Albakiller a. D.


Gavels Verletzung im Gepäck ist das einzige Zählbare, war die Brose Baskets im Gepäck aus Ulm nicht nach Franken genommen haben. Kein Pokal, keine Ende der Diskussionen um den aktuellen Kader. Die Enttäuschung in Freak City sitzt tief und dass sogar der FT in aller Deutlichkeit kritische Worte abdruckte, ist ein Beleg für die ungenügende Mannschaftsleistung im Halbfinale. Erneut ist der Meisten von ALBA Berlin deutlich in die Schranken gewiesen wurde, das “Albakiller”-Label hat sich damit endgültig in den Ruhestand verabschiedet, a. D. quasi.

Der “Europäer” fehlt

Es fehlt in einer Gewissen Art und Weise der Schuss Genialität und Qualität, den Bamberg in den vergangenen Jahren im Kader hatte. Es mag durchaus platt klingen, aber die Komponente eines Spieler mit europäischem Spielwitz und Spielkultur geht Bamberg, seit dem gescheiterten Novica Velickovic-Reha-Experiment 2013/14, ab. In den letzten Jahren standen hierfür Namen wie Peja Suput und Boki Nachbar, die aus jeder Situation durch Basketball-Know-how oder individuelle Klasse eine Lösung aus dem Hut zaubern konnten, die den Gegner überrascht hat. Jetzt gibt es zwar insgesamt ein Plus an Athletik, aber gegen starken Defensivreihen scheit man als Mannschaft zu oft zu schnell mit dem Latein am Ende zu sein.

Gavel einzige Konstante

Nur Anton Gavel bildet von den Leistungsträgern hier eine positive Ausnahme. In jedem Spiel nimmt der die Rolle des Führungsspielers bereitwillig an und übernimmt Verantwortung auf beiden Seiten des Spielfeldes.  Ihm fehlt jedoch der verlässliche Side-Kick. Zu oft scheint der gebürtige Slowake in Drucksituationen auf sich alleine gestellt. Was wäre Batman ohne Robin und Alfred, was Colt ohne Howie und Jody, was das A- ohne das Team? Diese verlässlichen und konstant in Erscheinung tretenden zweiten und dritten Leistungsträger, mit denen Bamberg zu einer gefährlichen Hydra mutierte, fehlen aktuell.

Spannung scheint garantiert

Es ist durchaus spannend, wie sich dieser stark US-athletisch geprägte Kader bis zu den und in den Play-Offs entwickelt. Eine Prognose wäre geradezu töricht, zu groß erscheint die mögliche Varianz. Jetzt, Ende März sind anderen Spitzenteam im direkten Duell wohl einen Schritt weiter und smarter auf dem Feld. Kantersiege gegen Nicht-Topteams dürfen nicht darüber hinweg täuschen. Ein erster Test werden die kommenden 14 Tage, wenn das Team ohne sein Herz Anton Gavel in die Beko BBL-Schlachten ziehen muss. Wann, wenn nicht jetzt, wäre der Raum für weitere Spieler ihren Anspruch zu untermauern Führungsspieler und Leistungsträger zu sein.

Jordan – his assistness


Foto: Beko BBL

Foto: Beko BBL

Aufsteigender weißer Rauch von der Brose Arena hätte heute gut ins Bild gepasst. Zum einen durfte Wolfgang Heyder “Habemus Spielmacher” verkünden, zum anderen gab es die vergangenen Tage wohl viele rauchende Köpfe um den letzte Kaderplatz für den Kampf um Titel zu besetzen. Die Wahl viel auf Bonns Spielmacher Jared Jordan und damit auf die Variante “Nummer sicher”. Nachdem sich die sportliche Leitung im Sommer noch hier und da verkalkuliert hat wird man mit ihm kaum Überraschungen erleben. Unisono gilt der 1.88 m lange US-Amerikaner als bester purer Point Guard der Liga, der wie kein anderer das Spieler seiner Mannschaft leiten und beeinflussen kann. Damit schließt er ein Vakuum bei den Brose Baskets. Sein Vorgänger Zack Wright hat dies, bei aller spielerischen Qualität, nicht im erforderlichen Maße abrufen können.

