Bayreuth has a team – die neue Medi-Mannschaft


logo_medi_bayreuthGut 60 km östlich von Bamberg gibt es in Bayreuth den nächsten fränkischen Erstligaclub. Nach einer großen Historie als Steiner Bayreuth Ende der 1980iger Jahre, hat sich der Standort vor ein paar Jahren wieder in der Beko BBL etabliert. Das Oberfrankenderby erlebte damit ein Revival und die Verstrickungen sind tiefgreifend geworden. Mit Carl Steiner ist der dortige Aufsichtsratsvorsitzende auch im Bamberger Gremium aktiv und Brose engagiert sich ebenfalls im Sponsoring-Bereich. Nach einer durchweg enttäuschenden Saison war der Umbruch notwendig und gravierend. Auf den ersten Blick scheint es, dass die richtigen Lehren gezogen wurden und das neue Team von Cheftrainer Michael Koch entsprechend besser aufgestellt wurde. Statt Altstars, die sich jenseits ihres Zenits befanden, tritt ein interessanter Mix aus jungen athletischen Spielern an, die definitiv Entwicklungspotential besitzen und ihre besten Zeiten noch vor sich haben.

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Brad Wanamaker

I have a team – das neue Brose Baskets Team


Als erstes Team in der Beko BBL hatte der amtierende Deutsche Meister seine Kaderplanungen abgeschlossen. Als letztes Puzzleteil gab der heimliche Finals-MVP Darius Miller Bamberg sein Ja-Wort. Damit steht das Team, den Titel zu verteidigen und in der Euroleague die deutschen Farben hoch zu halten. Der verstärke Fokus auf Europa findet sich auch bei den einzelnen Kaderbausteinen wieder. Nur noch zwei waschechte US-Amerikaner sind im neuen Team, dafür tummeln sich ein Grieche, ein Lette, ein Italiener und eine Brite afrikanischer Herkunft nebst etlichen deutschen Nationalspielern. Summa summarum eine stattliche Mischung ans Können und Erfahrung auf gehobenen Niveau.  

 

Leistungsträger gehalten und Erfahrung im Aufbau geholt

Der vielleicht entscheidende Schritt wurde bereits kurz nach dem Titelgewinn gemacht, als halb Bamberg noch Siegestrunken seinen Kater ausgenüchtert hat. Mit der Vertragsverlängerung des überragenden Guard-Duos Brad Wanamaker und Janis Strelniks hatten wohl nur die kühnsten Träumer gerechnet. Die Leistung der beiden Führungsspieler war vor allem in der zweiten Saisonhälfte und in den Play-Offs so stark, dass man durchaus Angst haben musste, das beide dem Lockruf größer Clubs folgen könnten. Der robuste Kapitän und der filigrane lettische Scharfschütze ergänzen sich perfekt im Aufbauspiel und werden in ihrer zweiten fränkischen Saison nun auch in der europäischen Königsklasse ihr Können unter Beweis stellen. Sicherlich auch ein Grund, warum beide noch einmal zwölf Monate Basketballheimat in Franken gewählt haben. Nicht mehr zurück kommen wird Kugelblitz Dawan Robinson, der durch seine beherzten Aktionen und seiner “Veteran Leadership” ganz entscheidend für den erfolgreich Saisonausklang verantwortlich zeigte. Dritter im Bunde wird nun Nikos Zisis sein. Der Kapitän der griechischen Nationalmannschaft gilt ligaweit als Königstransfer. Mit seinen 32 Jährigen blickt der Comboguard auf sage und schreibe 13 Euroleague-Saison mit AEK Athen, Benetton Treviso, CSKA Moskau, Montepaschi Siena, Fenerbahce Istanbul und Unics Kazan zurück. Der Euroleague-Champion, Europameister und Vizeweltmeister mit seiner Erfahrung seine jungen Teamkollegen durch die Saison leiten und dem gesamten Programm mit seiner ambitionierten Nachwuchsarbeit in der Pro A die richtige DNA vermitteln. In wie bei noch Platz für Daniel Schmidt in der Roation ist, bleibt abzuwarten.

