BrumBrum

Herzlichen Golfburtstag


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Heute, am 3.11. um 9:37 Uhr – ein knappes halbes Jahr nach Bestellung – war es endlich soweit, ich führ als mehr oder minder stolzer Besitzer meines neuen fortbewegungstechnischen Gebrauchsobjekts mit der Typenbezeichnung Volkswagen Golf VI TSI vom Hof des Autoladens meines Vertrauens.
Sieht gut aus, fühlt sich gut an. Ich mag sie, die ein wenig grimmig dreinblickende Optik des Golfs, die das Böse auf der Straße hinter einem widerspiegelt. Dabei gilt natürlich rauhe Schale, weicher Kern, weil ich selbstverständlich trotz der kantigen Scheinwerfer immer noch nett und freundlich am Steuer bleibe. Zumindest dann, wenn ich mich bald durch die ganzen Sonderfunktionen, Schalter, Lämpchen und Displays gepaukt habe und ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich mit dem Auto spazieren fahre und nicht umgekehrt. Schöne klare Linien, klassisch-funktionell, ohne überflüssigen Schnick-Schnack und störende Elemente. Tolles Automobildesign und das alles noch auf gehobenen Ambienteniveau wie es vormals nur Automobilen aus München oder Stuttgart vorbehalten war. Super praktisch für mich und mein 1,5 l Pepsi Max Flaschen sind die großen, extra hierfür dimensionierten Seitenablagen und als Clou gibts zwischen den beiden Cupholdern in der Mittelkonsole noch einen integrierten Flaschenöffner. Na dann Prost, natürlich alkoholfrei!
Netter Zufall im Laufe des heutigen Tages, dass just gegenüber meines Parkplatzes im Hain der Urahn der Golfdynastie in gleicher Farbgebung seinen Parkplatz einnahm. Da musste ich natürlich gleich mal die Gelegenheit zum Generationentreffen nutzen, was meine Kollegin dann auch bildtechnisch dokumentiert hat.

Ich bin “Generation Golf”


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So lautet der Titel eines Bestsellerbuches zu einer Generation, die diesen Volkswagen ebenso zum Bestseller werden lies, und dass es auch so bleibt, dafür habe ich in der abgelaufenen Woche gesorgt. Das Autokaufdrama hat ein Ende, ein Spontankauf war es ja nicht gerade, eher typisch Betriebswirtschaftler analysiert, gezaudert, abgewogen, verglichen und wieder analysiert, Excel Listen erstellt, Punkte vergeben, Ranglisten erstellt, Entscheidungsverfahren angewandt. Letztendlich, haben sich Analyse und Emotion dann aber doch noch glücklich vereint. Drin gesessen, gefahren und gewusst, der ist es. Irgendwas zwischen solide , praktikabel, vorausblickend, in keiner Situation im Stich lassend, arbeitssam und einfach Spaß machend; Ein Auto wie ich. Er passt zu mir, der VW Golf.
Bald werden wir beide mit 122 TSI PS über die Straße jagen, das wird Spaß machen. Dazu ein paar Chromteile, Klavierlackblenden, Lederteile, weiße Außenfarbe für die Optik. Dem Ü30 Zustand werden Comfortline mit Comfortsitzen für die Bandscheibe, Parkpilot vorne und hinten weil das Auge ja schlechter wird und die Mittelarmlehne gerecht. Für meine Sicherheit sorgen unzählige Airbags, Nebelscheinwerfer und Tagfahrlich, für die der anderen Abbiegelicht und weil es ohne ein wenig Proll nicht geht, gibt nen fetzigen Radio mit acht Lautsprechern,  kühltruhenfähiges Handschuhfach für die Getränke ink. Flaschenöffner und Alufelgen namens Atlanta.
Zuletzt sei der Bundesregierung für die Abwrackprämie gedankt,  der Volkswagen AG die mit Hauspreis und zusätzlicher Umweltprämie anstraten, meinem alten roten Golf III und natürlich mir selbst, für die Unterstützung der bundesdeutschen Automobilwirtschaft.

British Break-Fast


03-03-09-aston-martin-one-77-image-two_deedf0df-0ee6-4b34-87d5-1c87d5b60ada_optLetzter Kandidat meiner Versuchsreihe “Auto” war der Aston Martin One-77. Nach dem VW Golf hatte er sicherlich mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen, konnte aber durchaus partiell überzeugen. Sehr gut hat mir das britische Rindsleder im Cockpit gefallen, da noch so richtig schön roch – sehr hochwertig und von Hartplastik keine Spur. Insgesamt ist das Cockpit aber eher puristisch gestaltet und von Getränkehaltern oder netten Gimmiks keine Spur. Überzeugen konnte der Brite aber im Design, tolle Linie durchziehen das Coupé und machen es zum Hingucker. Ebenso stimmte der Durchzug, auch im höheren Geschwindigkeitsbereich, hier kommt der 700 PS starke 7,3 l Motor vollstens zu Geltung.  Ein echter Fahrspaß der besonderen Güte. Natürlich gibt es auch Schattenseiten, der Kofferraum ist alles andere als IKEA tauglich und mehr als zwei Personen  sollten sich auch nicht ins Innere wagen. Steuer, Versicherung und Umweltverträglichkeit sind fernab von Gute und Böse. Ziehe ich die 2.500 .-EUR staatliche Prämie ab, dann muss ich nur noch 1.557.500.- EUR an Aston Martin überweisen und schon gehört das schmucke Stück mir. Wenn man Pros und Cons miteinander anwägt, dann verliert der One-77 knapp gegen den VW Golf, vor allem in Punkto Alltagstauglichkeit, ergo Note 1-2. (Foto: Aston Martin)