Es ist ja bekannt gewesen, dass wir uns nach der Trennung von Zack Wright auf der Suche nach einem neuen Aufbauspieler befunden haben, um uns im Kampf um die deutsche Meisterschaft bestmöglich zu verstärken. In Jared Jordan haben wir die Idealbesetzung für die vakante Position gefunden. – W. Heyder

Neuer Impuls für das Bamberger Spiel

Unter Jordans Regie, sollte sich der knirschende Sand im Bamberger Uhrwerk merklich lindern. Mit seiner überragenden Übersicht ist er in der Lage die hervorragenden Shooter wie Gavel, Jacobsen oder Smith in der richtigen Situation zu bedienen und auch die Frontcourt-Asse Fischer, Ford, Zirbes und Harris dürfen sich über rege Zuspiele in luftiger Höhe freuen. Dass dabei auch Jordan selbst einen guten Wurf von der Dreierline (37,4 %) besitzt, eröffnet nochmals neue Räume für seine Mitspieler. Insgesamt ist der ehemalige Bonner einer der effektivsten Spieler in der Liga, auch weil er neben seiner herausragenden Assistrate (7.8 apg) mehr als ordentlich beim Rebound (3.6 rpg) zupackt und damit so manchen Center in der Liga hinter sich lässt.

In der Verteidigung wird dem 29-jährigen manchmal eine gewisse Robustheit abgesprochen. Hier in Bamberg steht ihm mit Gavel  ein überragender Verteidiger zu Seite und hinter ihm warten die beiden Abräumspezialisten Ford und Fischer als Versicherung in der Zone.

Quelle: Brose Baskets + edit

Foto: Brose Baskets + edit

Headcoach Fleming hat nun alle Strippen gezogen, um die Brose Baskets für den Kampf um beide nationalen Titel zu rüsten. Jetzt gilt es das Potential auch in Erfolge umzumünzen. Mit Jordan und Goldsberry hat der Übungsleiter nun gleich zwei erfahrene verlängerte Arme auf dem Spielfeld. Beide wissen genau, wie der Beko BBL Playoff-Hase läuft und der Neuzugang ist heiß auf seinen ersten nationalen Titel.

Beko-BBL Stats 2013/14:
10.0 Punkte, 3.6 Rebounds, 7.8 Assists
pro Spiel

Bonner Schriftverkehr

In Bonn hingegen bläst man, trotz rheinischen Karneval, Trübsal. Es ist die Rede von einem aufgezwungen Spielerwechsel, der eine neue Dimension im Gebaren der Beko BBL Klubs untereinander einläutet. Telekom Baskets Präsident Wiedlich erhebt diese Vorwürfe in einem offenen Brief, relativiert jedoch mit den Worten, dass die Sache zwar unüblich erscheine, jedoch nicht ungesetzlich sei. Die Trauer über den Wechsel seines wichtigsten Akteurs ist nachvollziehbar sollte durch eine stattliche Ablösesumme versüßt worden sein. Als Ersatz haben die Magentafarbenen bereits Eugene Lawrence verpflichtet.

Ene mene bu und raus bist Du!


Selten war der Anspruch der Bamberger Basketballer in den vergangenen Jahr weiter von der Realität entfernt als gestern Abend nach der Schluss-Sirene auf Sardinien. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass sich die Brose Baskets erstmal aus der Riege der ambitionierten europäischen Clubs verabschiedet haben. Die besten 32 Teams des Kontinents im Top16 der Euroleague und im Achtelfinale des Eurocup finden ohne den nationalen Branchenprimus statt. Mit dabei dafür der FC Bayern München, ALBA Berlin und ratiopharm Ulm.

Führungsspieler Anton Gavel sprach gestern emotional aufgewühlt davon, dass etwas passieren müsse. Keine 24 Stunden später luden die Brose Baskets zur Pressekonferenz. Michael Stoschek, Wolfgang Heyder und Chris Fleming verkündeten in trauter Dreisamkeit die Abgänge von Spielmacher Zack Wright (10.0 ppg, 2,9 rpg, 3.3 apg | Beko BBL) zu Panathinaikos Athen und die Vertragsauflösung von Novica Velickovic (4.4 ppg, 4.3 rpg | Beko BBL). Beeindruckend und fast schon ein Novum, dass die beiden sportlichen Verantwortlichen mit sich selbst ins Gericht gingen und Fehler bei der Kaderzusammenstellung reklamierten.

