Dadord rot-weiß aus Nemberch


Als geneigter Tatort-Fan habe ich freudig auf den gestrigen Tag hingefiebert. Meine Erwartungen an den ersten Franken-Tatort waren jedoch unausgegoren und es stellte sich die Frage, was hätte ich eigentlich erwarten sollen und sollte ich überhaupt etwas erwarten. Letztendlich bin ich unaufgeregt in den Krimiabend gestartet und muss gestehen, dass mir die erste Episode mit dem Nürnberger Ermittlungsteam wirklich gefallen hat.

Foto: BR/Olaf Tiedje

Foto: BR/Olaf Tiedje

Zwar wird der Fall an sich kaum in die Tatort-Hall-of-Fame eingehen, aber die 90 Minuten waren durchweg unterhaltsam. Unterhaltsam auf eine angenehm unaufgeregte Weise und dennoch mit gewissen Pointen. Zuletzt waren mit viele Tatort-Folgen zu überdreht, zu viel Hollywood, thematisch zu weit weg. Da kamen die klassische Handlung zweier Famlientragödien 50 Kilometer weiter süd-östlich gerade recht.

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Bamberger Pokalschmerz


Nichts war es mit dem ersten Titel der Nach-Fleming-Ära der Brose Baskets. 70-72 leuchtete es nach Spielende von der Anzeigentafel, eine Aktion für und wider hatte den Ausschlag im Beko BBL Pokalfinale zugunsten der EWE Baskets Oldenburg gegeben. Den Norddeutschen muss man dabei sportlich fair zu einer couragierten Leistung gratulieren. Sie haben ihren Heimvorteil in viel Energie auf dem Feld umgesetzt und den leichten Favoriten aus Bamberg denkbar knapp bezwungen. Jubel und Freude dort – Tränen und Enttäuschung hier. Dabei sah es 6:44 Minuten vor dem Ende noch gut für die Oberfranken aus. Dawan Robinson verwandelte einen Korbleger zum 64-56 und die Mannschaft wirkt souverän auf dem Weg zum Titelgewinn. Doch nur kurz danach sind zwei entscheidende Ereignisse auf dem Feld passiert:

Big Points verpasst

Zum einen haben die Brose Baskets es verpasst den Big Point zu machen, der Korbleger von Janis Strelniks verfehlte knapp sein Ziel. Statt einer Zehnpunkteführung gab es ein Déjà-vu. Man konnte sich darauf verlassen, dass in jeder Phase in der Bamberg beste Gelegenheiten auslies davon zu ziehen, Oldenburg mit einem erfolgreichen Distanzwurf konterte. Diesmal war es dem großen Rickey Paulding persönlich vorbehalten, das entscheidende Zeichen zum 64-59 zu setzen. Wenig später legte Nemanja Aleksandrov zum 64-62 nach – insgesamt fanden elf wichtige Dreier den Weg in den Bamberger Korb.

Fakt: 33 von 72 Oldenburger Punkten durch Dreier

Foulmanagement ungenügend

Zum anderen war das Foulmanagement Bamberg katastophal. Früh hatte man bereits vier Mannschaftsfouls auf dem Anschreibebogen stehen und dem Gegner fortan immer wieder zu leichten Freiwurfpunkten eingeladen. Zudem musste der überragende Janis Strelniks, ein Garant für Ruhe und wichtige Körbe in die hektische Partie 3:05 Minuten vor dem Ende ausgefault auf die Bank. Ein herber Verlust. Wenig später folgte auch noch Daniel Theis, der insgesamt ein schwaches Wochenende hatte. Ohne den Letten geriet die Offensive merklich ins stocken und verlor sich in Einzelaktionen.

