichen. Mit ein wenig Glück lässt auch der Ligasponsor noch etwas weiße Ware für die Sieger springen und es hagelt dicke Anschlussangebote aus ganz Europa für die erfolgreichen Protagonisten.

Dabei war es für die beiden Basketballmodelle ein langer Weg dorthin, die Konkurrenz in den vergangenen „Shootings“ war durchaus respektabel. Das favorisierte erfahrene Modell aus Bamberg erwies sich im Programmverlauf zeitweise als launische Diva. Nach ein paar zickigen Auftritten in der Vorausscheidung und Enttäuschungen auf den Parketts in den großen Metropolen Europas, haben viele Anhänger des Formats bereits andere Kandidaten vorne gesehen. Die Großstadtjungs aus Berlin zum Beispiel, mit dem stilbewussten und auf Hochglanz polierten Balkan-Zampano an der Seitenlinie sowie Heikos großer Klappe im Gepäck. Doch in der Endrunde gab es für die Bamberger nach jedem „Shooting-Duell“ ein tolles Siegerfoto, welches den Gang in die nächste Runde bedeutete. Dabei stachen die emotionalen Franken die Konkurrenz, die etwas grob auftretenden Hagener und die ungeliebten, leicht versnobt wirkenden Münchener, aus. Bei letzteren half auch die Unterstützung des gesamten Freundeskreises um Ulli, Ede und Basti nichts. Heidi Klum hätte beim Originalformat wohl „Du bist ein tolles Mädchen, mach auf jeden Fall weiter, Du wirst Deinen Weg gehen“ gesagt – oder etwas Ähnliches. Ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt. Auf jeden Fall war in dieser Episode eine ganze Menge „Drama, Baby“ mit von der Partie.

Auf der anderen Seite stehen die kühlen Oldenburger aus dem Norden im Finale. Die, die sich über die gesamte Staffel kaum eine Schwäche geleistet haben und mit Rasta-Look besonders überzeugen konnten. Zuerst hat sich der grelle, sonnengelbe Look knapp gegen Bonns knalliges Pink durchgesetzt. Anschließend gab es kein Foto für die extravaganten, blonden Wuschelköpfe aus dem Schwabenland, die so viel Sexappeal auszustrahlen scheinen.

Jetzt steht also der Showdown an und in der ersten Challenge „Verführe das Publikum an einem regnerischen Sonntagnachmittag“ behielten die Bamberger die Nase vorn. Laufsteg Trainer Jorge Gonzales wäre stolz auf Neumanns Tänzeleien durch die Zone gewesen und Thomas Hajo käme bei der gepflegten Bartpracht von Anton, Maik und Co kaum mehr raus aus dem  Schwärmen über so viel maskulinen Style. Weitere interessante Aufgaben warten nun auf die beiden Finalisten, die alle ihre Fanmassen zur roten Wand und zur gelbe Horde mobilisiert haben, um möglichst tolle Szenen für die beiden Topfotografen Daniel Löb und Ulf Duda abzuliefern. Es bleibt jedenfalls hoch spannend, wer den Juryvorsitzenden mit der prägnanten Frisur überzeugen kann, am Ende mit reichlich Blubberwasser im Konfettiregen feiern darf und als Lohn auf die besten Basketballlaufstege Europas geschickt wird.