Jordan – his assistness


Foto: Beko BBL
Foto: Beko BBL

Aufsteigender weißer Rauch von der Brose Arena hätte heute gut ins Bild gepasst. Zum einen durfte Wolfgang Heyder „Habemus Spielmacher“ verkünden, zum anderen gab es die vergangenen Tage wohl viele rauchende Köpfe um den letzte Kaderplatz für den Kampf um Titel zu besetzen. Die Wahl viel auf Bonns Spielmacher Jared Jordan und damit auf die Variante „Nummer sicher“. Nachdem sich die sportliche Leitung im Sommer noch hier und da verkalkuliert hat wird man mit ihm kaum Überraschungen erleben. Unisono gilt der 1.88 m lange US-Amerikaner als bester purer Point Guard der Liga, der wie kein anderer das Spieler seiner Mannschaft leiten und beeinflussen kann. Damit schließt er ein Vakuum bei den Brose Baskets. Sein Vorgänger Zack Wright hat dies, bei aller spielerischen Qualität, nicht im erforderlichen Maße abrufen können.

Es ist ja bekannt gewesen, dass wir uns nach der Trennung von Zack Wright auf der Suche nach einem neuen Aufbauspieler befunden haben, um uns im Kampf um die deutsche Meisterschaft bestmöglich zu verstärken. In Jared Jordan haben wir die Idealbesetzung für die vakante Position gefunden. – W. Heyder

Neuer Impuls für das Bamberger Spiel

Unter Jordans Regie, sollte sich der knirschende Sand im Bamberger Uhrwerk merklich lindern. Mit seiner überragenden Übersicht ist er in der Lage die hervorragenden Shooter wie Gavel, Jacobsen oder Smith in der richtigen Situation zu bedienen und auch die Frontcourt-Asse Fischer, Ford, Zirbes und Harris dürfen sich über rege Zuspiele in luftiger Höhe freuen. Dass dabei auch Jordan selbst einen guten Wurf von der Dreierline (37,4 %) besitzt, eröffnet nochmals neue Räume für seine Mitspieler. Insgesamt ist der ehemalige Bonner einer der effektivsten Spieler in der Liga, auch weil er neben seiner herausragenden Assistrate (7.8 apg) mehr als ordentlich beim Rebound (3.6 rpg) zupackt und damit so manchen Center in der Liga hinter sich lässt.

In der Verteidigung wird dem 29-jährigen manchmal eine gewisse Robustheit abgesprochen. Hier in Bamberg steht ihm mit Gavel  ein überragender Verteidiger zu Seite und hinter ihm warten die beiden Abräumspezialisten Ford und Fischer als Versicherung in der Zone.

Quelle: Brose Baskets + edit
Foto: Brose Baskets + edit

Headcoach Fleming hat nun alle Strippen gezogen, um die Brose Baskets für den Kampf um beide nationalen Titel zu rüsten. Jetzt gilt es das Potential auch in Erfolge umzumünzen. Mit Jordan und Goldsberry hat der Übungsleiter nun gleich zwei erfahrene verlängerte Arme auf dem Spielfeld. Beide wissen genau, wie der Beko BBL Playoff-Hase läuft und der Neuzugang ist heiß auf seinen ersten nationalen Titel.

Beko-BBL Stats 2013/14:
10.0 Punkte, 3.6 Rebounds, 7.8 Assists
pro Spiel

Bonner Schriftverkehr

In Bonn hingegen bläst man, trotz rheinischen Karneval, Trübsal. Es ist die Rede von einem aufgezwungen Spielerwechsel, der eine neue Dimension im Gebaren der Beko BBL Klubs untereinander einläutet. Telekom Baskets Präsident Wiedlich erhebt diese Vorwürfe in einem offenen Brief, relativiert jedoch mit den Worten, dass die Sache zwar unüblich erscheine, jedoch nicht ungesetzlich sei. Die Trauer über den Wechsel seines wichtigsten Akteurs ist nachvollziehbar sollte durch eine stattliche Ablösesumme versüßt worden sein. Als Ersatz haben die Magentafarbenen bereits Eugene Lawrence verpflichtet.

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