Fakt: 20 mal stand Oldenburg an der Freiwurflinie

Der ebenfalls starke Brad Wanamaker alleine musste fortan drei schlechte Dreier nehmen, von denen keiner sein Ziel fand. Auf der Gegenseite besorgte erst Chris Kramer relativ einfach von der Freiwurflinie den Ausgleich, Philipp Neumann wenig später aus gleicher Position die 64-66 Führung. Das Unheil nahm seinen Lauf und die EWE Baskets konnten 17 “easy baskets” von der Linie erziehlen, Bamberg nur elf (bei immerhin 100 % Trefferquote).

Diskussion Duncan statt Robinson?

Für Diskussionen hat die Besetzung der Ausländerpositionen gesorgt. Nicht wenige hätte gerne Power-Forward Josh Duncan lieber im Kader gesehen als Comboguard Dawan Robinson. Dieser konnte heute in 27 Minuten auf dem Feld bei sechs Punkten, 33 % Feldwurfquote, vier Ballverlusten (davon zweimal bei der Ballannahme im Aus gestanden) und einer Effektivität von zwei wahrlich nicht überzeugen. Die Entscheidung von Cheftrainer Andrea Trinchieri ist aber nachvollziehbar. Oldenburg bringt mit Caspar Ware, Julius Jenkins, Chris Kramer gleich drei Topguards aufs Feld und auch Maurice Stuckey hat heute stark gespielt.

Fakt: 27 Minuten Spielzeit für Dawan Robinson

Dawan Robinson hat viel Druck bei Ballvortrag von Brad Wanamaker genommen, der über die gesamte Spieldauer sehr hart verteidigt wurde. Ohne den erfahrenen Ü30’iger wäre Bamberg heute in der Endphase mit Strelniks auf der Bank aber sehr dünn besetzt gewesen, noch dazu weil auch Karsten Tadda und Ryan Thompson heute quasi nicht statt gefunden haben (zusammen drei Punkte). Ein Szenario, in dem der Lette (real: fünf Fouls) und Brad Wanamaker (real: 4 Fouls) beide, ohne die entlastenden Robinson-Minuten, bereits Anfang bis Mitte des Schlussabschnitts nicht mehr mitwirken hätten können, hätte durchaus Realität werden können. Und was wäre dann gewesen? Karsten Tadda? Daniel Schmidt? Wäre der letzte Dreier des kritisierten US-Stirnbandträgers als Buzzer-Beater zum 73-72 in den Ring gefallen, dann wäre er jetzt der große Held und niemand würde die Entscheidung in Frage stellen. So eng liegen die Dinge manchmal eben beisammen.

Bamberger Sieger auf der falschen Seite

Letztendlich mag es eine kleine Ironie den Schicksals sein, dass ausgerechnet zwei ehemaliger Spieler aus der Bamberger Kaderschmiede heute den Beko BBL Pokal in die Höhe recken durften. Jungcenter und MVP Philipp Neumann (von der sportlichen Leitung um Wolfgang Heyder und Chris Fleming während der Saison abgegeben) war heute mit 12 Punkten und vier Rebounds bester Oldenburger und von unseren Inside-Spielern kaum zu stoppen und Maurice Stuckey hat drei ganz wichtige Dreier getroffen.

Fakt: 32 von 72 Siegerpunkten von deutschen Spielern

Inssgesamt ist es für die Basketballnation erfreulich, dass beim Sieger vor allem die deutschen Spieler der Partie ihren Stempel aufgedrückt haben. Neben den oben angesprochenen Akteuren, war auch von Philip Zwiener mit neuen Punkten stark mit von der Partie.

Noch kein Sieger-Gen

Am Wochenende hat sich gezeigt, dass Bamberg eine wirklich sehr starke Mannschaft ist, aber noch das absolute Sieger-Gen vermissen lässt. Zwar ist die Qualität hervorragend und das Team harmoniert, aber das relativ neue und junge Team hat noch wenig echte Schlachten zusammen geschlagen. Bei den teilweise sehr peinlichen Kommentaren in sozialen Netzwerken und Foren wird in Bamberg immer wieder vergessen wie viele bittere Niederlagen es in der Historie gebraucht hat, bis überhaupt der erste Titelgewinn in den Ären Bauermann (2) und Fleming (4) zustande kam.

