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Persönliche Gedanken zum Mauerfall


Zugegeben, ich hatte das Privileg in der BRD ausgewachsen zu sein und gehöre wohl zu der letzten Generation, die wenigstens ein paar kleine Erinnerung an ein geteiltes Deutschland aus der Kindheit behalten haben. Generell gibt es in unserer Gesellschaft auch nach 25 Jahren – immerhin ein Vierteljahrhundert – immer noch eine unsägliche Debatte über “Ost” und “West” und unverständliche Antipathie auf beiden Seiten. Ich bin dankbar, dieses Ereignis miterlebt zu haben und bis heute täglich von kleinen und große Geschenken zu profitieren, die ich durch die Wiedervereinigung erfahren habe. Zeit mich ein wenig  zu erinnern:

1986

Ein Ballonwettbewerb der Deutschen Bundespost. Nachdem mein Papa erst dort und später bei der Telekom in Lohn und Brot stand, war es für den Sohnemann natürlich geradezu Pflicht bei jedem dieser Promo-Aktionen teilzunehmen. Wie es der Wind so wollte, flog der Ballon mit adressierter Rücksendekarte Richtung Osten über alle Grenzanlagen hinweg, genauer gesagt gute 100 Kilometer bis nach Röppisch im Kreis Saalburg-Ebersdorf. Eine Familie Hoffman war dann so nett und traute sich die Post zurück in den Westen zu schicken So entstand zwischen ihnen und meinen Eltern eine Freundschaft, die bis heute anhält. In vielen späteren Besuchen nach der Grenzöffnung dürfe ich bei diesen sehr netten Menschen Thüringer Klöse oder “grüne Wiese” probieren, den verschneiten Thüringer Wald sowie die ganze schöne Region kennenlernen und im Trabant S601 über das Schleitzer Dreieck brettern. Für die beiden Töchter gab es von mir vor der Wiedervereinigung immer  “Bravos” ins Paket und überspielte David Hasselhoff oder den Dirty-Dancing-Soundtrack-Kassetten.

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Reisebericht: Istanbul


Spätestens seit dem James Bond Film Die Welt ist nicht genug”,wollte ich unbedingt die Metropole am Bosporus besuchen. Ende September haben meine Freundin und ich uns vier Tage in dieser riesigen Stadt gegönnt und es nicht bereut. In diesem Blog möchte ich einige meiner Erfahrungen teilen, vielleicht macht es den ein oder anderen neugierig oder es hilft bei der Reisevorbereitung.

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Quo Vapiano


Zugegebenermaßen war auch ich einmal Fan des Gastrokonzepts Vapiano. Damals, in Budapest, habe ich mich wohl von den hübschen langbeinigen und kurzrockigen Verkäuferinnen der ansässigen Luxusmodelabels ablenken lasse, die dort ihre Salätchen zu sich nahmen. Logisch, ein bisher unbekanntes Konzept machte neugierig, das nette Ambiente tat ein Übriges und jeder weiß, dass ich wirklich auf diese Gummibärchen am Eingang stehe.

Mittlerweile, nach diversen Besuchen von Vapiano Restaurants, sehe ich das Konzept durchaus differenzierter. Klar, die Gummibärchen und die frischen Teigwaren schmecken noch immer ziemlich lecker, aber der “Trade-Off”, den ich als Gast zu häufig dafür eingehen muss, bringt mich schon vorher um jeden Genuß.

Schlangestehen

Kaum komme ich als Gast in ein überfülltes Restaurant und konnte einen Platz ergattern, muss ich diesen schon wieder aufgeben. Der Kunde muss sich ja in diesen endlosen Schlangen an dem lange Frontcooking-Tresen einreihen, und fühlt sich hierbei einer Idee konfrontiert, die wohl irgendwie zwischen IKEA und McDonalds liegt. Der schlaue Gast könnte es natürlich mit der Idee des Schlangenstehopfer probieren, der für mehrere Personen in der Schlange als Lobbyist der hungrigen Mägen tätig ist, während der Rest schon einmal die Geselligkeit geniest. Aber dieses Gastkonzept scheitert letztendlich am Gastrokonzept. So habe ich bereits nach einer Runde kaum noch Lust auf die leckeren italienischen Köstlichkeiten, aber mir diesen Wahnsinn für Pasta, Pizza und Salat dann gleich dreimal anzutun, würde mich an die Grenzen meines guten Benehmens bringen. Da fällt mir auf, wie bequem es doch in einem durchschnittlichen Restaurant ist, dass man alle seine Essenswünsche auf der Karte direkt an einen Ober richten kann und nicht auf mehrere verschiedene warte muss, die sich für eine gewisse Richtung zuständig sehen. Notiere: Das nächste mal ein paar Euro mehr Trinkgeld für diesen tollen Service bereit halten.

Spaßfaktor gegen Null

Man darf sich durchaus nach dem Spaßfaktor fragen, einen Großteil der Quality-Time in Gesellschaft dann in verschiedenen Schlangen zu verbringen, in denen jeder mit hungrigen Mägen nur rudimentär mit Mimik und Gestik kommunizieren kann? Tendenz gegen null! Da lob’ ich mir doch die Vorzüge eines netten Restaurants, wo Fachpersonal sich um die Logistik kümmert und ich die kostbare Zeit mit Gesprächen und ungetrennten Miteinander verbringen kann – vor und während des Essens. Notiere: Noch ein paar Euro mehr als oben geplant für diesen tollen Service bereit halten.

Dies ist eine Einzelmeinung und stellt keineswegs das Geschäftsgebaren, das einladende Ambiente oder die hohe Qualität der angebotenen Speisen in Frage. Und ja, wahrscheinlich werde ich auch wieder das ein oder andere Vapiano Restaurant ansteuern. :-)

Neuer Durchblick


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Nach fünf Jahres Treue durch Dick und Dünn habe ich meine alte Brille verlassen und bin mit einer neuen Stiften gegangen. Dabei erinnert meine Beuteschema an das von Tennis-Boris bei seinen vielen Frauen. Nach vielen Besuchen diverser Optiker-Läden in Bamberg bin ich in der Austraße an einer Schwarzen hängen geblieben und jetzt hängt diese Schwarze selbst zwischen Ohren und Nase. Sie darf jetzt die Welt mit mir erblicken, während die Alte ihrer verdienten Rente in einem Etui im Handschuhfach entgegen sieht.

Mehrmalige Besuche des Ladens und circa 137 Modellproben in jeglichem Lichtumfeld musste nicht nur das Personal sondern auch die Freundin und zufällig anwesenden Freunde über sich ergehen lassen. Zum Glücl blieb Optiker Berhand stehts gelassen und hat mich bestens beraten. Und so habe ich jetzt endlich das gute Stück: Bestellt und handgefertigt im Allgäu. Kleinserie mit Nummer und matt gebürstet.  Elegant, aber dennoch mit dem gewissen Extra. Jedem der ja zur Brille sagt und kein 08/15-Modell der großen bekannten Optikerketten sein Eigen nennen will, der sollte auf jeden Fall mal in diesen kleinen Laden mit den coolen Brillen vorbei schauen.

Ich sehr die Welt jetzt zwar nicht mit anderen Augen, aber wenigsten durch eine neue Brille.

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