Zwei geplante Starter gehen

Foto: Beko BBL

Foto: Beko BBL

Beim athletischen Playmaker Zack Wright, hat es trotz aller Bemühungen bei der Seiten einfach nicht Klick gemacht. Nach etlichen Dates mussten beide Parteien einsehen, dass sich keine Verliebtheit einstellen wollte. Besonders bitter erscheint die Erkenntnis, wenn man betrachtet welche starke Saison Alex Renfroe (13.2 ppg, 4.2 rpg, 5.2 apg | VTB United League) aktuell bei Einsey in Russland spielt. Er hatte im Sommer als erster aus dem Kader weichen müssen, da man es mit einer Alternative versuchen wollte.

“Wir hatten Zack Wright als Point Guard für unsere Startformation verpflichtet – es wurde allerdings zunehmend klar, dass er mit diesen Erwartungen an ihn nicht zurechtkommt.”

Foto: Beko BBL

Foto: Beko BBL

Die anderen Nachfolgeregelung erscheint noch weit dramatischer. Als Mischung zwischen Predrag Suput und Boki Nachbar, der aktuell mit dem FC Barcelona von Erfolg zu Erfolg eilt, wurde Novica Velickovic präsentiert. Monatelang war der Serbe offiziell nicht fit, danach bis zum heutigen Tage inoffiziell. Fit sei er, wurde zuletzt immer wieder betont, aber die Worte aus der heutigen Pressemitteilung sprechen eine andere Sprache.

„Wir waren und sind von den spielerischen Qualitäten von Novica überzeugt, mussten allerdings erkennen, dass seine körperliche Verfassung den hohen Anforderungen der weiteren Saison nicht gewachsen sein wird.”

Der Kader ist damit teilweise konsolidiert und die nicht wirklich vorhandene Lücke, die der Power Forward hinterlässt wird in wenigen Tagen Sharrod Ford schließen, der aus dem Lazarett zurück kehren wird. Der Spielwitz von “Nole” als europäisch geprägter Spiele hätte dem Team durchaus gut zu Gesicht gestanden. Ist es doch national und international ein Erfolgsrezept verschiedene Spielkulturen richtig abzuschmecken. An Athletik sollte es Bamberg im weiteren Saisonverlauf zumindest nicht mangeln, der Headcoach kann Rakim Sanders, Sharrod Ford und D’Or Fischer gemeinsam eine aufs Feld schicken und den Gegner zumindest physisch vor arge Probleme stellen.

Neuer Spielmacher wird gesucht

Mit John Goldsberry, Anton Gavel, Jamar Smith und Karsten Tadda haben die Baskets einen konkurrenzfähigen Backcourt. Dennoch suchen die Verantwortlichen bis zum Ende der Wechselfrist noch einen Spielmacher, der Zack Wrights angedachte Rolle beherrscht. Während Kaliber wie Walter Hodge und Pooh Jeter anderweitig anheuern, hat Wolfgang Heyder wohl Fox Cantus Spielmacher Joe Ragland (14.7 ppg, 2.8 rpg, 5.2 apg, 44% 3er-Quote | Eurocup) beobachtet. Zudem es gibt Gerüchte zum Interesse an Bonns Passkünstler Jared Jordan (10.6 ppg, 3.6 rpg, 7.8 apg, 39% 3er-Quote | Beko BBL). Letzterer wäre die Lösung Marke “Nummer sicher”, nachdem kaum jemand der “Überraschungs- und Potentialkandidaten” im Sommer die hohen Erwartungen konstant erfüllen konnte. Spielintelligenz und Führungsstärke sind auf jeden Fall Eigenschaften, die der Neue mitbringen sollte. Haben die Brose Baskets in dieser Saison doch regelmäßig komplett die Linie verloren, wenn es gegen erfahrene Mannschaften mit Spielwitz und “alten Hasen” ging: Kaunas, Ankara, Sassari.

Spannend wird es im Sommer, wenn die Saison vorüber ist. Wird das Brose-Team und Scout Brendan Rooney nochmals große Wagnisse und Risiken eingehen oder wird der FC Bayern München zum Vorbild. Der Landeshauptstadtclub hat vor der Saison sein Personal vor allem innerhalb der Liga rekrutiert und wurde dafür hart kritisiert. Platz 1 in der nationalen Liga und eine gute Rolle im Top16 der Euroleague gibt der Strategie von Pesic Sr und Pesic Jr. recht.