Tough tough lost!!! Got to get the Bbl chip now

Brad Wanamaker via Twitter (@phillybul_22)

Vielleicht hat es diese Erfahrung gebraucht, um aus Brad Wanamaker einen Brad Winnermaker zu machen.

Wirtschaftsbyerat?


Eigentlich klingt die Idee prima: Ein Wirtschaftsbeirat für die örtliche Stadtpolitik. In Bamberg soll diese Gremium jetzt, in 2015 nach einer Beschlusslage aus dem Jahr 2001 installiert werden – also ganze 14 Jahre später. Eigentlich wäre das alleine schon ein Grund zum Stirnrunzeln, wer aber zuletzt die Kommunikation der Parteien und deren wortgewaltiger Schwergewichte über die gesamte Bandbreite der zu Verfügung stehenden Kommunikationskanäle verfolgt hat, bei dem mutiert die runzelig Stirn schnell zur Sorgefalte.

Die Leitidee eines Beirats für komplexe wirtschaftliche Fragestellungen ist lobenswert. Nicht jeder der gewählten Vertreter im Stadtrat kann ein Experte auf diesem reichlich anspruchsvollen und vielschichtigen Gebiet sein. Schließlich bildet auch der Rat lediglich einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung. Fehlendes Fachwissen bei Entscheidern wird durch Kompetenz im Beirat und dessen Beratungsfunktion ausgeglichen.

Wie bei vielen guten Vorschlägen aus der Praxis, wird auch dieser Gedanke gerade zum Spielball der Kommunalpolitik. Auch weil der Beschluss fast schon aus dem letzten Jahrtausend nachwirkt und insgesamt recht unkonkret gehalten ist scheint es einige Unklarheiten und Interpretationsspielräume zu geben. Es müsste sich folgerichtig noch einmal eingehend mit dem Ziel und der zugestandenen Kompetenz befasst werden, denn die Ansprüche haben sich über die Jahre sicherlich gewandelt. Er wenn diese Frage umfassend beantwortet wurde, kann eine seriöse Personalplanung beginnen.

Doch diese scheint bereits voll im Gange. Nicht gemeinsam, sondern durchweg konträr, selbst innerhalb der Koalitionen. Wer den Schlagabtausch in den sozialen Netzwerken verfolg hat, den beschleicht das ungute Gefühl, dass ein Gerangel um die Posten längst begonnen hat. Jeder der wirtschaftlich etwas auf sich hält bringt sich in Position und steckt lautstark seinen Claim ab. Könnte doch gerade der Vorsitz eines solch wichtigen Gremiums bei einem erfolgreichen Wirken ein ideales Sprungbrett für weitere Ämter sein.

Hier wirft der fachlich prädestiniert IHK-Präsident für die Blauen seinen Hut in den Ring, dort mahnt der profilierte Citymanager aus dem roten Lager, aber auch die restlichen Farben sind sich noch uneins. Zu kritisch gegenüber der wirtschaftlichen Ausrichtung der Stadt sei der eine, zu selbstverliebt in sein eigenes Wirken der andere. Insgesamt sind hier durchaus interessante Kommunikationsstrategien auf allen Seiten zu beobachten.

Bamberg macht sich wieder mal lächerlich. Welch eine unrühmliche Leistung morgen wieder einmal in der SZ zu stehen? Diese Stadtoberen “schaffen” das! — nachdenklich.