Wanamaker: 13.4 ppg, 3.8 rpg, 4.7 apg (Beko BBL)
Strelniks: 11.1 ppg, 2.6 apg (Beko BBL)
Zisis: 5.4 ppg (Fenerbahce Istanbul | Euroleague)
Schmidt: 1.0 ppg (Beko BBL)

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Brose Talk: Ausblick auf die neue Saison


Michael Stoschek höchstpersönlich und Rolf Beyer gaben sich heute, im romantisch in der Regnitz gelegenen Eckerts, beim Brose Talk die Ehre. Dabei offenbarten die beiden gut gelaunten Erfolgsprotagonisten auf sympathische Art ein paar Ein- und Ausblicke auf die neue Saison. Zwar verwies der Geschäftsführer gebetsmühlenartig immer wieder darauf, dass er vor dem 1. Juli (ab diesem Zeitpunkt sind die Spieler “Free Agents”) nicht Konkretes sagen könne und dürfe, um sowohl eigene Bemühungen aber auch potentielle Kandidaten zu schützen, aber „Zwischendenzeilenleser“ kamen an diesem Abend durchaus auf ihre Kosten. Es folgt ein subjektiver Interpretationsversuch der nach vorne gewandten Talk-Themen:

Gerüchte sind recht nah dran

Konkret wurden zwar weder Rolf Beyer noch Michael Stoschek, aber die Aussage, dass die Geschichten in den Internetforen sich recht nah an der Realität bewegen, lässt eine bevorstehende Verpflichtung von Lucca Staiger als fast sicher erscheinen. Auch Nicolo Melli ist ein Spieler, der den Weg nach Bamberg finden könnte. Vor allem deshalb weil Darius Miller seinen Marktwert in den letzten Monaten extrem gesteigert habe. Satte fünf Einladungen von NBA-Clubs für die Summer League liegen dem Forward vor und in einem Bewertungsszenario wird dem 2.03 m langen Amerikaner ein anschließendes Millionen-Dollar-Engagement in der US-Profiliga zugetraut. Bamberg müsste im besten Fall sehr lange auf den “Tweener” warten, ein Umstand der bei der Kaderzusammenstellung möglichst umgangen werden soll. Savety first! Bereits seit Januar bastle Daniele Baiesi am Saisonkader und bei 10 von 12 Positionen haben die Brose Baskets bereits eine sehr konkrete Vorstellung über die Besetzungen. Nicoli Melli könnte also die langfristige Nachfolgelösung auf der Miller-Position sein, um auf dieser Position Planungssicherheit zu haben – auch mittelfristig. Michael Stoschek analysiert zudem sehr treffend, dass die Meistermannschaft immer wieder Probleme gegen Mannschaften bekam, die einen großen Center in der Mitte aufbieten konnte, „als spielten diese einfach ein Stockwerk höher als wir“. Es wäre also keine Überraschung, wenn im neuen Kader ein richtig langer Mann zu finden ist, dessen Rolle ungleich größer als die von Dalibor Bagaric ausfällt. Damit dürfe auch der Publikumsliebling nicht mehr zu im Brose-Dress zu sehen sein.

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7 Championships + 1 Week


Knapp eine Woche ist es nun her, dass die Brose Baskets in einem epischen Spiel 5 die deutsche Basketballmeisterschaft gegen den FC Bayern München errungen haben. In den folgenden Tagen wurde ausgibig in Bamberg gefeiert und vieles im Blätterwald und Internetforen geschrieben. Jetzt, ein paar Tage später und mit etwas Abstand eröffnet sich noch einmal ein anderer Blick auf die Ereignisse.