Ente gut, alles gut!


You XieYou Xie als Betreiber des legendären China-Imbiss am Kranen kennt jeder. Um You Xie als Journalist, Interlektueller und Dissident wissen mittlerweile viele. In Zukunft könnte You Xie auch im Bamberger Stadtrad die Geschicke im Weltkulturerbe mitbestimmen. Dabei beweißt der CSU-Kandidat und dessen Partei auf dem Wahlplakat durchaus einen Hang zum Humor:

Ich bin ein Bamberger!
Ich stehe für Bamberg!
Ente gut, alles gut!

Eine Gute Wahl… und wenn es nur um das gebratene Wassertier geht.

Mehr zu You Xie gibt es in einem schönen Portrait in der FAZ zu lesen.

Motivation statt Revolution


Im Moment muss ich täglich aufs Neue gegen einen Mix aus Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit ankämpfen. Nicht unbedingt die beste Voraussetzung, um riesige Vorsätze zu fassen. Deshalb habe ich dies auch nicht getan. Gelinde gesagt, mangelte und mangelt es mir einfach an Motivation.

Andere sind mir hier mehrere Schritte voraus und waren sogar derart motiviert, einen ganzen Tag zum Thema Motivation zu organisieren. “Boah”, denke ich mir, das könnte doch mein Weckruf für 2014 sein. Das 10. Wobla Expertenforum mit dem schönen Titel “MOTIVAT!ON – Ihr ganz persönlicher Kick-Off 2014“. Das klingt doch schon mal gut – das schau ich mir gerne an.

Ich bin schon gespannt, herauszufinden wie mein Kick-Off aussehen wird. Ich werde von einem Zauberer namens Jörg Alexander lernen, dass wir uns öfter täuschen lassen und einer Illusion hingeben, wie uns lieb ist. (Ja, ich glaube fest an die 5. Brose Baskets Meisterschaft in Serie, ehrlich!). Dr. Stephan Frädrich wird nach diversen Pro7 Top Models nun endlich mir erklären, wie ich mit dem Günter-Prinzip meinen inneren Schweinehund überwinde. Dabei wäre allerdings noch zu klären, ob das böse Tier auf den Namen Günter hört oder es einen Günter-Superhelden gibt, der ihm den Garaus macht. Bis zum 1. Februar muss ich mich mit dieser Fragestellung wohl noch quälen.

Ein neues Buch

Neuen Lesestoff bekomme ich auch noch vorgestellt: “Der Fisch stinkt vom Kopf” schreibt Hein Hansen in seinem Besteller-to-be. Und Irgendwie erinnert mich dieser Ostfriese verdammt an Michael “Big Social Mike” Ehlers. Vom Verfasser der Social Media Revolution geht es zum Referenten über Social Media Motivation. Wie gewinne ich mehr Facebook-Fans und wie motiviere ich sie treue und aufmerksame Follower zu sein? Von Elmar Rassi erwarte ich im wahrsten Sinne des Wortes “einen rassige Vortrag”, der in Zeiten einer gewissen Facebook-Müdigkeit und Überfrachtung sicher hochspannend wird.

Ich bin auf jeden Fall dabei, vielleicht treffe ich ja den ein oder anderen von Euch und wir starten anschließen Topmotiviert durch – off- und online. Karten gibts ab 59.- Euro unter www.wobla-expertenforum.de. Und wer keine Lust hat, mit Tupperware anzureisen, für den gibt’s für ein paar Euro mehr sogar Catering – hoffentlich Fischkopflos.

Noch mehr Motivation gefällig?

Ach ja, und wer so schön motiviert war und bei Facebook oder im Blog dem Post ein “Like” oder Kommentar gegeben hat (oder er noch geben wird), der kann einen iPod Shuffle 3. Generation mit 4 GB Speicher gewinnen. Netterweise haben FMS Computer (www.fms-computer.de), ein Apple Premium Reseller in der Kettenbrückenstraße 1 in Bamberg und das Institut Michael Ehlers, so ein cooles Ding zur Verfügung gestellt. (Teilnahmeschluss: Mittwoch 29.01., der Rechtsweg ist ausgeschlossen ebenso wie eine Barauszahlung.)