H. Trunk bei Facebook am 25.01.2015

Wirtschaftsbeirat – Die SPD, CSU, BuB und FDP sind sich einig, dass sie den Vorschlag der Verwaltung abwarten wollen, um dann inhaltlich zu diskutieren. Ein entsprechender Vorschlag soll bis zur Sommerpause vorgestellt werden und dabei das gesamte Leistungsspektrum der regionalen Wirtschaft abdecken. Sehr vernünftig! — zufrieden

K. Stieringer bei Facebook am 25.03.2015

Die Wahrheit liegt in einem Korridor zwischen den Extremen. Auch in der Traumstadt der Deutschen gibt es Raum für Optimierungen und dennoch machen handelnde Personen einen guten Job, der Respekt abverlangt. Letzendlich kann das Fachgremium nur bei einen erfolgreichen Schulterschluss Erfolg haben. Eine erste gemeinsame Überlegung müsste sein, welche fachlichen Fähigkeiten für einen Beiratsposten qualifizieren: Ein Parteibuch kann dies wohl kaum sein. Politik machen steht nämlich explizit nicht auf dessen Agenda Setting, sondern vielmehr eine praxisorientiere wirtschaftliche Beratung der Stadt Bamberg in strategischen Bereichsfragen.

Vor welche Herausforderungen steht die Bamberger Wirtschaft überhaupt? Die Konversion ist sicherlich ein große Thema der kommenden Jahre, aber auch weniger sichtbare Themen wie die Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse sind große Herausforderungen für alle Marktteilnehmer. Neben Vertretern aus Handel, Industrie, Tourismus und Handwerk, darf ein Mann (oder eine Frau) mit dieser Kompetenz also eigentlich nicht fehlen. Ist ein Onlinemarketeer, ein Digitalisierungsspezialist oder ein Agenturchef in diesem Gremium denkbar? Oder sind es am Ende wieder die alten Bekannten, die eben am besten vernetzt sind

Eine Idee, die auch beim Wirtschaftsbeirat zugrunde liegt, sollte Schule machen: Eines professionelles Personalberatungsunternehmen, mit Erfahrung bei der Zusammenstellung von effektiven Teams, könnte unabhängig helfen die richtigen Anforderungsprofile zu erstellen. Auf der anderen Seite müssten sich Bewerber mit ihrer Motivationsaussage nachdrücklich qualifizieren, denn neben aller fachlicher Kompetenz ist die Liebe zu Bamberg der wohl wichtigste Soft Skill. Nicht dass am Ende die Schlagzeile “Bamberger Wirtschaftsbyerat” lautet.

Temporäres Naherholungsgebiet in Bamberg-Ost


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In Bambergs Osten zwischen Gartenstadt und Schloss Seehof liegt nach dem entgültigen Abzug der US Army momentan der ehemalige Golfplatz brach. Während sich Brose-Guru Michael Stoschek und der Bamberger Golfclub noch im Duell um die zukünftige ursprüngliche Nutzung befinden, entdecken immer mehr Bürger aus dem Quartier das Gelände als willkommenes Naherholungsgebiet.

Direkt neben der A73 wechseln sich weite Grasflächen und schattenspendender Baumbestand in wunderbarer Harmonie ab. Geradezu eine Einladung der von Menschenhand geformten Natur für kleine Spaziergänge über das Areal abseits der Wege über das Grün und durch die Kieferngruppen.  Wenige vor dem Weltkulturerbelaub 2015 durchkreuzen auch immer mehr Läufer das Gelände und verschwinden rasch wieder in einem der urigen Waldwegen aus denen sie gerade noch gekommen waren.

Viel zurück gelassen hat die US Army nicht. Eine ausgediente Kühlbox und eine alte Holzkiste zieren den Wegesrand, ansonsten wirkt alles erstaunlich aufgeräumt – sieht man von der einsamen ausgebleichten und halb abgetauchten Plastikente im Biotob ab. Eigentlich herrliche Picknick-Flächen für den anstehenden Frühling oder Experimentierort für moderne Sportler, die sich wild zwischen einer Handicap-pflichtigen Golfanlage und Urban Golfing probieren möchten.

Das Gelände ist auch perfekt für Ausflüge mit dem Vierbeiner geeignet. Die großen Rasenflächen eignen sich perfekt für Ballwurfschleudern, Frisbees sowie lange Hundesprints und jeder Baum riecht super interessant. Nur mit Mülleimern für etwaige Hinterlassenschaften sieht es leider schlecht aus. Letztendlich ist aber jeder Besitzer selbst dafür verantwortlich, dass das Gelände in dem tollen Zustand für alle bleibt.

