Aufseßhöflein Mai 2015

Neues Schmuckstück


Jahrezehnte lange habe ich mich immer über das seltsame “Geisterhaus” hinter den Gärtnerfeldern zwischen Bamberg und Hallstadt an den Bahngleisen gewundert. Es war deshalb so markant, weil die Ruine unter einem Zeltdach vor sich hin zerfiel aber dennoch eine gewisse Schönheit ausstrahlte.

Gestern hab ich das erste mal gesehen, was die Eigentümer Andrea und Stefan Fiedler seit 2012 mit viel Eigenregie aus dem Baudenkmal “Aufseßhöflein” gezaubert haben. Wahnsinn! Eine wunderschönes Beispiel, wie mit viel Eigeninitiative ein tolles Bauwerk wieder flott gemacht wird.

 

Mehr dazu:

Schutzgemeinschaft Alt Bamberg

BR “Rettung vor dem Abriss – Baudenkmäler in Bamberg”

Foto: D. Löb

Kosmonaut’s Beko BBL Saisonawards 2014/15


Die reguläre Saison ist fast vorüber, viele Partien wurden geographisch zwischen Bremerhaven und München gespielt. Blowouts, Krimis, Dramen, alles was das Fanherz wünscht, war über das halbe Jahr dabei. Viele Spiele in den Akteure mit Ausnahmeleistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Akteure, wegen denen die Fans in die Arenen gepilgert sind und die maßgeblich an den Erfolgen ihrer Mannschaften beteiligt waren. Oben stehen wie erwartet die drei großen B’s: Bamberg, Berlin und Bayern. Ihnen knapp auf den Fersen die Überraschungsmannschaft aus Bonn, Ulm und der bisher einzige Titelträger der Saison ist Oldenburg. Den bitteren Gang in die zweitklassige Pro A müssen Trier und Crailsheim antreten. Jetzt ist es aber erstmal Zeit meine Awards in den obligatorischen Kategorien zu vergeben:

Co-MVP: Jamel McLean (ALBA Berlin) & Brad Wanamaker (Brose Baskets)

Berlin und Bamberg machen den ersten Platz nach der Hauptrunde unter sich aus und lassen den Titelverteidiger aus München hinter sich. Das haben sie nicht zuletzt diesen zwei überragenden Neuzugängen zu verdanken. Während der Berliner Insidespieler die Zone dominiert und dort so effektiv wie kaum ein zweiter Spieler in der Liga ist, führte der Bamberger Spielmacher das komplett neu zusammen gewürfelte Team der Franken souverän durch die Saison. Mit seiner Physis ist er kaum zu stoppen und übernimmt in der Crunch Time auch gerne Verantwortung. (Zweitplatzierter: -)

Stats McLean: 14.2 ppg, 6.6 rpg, 1.9 apg
Stats Wanamaker: 13.1 ppg, 3.7 rpg, 4.6 apg

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Dadord rot-weiß aus Nemberch


Als geneigter Tatort-Fan habe ich freudig auf den gestrigen Tag hingefiebert. Meine Erwartungen an den ersten Franken-Tatort waren jedoch unausgegoren und es stellte sich die Frage, was hätte ich eigentlich erwarten sollen und sollte ich überhaupt etwas erwarten. Letztendlich bin ich unaufgeregt in den Krimiabend gestartet und muss gestehen, dass mir die erste Episode mit dem Nürnberger Ermittlungsteam wirklich gefallen hat.

Foto: BR/Olaf Tiedje
Foto: BR/Olaf Tiedje

Zwar wird der Fall an sich kaum in die Tatort-Hall-of-Fame eingehen, aber die 90 Minuten waren durchweg unterhaltsam. Unterhaltsam auf eine angenehm unaufgeregte Weise und dennoch mit gewissen Pointen. Zuletzt waren mit viele Tatort-Folgen zu überdreht, zu viel Hollywood, thematisch zu weit weg. Da kamen die klassische Handlung zweier Famlientragödien 50 Kilometer weiter süd-östlich gerade recht.

