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Mit Schirm, Charme aber ohne Melone


Eigentlich ist es fast schon perfide am ersten Frühlingswochenende mit Temperaturen weit jenseits der zehn Grad und Sonne satt über ein trübsinniges Thema wie einen Regenschirm zu schreiben. Dennoch kann ich eine gewisse Begeisterung für einen kürzlich erworbenen Alltagsgegenstand nicht verhehlen, auch wenn ich ihn gerne zu Hause in der Ecke stehen lasse: der Schirm

Ein guter Schirm ist nicht nur ein praktischer Helfer in Gewittern oder Regenschauern, sondern auch eines der klassischen Herrenassesoirs. Nachdem der alte Schirm seinen Geist aufgegeben hat und ich meine Trockenheit über einen gewissen Zeitraum günstigen Produkten, ja sogar Werbeartikeln örtlicher Apotheken anvertraut habe, wollte ich wieder Qualität über mir wissen.

Knirps – der Klassiker

Nach ausgiebigen Marktrecherchen im Internet habe ich bei hiesigen Fachhändlern alle Vor- und Nachteile dieser Gattung in Augenschein genommen und getestet. Größe des Schirm, Tragekomfort, Gewicht, Maße, Optik, Aufspanndynamik, Haptik, reflektierende Sicherheitsbeschichtungen etc.
Man glaubt es kaum, wie viele Kriterien es bei einem handelsüblichen Schrim gibt. Es sollte auf jeden Fall ein so genannter Taschenschirm sein. Mein Wahl fiel letztendlich den Topmatic SL des bekannten österreichischen Herstellers Knirps.

Super Verarbeitung

Die Verarbeitung ist einfach top, von den Scharnieren am Metallgestänge mit seinen acht Schienen, über den automatischen Drucköffner bis zur den Nähten am Stoff. Alles wirkt extrem wertig, die Verbindungen sitzen super, kein Wackeln und kein Spiel bei Materialübergängen. Diese Wertigkeit schlägt sich natürlich auch im Gewicht nieder. Mit 540 g und 41,5 cm Länge ist das Exemplar nur bedingt Handtaschen geeignet – für mich geschlechtsspezifisch ohnehin kein Kriterum. Die 102 cm „Himmel“ sind gut ausreichend, um mir genug Tockenraum im Regenfall zu gewähren. Das Öffnen geht blitzschnell und hinter dem roten Automatikknopf steckt auch jede Menge Power, die mit einem beindruckenden, leicht dumpfen Geräusch das Gerät entfaltet.

Richtig toll, fast schon überragend, ist der Griff aus lackiertem Ahornechtholz im Rundhacken-Design. Ein wirklicher Handschmeichler, es mach geradezu Spaß die Handinnenflächen am Holz zu haben, egal ob beim Tragen oder aufgespannt im Regeneinsatz. Das war eines meiner Hauptkriterien, weil allzuoft schlechte Griffe den Tragekomfort dermaßen Einschränken, dass man auch im Nässefall keine Lust auf den Schirmgebraucht hat. Das ist hier definitiv anders.

Qualität die ihren Preis hat

Ebenso schick für den Herren finde ich das klassische Hahnentrittmuster in grau-schwarz. Damit passt der Schirm zu jedem Einsatz – von Freizeitlook bis dunkler Anzug und hebt doch dennoch etwas vom obligatorischen Herrenschirmschwarz ab.

Alles in allem ein klasse Begleiter für schlechtes Wetter – der April kann also gerne machen was er will und ruhig reichlich nass werden. Den Topmatic SL gibt es für knapp 60 €. Damit ist er wahrlich kein Schnäppchen, aber bei der gebotenen Qualität hat man auch einen Begleiter über viele Jahre. Und wie heißt es doch so passend, wer billig kauft, kauf zweimal, beim Schirm wahrscheinlich sogar dreimal oder viermal.

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