Dass alles nur von kurzer Dauer sind wird ist absehbar. Irgendwann werden die Löcher wieder bespielt und das ist auch gut so. Direkt vor der Haustüre ist die Verlockung groß auch mal diesem Rasensport zu fröhnen. Nach der Arbeit noch ein paar Bahnen zur Entspannung und am Ende ein Eis vom Lido am Gartenstädter Markt.

Mit Schirm, Charme aber ohne Melone


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Eigentlich ist es fast schon perfide am ersten Frühlingswochenende mit Temperaturen weit jenseits der zehn Grad und Sonne satt über ein trübsinniges Thema wie einen Regenschirm zu schreiben. Dennoch kann ich eine gewisse Begeisterung für einen kürzlich erworbenen Alltagsgegenstand nicht verhehlen, auch wenn ich ihn gerne zu Hause in der Ecke stehen lasse: der Schirm

Ein guter Schirm ist nicht nur ein praktischer Helfer in Gewittern oder Regenschauern, sondern auch eines der klassischen Herrenassesoirs. Nachdem der alte Schirm seinen Geist aufgegeben hat und ich meine Trockenheit über einen gewissen Zeitraum günstigen Produkten, ja sogar Werbeartikeln örtlicher Apotheken anvertraut habe, wollte ich wieder Qualität über mir wissen.

 

Knirps – der Klassiker

Nach ausgiebigen Marktrecherchen im Internet habe ich bei hiesigen Fachhändlern alle Vor- und Nachteile dieser Gattung in Augenschein genommen und getestet. Größe des Schirm, Tragekomfort, Gewicht, Maße, Optik, Aufspanndynamik, Haptik, reflektierende Sicherheitsbeschichtungen etc.
Man glaubt es kaum, wie viele Kriterien es bei einem handelsüblichen Schrim gibt. Es sollte auf jeden Fall ein so genannter Taschenschirm sein. Mein Wahl fiel letztendlich den Topmatic SL des bekannten österreichischen Herstellers Knirps.

 

Super Verarbeitung

Die Verarbeitung ist einfach top, von den Scharnieren am Metallgestänge mit seinen acht Schienen, über den automatischen Drucköffner bis zur den Nähten am Stoff. Alles wirkt extrem wertig, die Verbindungen sitzen super, kein Wackeln und kein Spiel bei Materialübergängen. Diese Wertigkeit schlägt sich natürlich auch im Gewicht nieder. Mit 540 g und 41,5 cm Länge ist das Exemplar nur bedingt Handtaschen geeignet – für mich geschlechtsspezifisch ohnehin kein Kriterum. Die 102 cm “Himmel” sind gut ausreichend, um mir genug Tockenraum im Regenfall zu gewähren. Das Öffnen geht blitzschnell und hinter dem roten Automatikknopf steckt auch jede Menge Power, die mit einem beindruckenden, leicht dumpfen Geräusch das Gerät entfaltet.

Richtig toll, fast schon überragend, ist der Griff aus lackiertem Ahornechtholz im Rundhacken-Design. Ein wirklicher Handschmeichler, es mach geradezu Spaß die Handinnenflächen am Holz zu haben, egal ob beim Tragen oder aufgespannt im Regeneinsatz. Das war eines meiner Hauptkriterien, weil allzuoft schlechte Griffe den Tragekomfort dermaßen Einschränken, dass man auch im Nässefall keine Lust auf den Schirmgebraucht hat. Das ist hier definitiv anders.

 

Qualität die ihren Preis hat

Ebenso schick für den Herren finde ich das klassische Hahnentrittmuster in grau-schwarz. Damit passt der Schirm zu jedem Einsatz – von Freizeitlook bis dunkler Anzug und hebt doch dennoch etwas vom obligatorischen Herrenschirmschwarz ab.