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Bamberger Pokalschmerz


Nichts war es mit dem ersten Titel der Nach-Fleming-Ära der Brose Baskets. 70-72 leuchtete es nach Spielende von der Anzeigentafel, eine Aktion für und wider hatte den Ausschlag im Beko BBL Pokalfinale zugunsten der EWE Baskets Oldenburg gegeben. Den Norddeutschen muss man dabei sportlich fair zu einer couragierten Leistung gratulieren. Sie haben ihren Heimvorteil in viel Energie auf dem Feld umgesetzt und den leichten Favoriten aus Bamberg denkbar knapp bezwungen. Jubel und Freude dort – Tränen und Enttäuschung hier. Dabei sah es 6:44 Minuten vor dem Ende noch gut für die Oberfranken aus. Dawan Robinson verwandelte einen Korbleger zum 64-56 und die Mannschaft wirkt souverän auf dem Weg zum Titelgewinn. Doch nur kurz danach sind zwei entscheidende Ereignisse auf dem Feld passiert:

Big Points verpasst

Zum einen haben die Brose Baskets es verpasst den Big Point zu machen, der Korbleger von Janis Strelniks verfehlte knapp sein Ziel. Statt einer Zehnpunkteführung gab es ein Déjà-vu. Man konnte sich darauf verlassen, dass in jeder Phase in der Bamberg beste Gelegenheiten auslies davon zu ziehen, Oldenburg mit einem erfolgreichen Distanzwurf konterte. Diesmal war es dem großen Rickey Paulding persönlich vorbehalten, das entscheidende Zeichen zum 64-59 zu setzen. Wenig später legte Nemanja Aleksandrov zum 64-62 nach – insgesamt fanden elf wichtige Dreier den Weg in den Bamberger Korb.

Fakt: 33 von 72 Oldenburger Punkten durch Dreier

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Wirtschaftsbyerat?


Eigentlich klingt die Idee prima: Ein Wirtschaftsbeirat für die örtliche Stadtpolitik. In Bamberg soll diese Gremium jetzt, in 2015 nach einer Beschlusslage aus dem Jahr 2001 installiert werden – also ganze 14 Jahre später. Eigentlich wäre das alleine schon ein Grund zum Stirnrunzeln, wer aber zuletzt die Kommunikation der Parteien und deren wortgewaltiger Schwergewichte über die gesamte Bandbreite der zu Verfügung stehenden Kommunikationskanäle verfolgt hat, bei dem mutiert die runzelig Stirn schnell zur Sorgefalte.

Die Leitidee eines Beirats für komplexe wirtschaftliche Fragestellungen ist lobenswert. Nicht jeder der gewählten Vertreter im Stadtrat kann ein Experte auf diesem reichlich anspruchsvollen und vielschichtigen Gebiet sein. Schließlich bildet auch der Rat lediglich einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung. Fehlendes Fachwissen bei Entscheidern wird durch Kompetenz im Beirat und dessen Beratungsfunktion ausgeglichen.

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Temporäres Naherholungsgebiet in Bamberg-Ost


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In Bambergs Osten zwischen Gartenstadt und Schloss Seehof liegt nach dem entgültigen Abzug der US Army momentan der ehemalige Golfplatz brach. Während sich Brose-Guru Michael Stoschek und der Bamberger Golfclub noch im Duell um die zukünftige ursprüngliche Nutzung befinden, entdecken immer mehr Bürger aus dem Quartier das Gelände als willkommenes Naherholungsgebiet.

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Mit Schirm, Charme aber ohne Melone


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Eigentlich ist es fast schon perfide am ersten Frühlingswochenende mit Temperaturen weit jenseits der zehn Grad und Sonne satt über ein trübsinniges Thema wie einen Regenschirm zu schreiben. Dennoch kann ich eine gewisse Begeisterung für einen kürzlich erworbenen Alltagsgegenstand nicht verhehlen, auch wenn ich ihn gerne zu Hause in der Ecke stehen lasse: der Schirm

Ein guter Schirm ist nicht nur ein praktischer Helfer in Gewittern oder Regenschauern, sondern auch eines der klassischen Herrenassesoirs. Nachdem der alte Schirm seinen Geist aufgegeben hat und ich meine Trockenheit über einen gewissen Zeitraum günstigen Produkten, ja sogar Werbeartikeln örtlicher Apotheken anvertraut habe, wollte ich wieder Qualität über mir wissen.

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