Foto: D. Löb

Kosmonaut’s Beko BBL Saisonawards 2014/15


Die reguläre Saison ist fast vorüber, viele Partien wurden geographisch zwischen Bremerhaven und München gespielt. Blowouts, Krimis, Dramen, alles was das Fanherz wünscht, war über das halbe Jahr dabei. Viele Spiele in den Akteure mit Ausnahmeleistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Akteure, wegen denen die Fans in die Arenen gepilgert sind und die maßgeblich an den Erfolgen ihrer Mannschaften beteiligt waren. Oben stehen wie erwartet die drei großen B’s: Bamberg, Berlin und Bayern. Ihnen knapp auf den Fersen die Überraschungsmannschaft aus Bonn, Ulm und der bisher einzige Titelträger der Saison ist Oldenburg. Den bitteren Gang in die zweitklassige Pro A müssen Trier und Crailsheim antreten. Jetzt ist es aber erstmal Zeit meine Awards in den obligatorischen Kategorien zu vergeben:

Co-MVP: Jamel McLean (ALBA Berlin) & Brad Wanamaker (Brose Baskets)

Berlin und Bamberg machen den ersten Platz nach der Hauptrunde unter sich aus und lassen den Titelverteidiger aus München hinter sich. Das haben sie nicht zuletzt diesen zwei überragenden Neuzugängen zu verdanken. Während der Berliner Insidespieler die Zone dominiert und dort so effektiv wie kaum ein zweiter Spieler in der Liga ist, führte der Bamberger Spielmacher das komplett neu zusammen gewürfelte Team der Franken souverän durch die Saison. Mit seiner Physis ist er kaum zu stoppen und übernimmt in der Crunch Time auch gerne Verantwortung. (Zweitplatzierter: -)

Stats McLean: 14.2 ppg, 6.6 rpg, 1.9 apg
Stats Wanamaker: 13.1 ppg, 3.7 rpg, 4.6 apg

Foto: D. Löb
Foto: D. Löb

Defensivspieler des Jahres:
Trevor Mbawke (Brose Baskets)

Der sprungewaltige Amerikaner ist der Defensivanker der besten Verteidigungsmannschaft in der Liga. Da ist diese Auszeichung fast logische Konsequenz. Durch seine Beweglichkeit ist er sehr effektiv, wenn es darum geht Spieler in der Zone am Korberfolg zu hindern. Dank des guten Timings und der überragenden Athletik, sind seine Blocks die spektakulärsten in der ganzen Liga und auch im Rebound packt der Centerspieler ordentlich zu. (Zweitplatzierter: Clifford Hammonds, ALBA Berlin)

Stats: 10.6 ppg, 7.0 rpg, 1.5 bpg

Bester deutscher Spieler:
Johannes Voigtmann (Fraport Skyliners)

Diese Saison hat der junge Centerspieler den Durchbruch geschafft und immensen Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf seines Teams. Er ist garant für die gute Saison der Herbert-Mannschaft und einer der offensivstärksten langen Spieler in der Liga. Dabei helfen ihm sein großer Wurfradius bis hin zur Dreierlinie und seine überragenden Passfähigkeiten aus dem Post. Ein spielender 2.11 m Point Center ist unter den „deutschen Eichen“ eine echte Ausnahme. (Zweitplatzierter: Tim Ohlbrecht, Ratiopharm Ulm)

Stats: 12.2 ppg, 6.0 rpg, 2.5 apg

Bester sechster Mann:
Alex Renfroe (ALBA Berlin)

Einer der Erfolgsgaranten für den Hauptstadtclub trägt ohne Zweifel den Namen „Renfroe“ und die „20“ auf dem Trikot. Der wuselige Spielmacher der Albatrosse kommt meist von der Bank und bringt dem Team einen echten Qualitätsschub, der die zweiten Einheiten vieler Gegner überfordert. Stark im Rebound und bei direkten Vorlagen, dazu überraschend gute Quoten von der Dreierlinie machen den dürren Amerikaner zur leichten Wahl. (Zweitplatzierter: Janis Strelniks, Brose Baskets)

Stats: 10.5 ppg, 4.6 rpg, 4.5 apg

All-Beko-BBL-Team:
Brad Wanamaker (Brose Baskets)
Nihad Djedovic (FC Bayern München)
DJ Kennedy (MHP RIESEN Ludwigsburg)
Jamel McLean (ALBA Berlin)
John Bryant (FC Bayern München)

Stats Wanamaker: 13.1 ppg, 3.7 rpg, 4.6 apg
Stats Djedovic: 14.9 ppg, 3.5. rpg, 2.6 apg
Stats Kennedy: 18.4 ppg, 6.1 rpg, 2.8 apg
Stats McLean: 13.1 ppg, 3.7 rpg, 4.6 apg
Stats Bryant: 13.7 ppg, 7.6 rpg, 1.1 apg

Neben den beiden Co-MVPs wird das Team vom Ligatopscorer aus Ludwigsburg sowie den beiden etablierten Münchnern komplettiert. Der Marathon-Mann der Schwaben (35 Min. pro Partie) ist ein gefährlicher Scorer und kann auf viele Arten punkten. Der Neudeutsche bosnische Swingmen war in vielen Partien bester Bayernakteur auf dem Parkett. Gegen seine Geschwindigkeit und dem Zug zum Korb finden nur wenige Verteidungsreihen ein probates Mittel. Kaum besser zu Verteidigen ist ein Clubkollege John Bryant. Der 2.13 m große Center trifft aus allen Lagen konstant gut und bewegt sich diese Saison gut über das Parkett. Seine Qualitäten sind seit vielen Jahren in der Liga bekannt und auch ohne Wuschelkopf ist der Hüne enorm effektiv für den amtierenden Meister.

Trainer des Jahres:
Johan Roijakkers (BG Göttingen)

Der Trainer des Vorjahresaufsteigern hat sein Team mitten in den Kampf um den letzten Playoff-Platz geführt. Dabei haben die Veilchen, im Vergleich zu den direkten Konkurrenten, wohl den mit Abstand niedrigsten Etat. Er hat es geschafft eine sehr gut funktionierende Mannschaft aus unbekannten Zweitligaspielern und Vorruheständlern zu machen. Centerspieler? Fehlanzeige! Mit Khalid El-Amin und Raymar Morgan gelangen dem Trainer zwei Topverpflichtungen, die niemand auf der Rechnung hatte und auch was er Alex Rouff gemacht hat verdient großen Respekt. Deshalb gebührt ihm der Vorrang vor den erfolgreicheren Kollegen Andrea Trinchieri, Sasa Obradovic oder Mathias Fischer. (Zweitplatzierter: Mathias Fischer, Telekom Baskets Bonn)

Ein Kommentar zu „Kosmonaut’s Beko BBL Saisonawards 2014/15

  1. Schöner Artikel, ich würde aber dann Djedovic doch durch Bryce Taylor ersetzen. Der ist zwar nicht so auffällig offensiv, aber es war ein Klassenunterschied mit ihm im Vergleich ohne die defensive Qualität die er mitbringt.😉

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