Alles in allem ein klasse Begleiter für schlechtes Wetter – der April kann also gerne machen was er will und ruhig reichlich nass werden. Den Topmatic SL gibt es für knapp 60 €. Damit ist er wahrlich kein Schnäppchen, aber bei der gebotenen Qualität hat man auch einen Begleiter über viele Jahre. Und wie heißt es doch so passend, wer billig kauft, kauf zweimal, beim Schirm wahrscheinlich sogar dreimal oder viermal.

It’s Miller time


Mit einer überraschenden Verpflichtung haben vor wenigen Tagen die Brose Baskets Schlagzeilen gemacht. Kurz vor dem Ende der Wechselperiode fand Forward Darius Miller von den New Orleans Pelicans seinen Weg nach Franken.

Vor dem Hintergrund der Verletzung von Josh Duncan haben viele mit einem Spieler gerechnet, der eher an Brettnähe agiert und den Power Forward womöglich Eins-zu-eins ersetzt. Andrea Trinchieri bleibt seiner spannenden Verpflichtungspolitik jedoch treu und setzt auf eine langfristige Verstärkung der Mannschaft für diese Saison.

 

Rollenspieler mit NBA-Erfahrung

Foto: TonyTheTiger (Wikipedia)

Bereits vor wenigen Wochen durfte Guard-Forward Josh Shipp seine Koffer packen. Mit Dawan Robinson hat ihn ein klassischer Comboguard ersetzt, der dem Backcourt eine neue Stabilität verleiht, Brad Wanamaker ein wenig Entlastung bietet und Janis Strelniks alle Freiheiten als Shooter lässt. Darius Miller ist nun ein klassischer Flügel, genauso wie in der Trainer mag. Ein “Team-First-Guy” mit starker Athletik und sicherem Dreipunktewurf. In Bamberg kommt der ehemalige NCAA-Champion mit Kentucky sicherlich auf beiden Flügelpositionen zum Einsatz. Seine Idealmaße 2.03 m (mit Schuhen) und 102 kg, die Athletik und NBA-Erfahrung sollte ausreichen, um auch gegen Power Forwards in der Beko BBL zu bestehen – vor alle wenn das Brose-Spiel weit gezogen wird. Dabei kommen seine Qualitäten als Spot-Up-Shooter sicher gut zur Geltung.

NEW ORLEANS PELICANS (NBA)
102 Spiele
14.3 Min. pro Spiel
3.1 Punkte pro Spiel
1.3 Rebounds pro Spiel

 

Maximal variabler Kader für die kommenden Aufgaben

Die Verpflichtung eines variablen Flügelspielers wurde auch deshalb möglich, weil Elias Harris zuletzt eine deutliche Leistungssteigerung zeigt. Es es fühlt sich in Korbnähe deutlich wohler und spielt seine Stärken dort nun besser aus als in der ersten Saisonhälfte. Damit konnte Bamberg den siebten Ausländer auf einer unterbesetzten Position verpflichten ohne im Frontcourt an Substanz zu verlieren. Bamberg ist mit Darius Miller nun extrem breit und variabel aufgestellt.

Nahezu jeder Ausfall eines Importspielers kann nun gut kompensiert werden. Fällt jemand aus dem Backcourt aus, verschieben sich manche Positionen nach unten und Darius Miller kann zwischen Ryan Thompson und Josh Duncan auf der “Drei” spielen. Würde ein langer Mann vom Spielbetrieb abgehalten, kann er die “Vier” spielen und der Frontcourt wäre dennoch mit vier weiteren Spielern immer noch tief besetzt. Eigentlich ein genialer Verpflichtungsschachzug der sportlichen Leitung. Hier siegte die mittelfristige Zielplanung klar über kurzfristigen Aktionismus.

Von jetzt an heißt es “it’s Miller time” in den Deutschen Arenen – fast schon schade, dass es keinen nationalen Spike Lee in fremden gibt.