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Mit dem BMW i3 auf Testfahrt


Elektrisch durch den Stadtverkehr könnte die Zukunft der Mobilität sein. Ich habe das Szenario bereits einmal mit dem brandneuen BMW i3 testen können. Dabei war das, oft kritisierte, Fahrgefühl durchaus vielversprechend und auch das fehlende Motorengeräusch war eher angenehm als irritierend. Das leichte Surren erinnerte sogar ein wenig an Science Fiction. Besonderd beeindrucken ist die Beschleunigung an den Ampeln. Ein kurzes Antippen des Gaspedals und innerhalb weniger Sekunden ist das Auto bei 70 bis 80 km/h, während die Verkehrsteilnehmer hinter einem, noch bei der Gangsuche sind. Das geht richtig ab, ähnlich wie bei einer Achterbahn. Zu meiner Verteidigung muss ich anbringen, dass ich extra auf Landstraßen mit Ampeln in der 100er-Zone ausgewichen bin um die Beschleunigung zu testen. Ebenso beeindruckend ist die Durchzugskraft des Elektroautos auf 120 bis 130 km/h – bei 152 km/h Spitze ist übrigens Ende.

Aufmerksamkeitserreger mit praktischen Mängeln

Ein Hingucker war das Vehikel allemal. Während sich nach einem Porsche 911 heute niemand mehr umdreht, hatte ich im i3 durchaus Aufmerksamkeit und die Gelegenheit zu Small Talk. Cool ist dabei auch der Innenraum mit großen Displays und extrem leichten Materialien, die aber manchmal nicht ganz so hochwertig wirken wie ein hochwertiges Wurzelholzdekor. Auch die fehlende B-Säule und die somit umgekehrt zu öffnenden Türen im Fond sind ein netter Gag, jedoch unpraktisch, weil sich die hinteren Insassen nur sehr beschwerlich selbst aus dem modernen Fahrzeug befreien können. Auch eine Art Kindersicherung. Der Kofferraum ist, wie bei allen Elektroautos klein, reicht aber für einen Wocheneinkauf und eine Kiste Bier aus.

Das Zeug zum sehr, sehr teuren Zweitwagen

Für den Einsatz als Zweitwagen für den Transfer von der Wohnung zum Arbeitsplatz oder für Einkäufe ist das Auto auf jeden Fall geeignet, für lange Autobahnfahrten aufgrund des Topspeeds und der begrenzten Reichweite eher nicht. Zwar hat mich das Fahrgefühl im Stadtverkehr durchaus überzeugt, aber bei einem Listenpreis des Testwagens von 55.709 €, bleib ich aus rein wirtschaftlichen Gründen wohl noch einige Jahre beim normalen Benzin-Automobil.

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