“Hole in one” beim Golf


vw_golf_6_41Beim Golf als Sportspektakel gilt der “hole in one” als Volltreffer. Nicht anders kann man meine heutige Probefahrt mit dem gleichnamigen Wolfsburger nennen. Schlichtweg ein Auto ohne Fehler. Man fühlt sich gleich wohl im Cockpit, alles ist sehr hochwertig und mit Cromeeinfassungen gestaltet, die Haptik ebenso sehr gut. Klare und einfach verständliche Instrumente, selbiges gilt für das Radio mit Ipod-Anschluss in der Armlehne. Fahren lässt sich das Erfolgsmodell gewohnt und ohne Überraschungen. Die Sitze sind gut, wennauch nicht so wohnzimmersesselartig wie beim Französischen Konkurrenten, ein guter Kompromiss zwischen sportlich und bequem. Die Ladekante ist in Ordnung und der Kofferraum Klassenreferenz. Gelungen ist die Formensprache außen wie innen, klare Linien und Strukturen, ich würde es mit zeitloser Moderne zum Ausdruck bringen. Dazu gibt es ein paar nette Kleinigkeiten: Platz für 1,5 l Flaschen in den Seitenablagen an den Türen, einen integrierten Flaschenöffner in der Mittelkonsole zwischen den beiden Becherhaltern damit man beim Fahren auch mal das im Handschuhfach gekühlte Bier öffnen kann. In der ins Auge gefassten Comfortline gibts außerdem noch Parksensoren vorne wie hinten, die teure Lackschäden vermeiden und für € 103.- Aufpreis das sensationelle automatische Einparken per Knopfdruck. Wertstabilität ist beim Dauerbrenner eh grarantiert. Nimmt man alle Eindrücke zusammen muss man der sechsten Generation des VW Golf schlichtweg die Note 1 verpassen. Er und ich, das könnte wirklich gut passen. (Foto: VW)

Voulez vous fahr avec moi?


renault-megane-neu-2009-vorneTesttag Nr. 2 stand heute auf dem Programm und dazu gesellte sich ein frischer Franzose in Form des Renault Megane zu mir. Auf meiner Fahrt über Stock und Stein inkl. Azubi hat er einen wirklich guten Eindruck hinterlassen, viel besser als der Ibiza tags zuvor. Der Innenraum wirklich sehr hochwertig, die Haptik auf Oberklasseniveau und alle Hebel sowie Schalter sehr wertig und nicht zu leichtgängig.  Das Cockpit wirkt sehr geräumig und wohlüberlegt, sogar richtig schön designt, eben wie Haute Coture. Die klare und digitale Tachoanzeige ist ein echtes Highlight und gefiel mir ausgesprochen gut. Die Sitzen sind wie bequeme Sessel und die Mittelarmlehne sehr angenehm zu haben. War es gestern eher sportlich, fährt man im Megane sanft und gediegen wie auf Schienen dahin. Das angenehme Gleiten wird nur durch ein paar dezente Motorengeräusche minimal getrübt. Ein paar Schwächen hat der Motor jedoch am Berg und bei der Beschleunigung zwischen 100 und 130 km/h, danach gehts wieder flott aber der Spritverbrauch dabei trieb mir die Schweißtropfen auf die Stirn. Offensichtlich hat man an der Cote Azur neue Ölquellen entdeckt. Hinten hat man durchschnittlich platz, der Kofferaum ist angenehm groß, nur die Ladekante sehr hoch. Insgesamt hat mich der Renault überzeugt, einen sehr hochwertigen Eindruck, hinterlassen und sehr gefallen, und das nicht nur weils beim NCAP Crashtest mit 37 von 37 Punkten ein überragendes Ergebnis gab. Summa summarum vergebe ich dem Megane eine glatte Note 2. (Foto: Renault)

Probefahrt emoción


29257Lange Zeit und einige Webabstimmungen hat es gebraucht bis ich mich dazu durchringen konnte mir endlich mal selbst ein Bild diverser Autoerwerbskandidaten zu machen. Heute war Auftakt zu großen Testreihe und ein kleiner, sportlicher Spanier hat den Anfang gemacht: Seat Ibiza SC
Die 105 PS hat der agile Kleinwagen ganz gut auf die Piste gemacht, vor allem auf der Landstraße hat es Spaß gemacht. Außen hui, innen na ja. In der Sportversion noch ganz nett gemacht, aber man merkt in Details dann doch, dass Seat nichts zu verschenken hat. Einige Schalter und das Handschuhfach sind ziemlich billig und die Haptik des Amaturenbretts muss man auch mögen und erinnert eher an eine Nagelfeile aus Plastik. Dafür hat man als Fahrer angenehm viel Kopffreiheit und sitzt perfekt in den Sportsitzen. Das Wohlbefinden wird nur von der unangenehm blasenden Klimaanlage getört und mir persönlich ist die Tachoeinheit ein wenig zu fancy. Die Formensprache entspricht dem Subclaim der Marke, wahre “emoción” und alles an der Karosserie scheint stabil und relativ wertig zu sein. Sehr angenehm sind die großen Türen zum ein- und aussteigen und €  200.- Aufpreis für Sitzheizung ist wirklich fair. Ein sportliches Auto das teils schon Spaß macht. Insgesamt würde ich nach dem heutigen Eindruck die Note 3+ vergeben.
(Foto: Seat)