Trinchieris Schachzug

Der Brose-Trainer hat einen entscheidenden Schachzug in Spiel fünf vollzogen. Eigentlich sah jeder Experte die Bayern, mit ihren erfahrenen Spielern in dieser Nervenschlacht im Vorteil. Die jüngere Bamberger Mannschaft hätte gut und gerne übermotiviert in die Partie gehen und in ihren Aktionen überdrehen können. Dass es ganz anders kam, lag unter anderem am neuen Line-Up, dass der Italienier zu Beginn aufs Feld schickte. Während Trainerlegende Svetislav Pesic auf schiere Masse am Brett setzte – mit John Bryant und Vladimir Stimac  standen beiden Schwergewichte in der Startformation – lief bei den Gastgebern Daniel Theis auf. Gegen die sichtlich bemühten aber recht behäbigen Münchener nutzte der deutschen Nationalspieler seine Agilität gleich bestmöglich aus. Mit zehn Punkten, darunter zwei Dreiern, sorgte er für einen perfekten Start und legte den Grundstein zum Sieg. Bamberg gewann zunehmend an Sicherheit und München musste die gesamte Partie hinweg einen kräfteraubenden Rückstand hinterher laufen.

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Mein IKEA-Stück: RÅSKOG


Es ist ein paar Monate her, da hab ich zusammen mit meinem besten Freund Olli eine Wohnung für ihn angesehen. Es war eine toll eingerichtete Dachgeschosswohnung. Beim Blick in jede Ecke war schnell klar, das junge Päärchen, das noch darin wohnte, hat einen klasse Einrichtungsgeschmack mit einem angenehmen Mix aus wertigem Oldschool-Stil und moderner Leichtigkeit. Unter anderem habe ich im Wohnzimmer den IKEA Servierwagen RÅSKOG mit allerlei Utensilien und Büchern entdeckt, direkt neben einem alten braunen Ledersessel. Dort habe ich mich gleich in das Teil verliebt und mir vor Kurzem relativ planlos zwei Exemplare in der Fürther Filiale des gelb-blauen Möbelgiganten gezogen. Irgendeinen Verwendungszweck würde ich schon noch finden, dachte ich damals.

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Bayerisches Finale rot-weiß


Nach nur einer Saison Pause stehen die Brose Baskets nach dem Radikalumbruch wieder im Finale der Beko BBL. Ihrem zweiten in dieser Saison wohlgemerkt, wobei das Pokalfinale gegen Gastgeber Oldenburg unrühmlich verloren wurde. Jetzt ist der Gegner noch stärker. Der amtierende deutsche Meister FC Bayern München Basketball hat sich in einem epischem Spiel fünf in Berlin durchgesetzt und ist bereits seinen Titel zu verteidigen.

Tiefstapeln ist aus Bamberger Sicht sicherlich fehl am Platze, aber es sind die Münchener, die ihren Titel zu verlieren haben und die scheinen sind gerade rechtzeitig als Mannschaft gefunden zu haben. Nach dem Saisonverlauf sind sie, trotz Platz drei in der Tabelle, um Haaresbreite Favorit. Das soll nicht die überragende Leistung der neuen Bamberger Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf schmälern. Dieser ist jetzt aber makulatur. Es geht nur gegen eine Mannschaft und die hat den Brose Baskets im bisherigen Saisonverlauf bei vier Aufeinandertreffen viel Kopfschmerzen und bittere Niederlagen bereitet. Ein Blick auf die entscheidenden Faktoren:

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Aufseßhöflein Mai 2015

Neues Schmuckstück


Jahrezehnte lange habe ich mich immer über das seltsame “Geisterhaus” hinter den Gärtnerfeldern zwischen Bamberg und Hallstadt an den Bahngleisen gewundert. Es war deshalb so markant, weil die Ruine unter einem Zeltdach vor sich hin zerfiel aber dennoch eine gewisse Schönheit ausstrahlte.

Gestern hab ich das erste mal gesehen, was die Eigentümer Andrea und Stefan Fiedler seit 2012 mit viel Eigenregie aus dem Baudenkmal “Aufseßhöflein” gezaubert haben. Wahnsinn! Eine wunderschönes Beispiel, wie mit viel Eigeninitiative ein tolles Bauwerk wieder flott gemacht wird.

 

Mehr dazu:

Schutzgemeinschaft Alt Bamberg

BR “Rettung vor dem Abriss – Baudenkmäler in Bamberg”